Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 24.10.2017

„Big Points“ beim 25:23 (14:10) Sieg im Nachbarschaftsderby gegen den TV Emsdetten

3.611 Zuschauer bilden eine imposante Kulisse beim Erfolg der HSG Nordhorn-Lingen


Für Gänsehautatmosphäre in der EmslandArena in Lingen sorgten 3.611 Zuschauer, darunter auch etliche Fans des TV Emsdetten, schon beim Einlaufen der HSG Nordhorn-Lingen.

Und während die Gäste aus Emsdetten sich in den ersten Minuten scheinbar doch beeindruckt von dieser Saisonrekordkulisse zeigten, legte die HSG Nordhorn-Lingen los wie die Feuerwehr. Allen voran Yannick Fraatz (7 Tore), der einen sehr guten Tag erwischte, ließ keine Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Tag die Halle als Sieger verlassen sollte. Noch bevor 4 Minuten gespielt waren, stand es 4:0 für das 2-Städte-Team. Der Trainer der „Dettener“ Daniel Kubes sah sich gezwungen schon jetzt die erste Auszeit zu nehmen um den Lauf der Nordhorner zu unterbrechen und sein Team wach zu rütteln. Als wiederum Yannick Fraatz in der 6. Minute bereits seinen 3. Treffer zum 5:0 folgen ließ, erreichte die Stimmung in der Halle den ersten Höhepunkt. Die HSG Nordhorn-Lingen hatte bis zu diesem Zeitpunkt den TV Emsdetten praktisch mit ihrem eigenen Spielsystem überrascht. Ein weiterer Grund für den guten Start war die starke Abwehrleistung um den Mittelblock Luca de Boer und Toon Leenders, hinter dem Björn Buhrmester erneut ein sicherer Rückhalt war. In der Folge entwickelte sich eine Partie, in die auch der Derbygegner hineinfand. Fortan agierten die bisher ungeschlagenen Emsdettener auf Augenhöhe, konnten aber gegen eine hochkonzentrierte HSG zunächst den Rückstand nicht verringern. So hatte der 5-Tore-Vorsprung auch in der 19. Minute beim 12:7 noch bestand. Dass man eine Mannschaft wie Emsdetten, die im Schnitt 30 Tore pro Spiel wirft, nicht über die ganze Spielzeit im Angriff ausschalten kann, zeigte sich an diesem Sonntagnachmittag nur in kurzen Phasen. Emsdetten war durch ihre besten Torschützen Dirk Holzner und Merten Krings in der Lage auf 12:10 (24. Min.) zu verkürzen. HSG Coach Heiner Bültmann gab in einer Auszeit seinem Team die richtigen Worte mit auf den Weg, die HSG behielt die Ruhe und Übersicht und legte bis zum Pausenpfiff wieder 4 Tore vor (16:12).

25:23
2. Handball-Bundesliga   |   10.Spieltag
Kaleun (n.e.), Buhrmester (12/1 Paraden); Verjans, Wilmsen (n.e.), Heiny (2), Leenders, Mickal (n.e.), Miedema (1), Fraatz (7), Terwolbeck (4), de Boer (1), Vorlicek (n.e.), Wiese (7), Smit (n.e.), Seidel (3/1)

Gleich nach dem Wechsel musste die HSG Nordhorn-Lingen mehrere Minuten in Unterzahl, zum Teil zu viert, überstehen. Sie überstanden diese nicht nur, sondern konnten dank starker Paraden von Björn Buhrmester erneut auf 5 Tore davonziehen (18:13; 19:14). Unter anderem war es nun Jens Wiese (7 Tore) der mit blitzsauberen Treffern sein Team auf der Siegerstraße hielt (21:16; 44. Min.). Ins Tor des Derbygegners war inzwischen Mark Ferjan für Konstantin Madert gekommen, der sofort mit einigen Paraden auf sich aufmerksam machen konnte. Beim 21:18 keimte wohl noch einmal Hoffnung beim TV Emsdetten auf, aber in der 52. Minuten war der alte Abstand wiederhergestellt (24:19). Die erste La-Ola-Welle hatte ihre Runde genommen und die HSG Nordhorn-Lingen gestattete dem Gegner das Ergebnis auf der Schlussgeraden etwas freundlicher zu gestalten. Und obwohl es beim Schlusspfiff „nur“ noch einen 25:23 Sieg ausgiebig und umjubelt von der Rekordkulisse zu feiern gab, war es ein verdienter Sieg des 2-Städte-Teams.

„Big Points“ für die HSG Nordhorn-Lingen gegen einen direkten Gegner aus dem oberen Tabellendrittel, die nun mit 16:4 Punkten punktgleich vor dem TV Emsdetten und hinter der SG BBM Bietigheim auf Platz 4 liegt. Die weiße Heimweste wurde auch im 5. Spiel verteidigt und gleichzeitig dem TV Emsdetten die erste Saisonniederlage beigebracht.

Nach der Länderspielpause in der nächsten Woche gibt es am 4.11. das nächste Spitzenspiel für die HSG Nordhorn-Lingen. Da tritt man um 19.00 Uhr in der Klingenhalle Solingen gegen die einzige noch ungeschlagene Mannschaft im Profihandball den Tabellenführer Bergischer HC an.