HSG kann auf das Top-Los hoffen

01.08.2011

39:33 in Ahlen: Nordhorner ziehen in die dritte Runde des DHB-Pokals ein

Mit zwei schnellen Toren vor der Pause und einer Phase mit fünf Toren in Folge im zweiten Durchgang stellte der Handball-Zweitligist die Weichen auf früh Sieg. Bei der HSG überzeugten vor allem Mittelmann Alex Terwolbeck und Torwart dennis Bartels.

Die HSG Nordhorn-Lingen steht in der dritten Runde des deutschen Handball-Pokals: Die Zweitliga-Handballer nahmen gestern Abend die Hürde HSG Ahlen-Hamm II relativ locker und dürfen nach dem 39:33 (22:19)-Sieg auf einen attraktiven Gegner in der Runde der letzten 32 Teams hoffen. Ausgelost wird am Sonntag am Rande des Bundesligaspiels in Göppingen.

Die Nordhorner kamen gestern nur auf der Autobahn ins Stocken. Nach einem Unfall auf der A 1 wurde der Verkehr über die Raststätte „Münsterland-West“ umgeleitet, der HSG-Bus stand eineinviertel Stunden im Stau und erreichte die Halle in Ahlen erst 20 Minuten vor dem Anpfiff. Vielleicht auch, weil die Schiedsrichter dem Team von Heiner Bültmann eine halbe Stunde Zeit zum Warmmachen gaben, fand die HSG gut ins Spiel. Als die Abwehr aber etwas nachlässiger wurde, kam auch der Drittligist zu Chancen. In einer ersten Halbzeit mit wechselnden Führungen lagen die Westfalen beim 16:15 in der 24. Minute zum letzten Mal vorne. Als die Anzeigetafel unmittelbar vor der Pause 20:19 für Nordhorn anzeigte, düpierten die Gäste den Gegner gleich zwei Mal: Sieben Sekunden vor der Sirene traf Luca de Boer, in der Schlussekunde schraubte Toon Leenders nach einem schnellen Ballgewinn den Vorsprung auf 22:19 – die erste Drei-Punkte-Führung in einem lange ausgeglichenen Spiel.%break%

Dass es für die HSG Nordhorn-Lingen danach eine sichere Angelegenheit wurde, lag an der konstant guten Angriffsleistung und einer Phase mit fünf Toren in Folge: Der starke Pavel Mickal und Co. zogen von 22:20 (31.) auf 27:20 in der 37. Minute davon. „Das war die Vorentscheidung“, sagte Bültmann. Die Reserve des Bundesliga-Aufsteigers verkürzte bis zur 45. Minute zwar wieder auf vier Tore, näher ließen die Nordhorner ihren Gegner aber nicht mehr herankommen. Den Schlusspunkt setzte der junge Kreisläufer de Boer: Er nahm sich in den Schlussekunden einen Strafwurf und traf zum 33:39-Endstand. Zuvor hatte Rechtsaußen Schagen bei drei Versuchen wieder eine hundertprozentige Quote von der einen Siebenmeter-Marke erreicht.

Neben Mickal fielen vor allem zwei Nordhorner auf: Alex Terwolbeck und Dennis Bartels. „Alex hat als Regisseur unser Konzept hervorragend durchgebracht“, lobte sein Trainer, „und Dennis hat spektakuläre Paraden gezeigt und gute Gegenstöße eingeleitet.“

von Holger Wilkens