Foto: Bergischer HC
Dienstag, 07.11.2017

Herbe 29:18 (15:10) Niederlage für die HSG Nordhorn-Lingen beim Bergischen HC

Keine Chance für die HSG in der „Höhle der Löwen“


Nach dem Spiel blieb nicht viel über, an dem die Mannschaft der HSG Nordhorn-Lingen sich hätte aufrichten können. Es war ein „gebrauchter Tag“ an dem einfach nichts zusammenlief.

Dabei hatte es eigentlich ganz gut begonnen in der Solinger Klingenhalle vor 2.384 Zuschauern, darunter auch ca. 100 Fans der HSG. Das 2-Städte-Team erwischte einen guten Start und lag nach nicht einmal 4 Minuten mit 4:1 in Front. Man muss aber angesichts des weiteren Spielverlaufs festhalten, dass das wohl eher an der unkonzentrierten Anfangsphase des Bergischen HC lag als an der Stärke der HSG. Nachdem sich der BHC sowohl in der Abwehr als auch im Angriff stabilisiert hatte, legte das Team von Trainer Sebastian Hinze einen kurzen Zwischenspurt ein und wandelte den Rückstand angeführt von Arnor Thor Gunnarsson in eine 6:4 Führung in der 13. Minute um. Die HSG hatte währenddessen 10 Minute Sendepause, in denen sie sich etliche technische Fehler leistete oder es mit Abschlüssen aus wenig erfolgsversprechenden Positionen versuchte. So stand es in der 16. Minute 8:5 für die Gastgeber. Noch einmal kam Hoffnung auf eine ausgeglichene Partie auf, als es der Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann gelang binnen 3 Minuten auf 8:8 (19. Min.) gleich zu ziehen. Leider nur ein Strohfeuer, welches der Bergische HC binnen Minuten löschte, denn in der 21. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt 11:8. Eine Auszeit von Heiner Bültmann und eine Abwehrumstellung auf 5:1 sollten die HSG noch einmal zurück ins Spiel bringen. Doch beides fruchtete nicht, auch weil Torhüter Rudeck auf Seiten des BHC an diesem Tag ein klares Plus gegenüber seinem Pendant auf Seiten der HSG hatte. Als dann 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auch noch der HSG Abwehrblock durch eine rote Karte für Toon Leenders aufgerissen wurde und der BHC den Halbzeitstand von 15:10 markierte, war die Körpersprache der HSG beim Gang in die Kabine schon Sinnbild für das bisher gesehene.

Die erste Minute zu viert in Hälfte 2 überstand die HSG und konnte in der 32. Minute sogar auf 15:11 verkürzen. Doch das war es dann auch schon wieder. Der BHC legte nach und war in der 36. Minute (18:11) zum ersten Mal auf 7 Tore enteilt. Bezeichnender Weise war es Björn Buhrmester der den nächsten Treffer der HSG mit einem Empty-net-goal erzielte (18:12; 40. Min.). Bis zum nächsten Treffer aus dem Spiel heraus dauerte es bis zur 43. Minute (20:13) und es waren wieder mehr als 10 Minuten seit dem 11. Treffer vergangen. Das Spiel war da aber schon längst verloren. Zu harmlos agierte die HSG gegen den in allen Belangen überlegenen Tabellenführer. Der Rest des Spiels ist auch schnell erzählt. Der BHC hatte keine Mühe, den Vorsprung weiter auszubauen und zweistellig zu gestalten. An diesem Tag war die HSG Nordhorn-Lingen nicht in der Lage den Spitzenreiter zu fordern, der zugegebener Maßen erstligatauglich besetzt ist und über die stärkeren Individualisten verfügt.

Es bleibt nicht viel Zeit um bis zum Doppelspieltag am nächsten Wochenende die Wunden zu lecken und das Spiel in Solingen aufzuarbeiten. Volle Konzentration, Kampf und Einsatz werden gefordert sein, um gegen ein weiteres Spitzenteam, den VfL Lübeck-Schwartau diesmal am Freitag im heimischen Euregium um 19.30 Uhr zu bestehen. Danach folgt dann am Sonntag noch die Partie in Essen.

HSG Nordhorn-Lingen

Kaleun (3 P.), Buhrmester (7 P.) (1), Verjans (1), Heiny (1), Leenders (1), Mickal (5/3), Miedema (2), Fraatz, Terwolbeck (2), de Boer (2), Vorlicek (1), Wiese (2), Smit, Seidel