Mittwoch, 11.08.2010

Ein "fieses Spiel" für den guten Zweck


HSG trifft in Friedeburg auf den WHV

Wenn sich heute Abend (19.30 Uhr) in Friedeburg die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen und des Wilhelmshavener HV in einem Testspiel gegenüberstehen, steht ein Sieger bereits fest: das Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke.

Sämtliche Erlöse aus dem attraktiven Vorbereitungsspiel zwischen den beiden Ex-Bundesligisten gehen an die Einrichtung, die seit zwei Jahren von der Friedeburger Haupt- und Realschule „Altes Amt“ unterstützt wird. „Bei diesem Benefizspiel sind wir gerne dabei“, sagt HSG-Trainer Heiner Bültmann, dessen Team genauso wie der WHV ohne Gage antritt. Den Kontakt nach Nordhorn stellte Wilfried Starzonek, Vorsitzender der HSG Friedeburg/Burhafe her, der auch schon bei der Organisation des Trainingslagers der Nordhorner in Aurich half.

Die HSG-Handballer helfen gerne, gleichzeitig passt das Benefizspiel gut in den Vorbereitungsplan von Trainer Bültmann: „Es ist eines dieser fiesen Spiele, die wir jetzt brauchen.“ Fies deshalb, weil die Intensität gegen einen Ligakonkurrenten hoch ist, die Abläufe zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung aber noch nicht optimal sitzen. „Die Trainingsschwerpunkte liegen mittlerweile weniger in der Physis, sondern mehr im taktischen und technischen Bereich, aber natürlich fehlt es phasenweise noch am Timing und an der Abstimmung mit den Nebenleuten“, sagt Heiner Bültmann. Zumal die Angriffsreihe des Nordhorner Zweitligisten ein stark verändertes Gesicht zeigt.

Heute Vormittag steht zunächst ein Krafttraining an, ehe es nach Friedeburg geht. Morgen wird zwei Mal trainiert, Freitag trifft die HSG beim Schindler-Cup in Hamburg schon um 14 Uhr auf Wacker Thun. „Es sind harte Tage, aber das gehört dazu“, sagt Bültmann, der heute nur Luca de Boer nicht dabei hat, der zeitgleich für die Reserve im Einsatz ist.

von Holger Wilkens