Freitag, 24.09.2010

"Willi" ist nur schwer zu ersetzen


HSG Varel mit Problemen zum Saisonstart – Morgen zu Gast im Euregium

Am vergangenen Wochenende fuhren die Handballer der HSG Varel den ersten Punkt in der neuen Zweitliga-Saison ein. Seit dieser Spielzeit müssen die Friesen ohne den Ex-Nordhorner Jan-Philip Willgerodt auskommen. Morgen um 19 Uhr ist Varel bei der HSG Nordhorn-Lingen zu Gast.

Das Karriereende von Rückraum-Shooter Jan-Philip Willgerodt ist für den Handball-Zweitligisten HSG Varel nur schwer zu kompensieren. Der frühere Spieler der HSG Nordhorn, der zwischen 2000 und 2002 unter Kent-Harry Andersson in der Bundesliga aktiv war und in 28 Spielen 25 Tore erzielte, war im Vorjahr mit 172 Treffern bester Werfer der Vareler. „Willi“ ist nicht mehr dabei, vor dem Gastspiel morgen (19 Uhr, Euregium) bei dem Namensvetter aus Nordhorn und Lingen hat allerdings Jan Molsen nichts von seiner Torgefährlichkeit eingebüßt: Mit 17 Treffern ist der Linksaußen derzeit der erfolgreichste Angreifer seines Klubs.

In der vergangenen Saison brachte es Molsen auf genau 100 Tore in 29 Spielen. Die beiden Niederlagen gegen Nordhorn konnte aber auch der 23-Jährige nicht verhindern. Überhaupt wartet Varel immer noch auf den ersten Liga-Sieg gegen Nordhorn, denn nur im ersten gemeinsamen Zweitligajahr 1993/94 reichte es daheim zu einem 27:27-Remis. In der Grafschaft diente Varel bislang immer als Punktelieferant – und auch die beiden Begegungen in der Vorbereitung entschied die Nordhorner HSG für sich.%break%

Den Saisonstart haben die Vareler – im Gegensatz zur letzten Saison – verpatzt. Die neue Runde begann mit zwei Auswärtsauftritten, die beide deutlich verloren wurden. Das Heimspiel gegen Wilhelmshaven wurde wegen eines rutschigen Bodens abgebrochen. Erst am vergangenen Wochenende gelang im Derby gegen Edewecht der erste Punktgewinn. Es wäre auch ein Sieg möglich gewesen, doch eine katastrophale Siebenmeter-Ausbeute verhinderte einen Sieg: Die Truppe von Trainer Peter Kalafut vergab fünf von sieben Strafwürfen. Weil in den ersten drei spielen nur die Hälfte aller 14 Strafwürfe verwandelt wurden, nimmt die HSG Varel in der Siebenmeter-Statistik den letzten Platz ein. Dagegen bekommt das Torhüter-Duo Nils Buschmann/André Seefeldt nur selten eine Hand an den Ball: Sie parierten erst drei von 16 Strafwürfen. Und im Nordhorner Team steht mit Bobby Schagen ein Handballer, der seine letzten 14 Siebenmeter allesamt verwandelte.