Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 19.12.2017

Bittere 28:29 (14:13) Heimniederlage für die HSG Nordhorn-Lingen gegen den HC Elbflorenz

Am 17. Spieltag setzte es die erste Heimniederlage


Alles war angerichtet an diesem Sonntagnachmittag um das obere Tabellendrittel noch weiter zusammenzuschieben. 2411 Zuschauer bildeten die fantastische Kulisse im Euregium, in dem die HSG das letzte Heimspiel des Jahres 2017 absolvierte und feuerten ihr Team von der ersten Minute an lautstark an. Das Spiel begann ausgeglichen und der HC Elbflorenz zeigte, dass man nicht gekommen war, um die 2 Punkte im Euregium einfach so abzugeben. So stand es nach neun Minuten 4:4 und kein Team konnte sich absetzen. Auf Augenhöhe verlief das Spiel auch in den nächsten Minuten, zwar konnte die HSG Nordhorn-Lingen immer mal wieder auf 2 Tore Vorsprung erhöhen, aber die Dresdener konterten und ließen sich nicht abschütteln. So ging es über ein 9:9 (22. Min.) und 12:12 (26. Min.) in die letzten Minuten der ersten Hälfte, die das 2-Städte-Team knapp für sich mit 14:13 entscheiden konnte. Während es im Angriff für die HSG gut lief, waren in diesem ersten Durchgang Abstimmungsprobleme in der Abwehr erkennbar, die dem HC Elbflorenz zu leichte Torerfolge ermöglichten.

In Durchgang zwei begann die HSG stark und konnte sich sukzessive Tor um Tor vor allem aus dem Rückraum durch Lutz Heiny (8 Tore) und Patrick Miedema (7 Tore) auf die erste 5-Tore-Führung in der 42. Minute absetzen. Auch 2 Minuten später beim 24:19 sah alles nach einem Sieg für die HSG Nordhorn-Lingen aus. Der Trainer der Dresdener Christian Pöhler setzte nun auf eine Manndeckung gegen Lutz Heiny um den Lauf der HSG zu unterbrechen. Eine Maßnahme die Wirkung zeigte, denn das Team von Heiner Bültmann verlor in den nächsten Minuten den Faden. Gleichzeitig steigerte sich Mario Huhnstock im Tor des Gegners und lies in dieser Phase keinen Gegentreffer zu. Den 6:0 Lauf zur 24:25 Gästeführung in der 51. Minute konnte auch eine zwischenzeitliche Auszeit der HSG nicht stoppen. Zu leicht fielen die Tore des HC Elbflorenz gegen eine HSG Abwehr, die keinen Zugriff mehr bekam und Abstimmungsprobleme zwischen Abwehr und Torhüter offenbarte. Eine Führung der Dresdener konnte die HSG immer wieder ausgleichen und beim 28:28 in der 59. Minute durch Yannick Fraatz (4 T.) war der Sieg noch greifbar. Den Traum von zwei Punkten beendete der Spielmacher der Gäste Roman Becvar mit seinem 28:29. Noch waren 45 Sekunden zu spielen, aber passend zum Spielverlauf verpuffte auch dieser letzte Angriff. Enttäuscht und mit hängenden Köpfen mussten die HSG Spieler die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Trainer Heiner Bültmann auf der Pressekonferenz: „Ich bin enttäuscht. Mit 28 Toren müssen wir das Spiel in der eigenen Halle gewinnen, doch unsere sonstige Stärke, die Abwehr hat am heutigen Tag nicht funktioniert und dem Gegner das Torewerfen leicht gemacht.“

28:29
2. Handball-Bundesliga   |   18.Spieltag
Kaleun (n.e.), Buhrmester (4 Paraden); Verjans (2), Wilmsen, Heiny (8), Leenders, Mickal, Miedema (7), Fraatz (4), de Boer (1), Vorlicek (2), Smit (n.e.), Seidel (4/4), van Lengerich (n.e.)

Im Jahr 2017 hat die HSG Nordhorn-Lingen nun noch zwei Auswärtsspiele zu bestreiten. Am 22.12. geht es zum ASV Hamm-Westfalen und am 2. Weihnachtstag steht die weite Fahrt zur HG Saarlouis auf dem Spielplan bevor es in die Handball EM Pause geht.