Samstag, 24.04.2010

Rigterink hält den Sieg fest


HSG Nordhorn-Lingen setzt sich in Potsdam mit 32:31 durch

Die Nordhorner Zweitliga-Handballer schienen sich zur Pause absetzen zu können, warfen dann aber acht Minuten kein Tor mehr. Michael Jahns war wieder einmal bester HSG-Werfer beim 32:31-Erfolg gegen den 1. VfL Potsdam.

In der dritten Minute brachte Stephan Wilmsen die HSG Nordhorn-Lingen in Führung, 57 Spielminuten später verkündigte die Anzeigetafel in der Sporthalle Potsdam einen 32:31-Sieg der Nordhorner gegen den gastgebenden 1. VfL – in der Zwischenzeit aber erlebten die nur 300 Zuschauer alles andere als eine Partie mit einem eindeutigen Spielverlauf: Nicht weniger als zehn Mal wechselte die Führung, sowohl die Potsdamer als auch die Nordhorner führten phasenweise mit drei Toren. Am Ende gewann die HSG das temporeiche, hochklassige Spiel mit vielen Angriffsszenen, weil Torhüter Helge Rigterink in der Schlusssekunde einen Wurf der Potsdamer aus spitzem Winkel stark parierte.

HSG-Trainer Heiner Bültmann vernahm es mit großer Zufriedenheit, wie sein Team zwei Tage nach dem Heimspiel gegen Hannover und einer langen Anreise in Potsdam auftrat. Besonders die Geschlossenheit der Nordhorner beeindruckte: Michael Jahns (mit zehn Treffern bester Werfer des Spiels) und Maik Machulla (8) prägten wieder einmal das Geschehen, aber auch die anderen HSG-Akteure überzeugten durchweg. Torwart Rigterink zeigte über 60 Minuten eine gute Leistung, sein jüngerer Bruder Eike warf in der ersten Halbzeit ein wichtiges Tor, Florian Lammering bestätigte bei seinem Einsatz von Beginn an die starken Trainingseindrücke und warf gleich drei Tore. Und Alex Terwolbeck trug in der zweiten Halbzeit mit dazu bei, dass die HSG aus einem kleinen Tief zurück in die Erfolgsspur fand.%break%

Kurz vor der Pause waren die Nordhorner auf 18:15 davongezogen, trafen anfangs des zweiten Durchgangs aber das Tor nicht mehr. Der eingewechselte Keeper Ariel Panzer und eine 4:2-Abwehrformation des 1. VfL sorgten dafür, dass die Gäste die Führung verspielten und ihrerseits wieder mit zwei Toren hinten lagen (20:22/41.). „Alex kam ins Spiel und sorgte für neuen Schwung im Angriff und hat auch einen Siebenmeter rausgeholt“, lobte Trainer Bültmann. Die Folge: Sechs Minuten später stand es 25:23 – jetzt wieder für die HSG. Es passte zum Gesamteindruck der Partie, dass Potsdam danach noch zwei Mal das Spiel drehte (26:25 und 28:27) und trotzdem verlor.

Gewinner waren nicht nur die Nordhorner, die den vierten Tabellenplatz eindrucksvoll verteidigten. Auch die rund 300 Zuschauer in der engen, halb gefüllten Halle konnten zufrieden sein: „Es war ein richtig gutes, rassiges Zweitligaspiel“, bilanzierte Heiner Bültmann.

 

von Holger Wilkens