Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 19.09.2017

10:0 Punkte Rekordsaisonstart mit dem 28:25 (11:14) Sieg gegen Eintracht Hildesheim geschafft

Die HSG Nordhorn-Lingen entscheidet das Spiel gegen starke Hildesheimer in den letzten 10 Minuten


Nach dem Schlusspfiff stand der beste Start in der 2. Liga mit 10:0 Punkten zu Buche und der 2. Tabellenplatz hinter dem Bergischen HC, der einzigen verlustpunktfreien Mannschaft neben der HSG, ist der Lohn für einen äußerst umkämpften Sieg gegen ein starkes Team aus Hildesheim.Von Beginn an wurde es das schwere Spiel, wie es von HSG Trainer Heiner Bültmann erwartet worden war. Von der ersten Minute entwickelte sich eine Begegnung mit hoher Intensität, in der sich beide Mannschaft jede Chance oder Ballgewinn hart erarbeiten mussten. Auch sollten die Torhüter im Verlauf des Spiels eine große Rolle spielen. Nach dem 1:0 für die HSG durch Patrick Miedema (7 Tore) und zwischenzeitlichem Ausgleich durch die Hildesheimer lag die HSG Nordhorn-Lingen in der 12. Minute 6:4 in Front. Eintracht Trainer Gerald Oberbeck nahm eine Auszeit um den Spielfluß der Nordhorner zu unterbrechen. Einen Schreckmoment gab es, als Philipp Vorlicek kurz nach seiner Einwechslung bei einem Blockversuch im Gesicht hart getroffen wurde und benommen auf dem Spielfeld liegen blieb. Sichtlich angeschlagen musste er in die Kabine, kehrte aber später zurück. An einen weiteren Einsatz war allerdings nicht zu denken. Der Keeper der Hildesheimer Jacub Lefan steigerte sich, konnte einige freie Bälle der HSG parieren und leitete eine Phase ein, in der die HSG bis zur 23. Minute nur noch 1 Tor erzielen konnte. 7:10 hieß es, auch weil der routinierte Rückraum des Gegners mit Savvas Savvas und Robin John auch unter Druck des Zeitspiels immer wieder eine gute Lösung fand. Den 3-Tore-Rückstand musste die HSG auch mit in die Halbzeitpause nehmen (11:14).
Der Verlauf der ersten 10 Minuten in Hälfte 2 war die Fortsetzung von Durchgang eins. Eintracht Hildesheim spielte geduldige Angriffe und jetzt war es die Achse Robin John und Kreisläufer Nikolaos Tzoufras, die nur schwer von der HSG zu verteidigen war. Der Rückstand von 3 Toren konnte zunächst nicht verkürzt werden. In der 42. Minute lag der Gast aus Hildesheim immer noch mit 3 Toren in Front (17:20). Zwischenzeitlich hatte die HSG in der Abwehr auf eine 5:1 umgestellt. Im Angriff behielt das 2-Städte-Team weiter die Ruhe und durch Alex Terwolbeck, der nicht nur selber 5 Tore erzielte, sondern auch seine Mitspieler gut in Szene setzten konnte, kam die HSG Tor um Tor heran. Mit dem 21:21 in der 46. Minute war der Ausgleich geschafft. 1910 Zuschauer im Euregium, darunter einige Fans aus Hildesheim, feuerten ihr Team unermüdlich an und nach dem 23:22 (50. Min.) durch Patrick Miedema war die Halle vollends da und stand wie eine Wand hinter ihrem Team. Noch einmal kam Eintracht Hildesheim in den Genuss der Führung (23:24; 52, Min.), aber weil Pavel Michal (9/6 Tore) vom 7m Punkt die Nerven behielt und Torhüter Buhrmester jetzt einige klare Chancen der Hildesheimer zu Nichte machte, lag die HSG fünf Minuten vor Schluss mit 2 Toren vorn (26:24). Noch 3-mal fischte sich der Schlussmann der HSG in den letzten Minuten die Bälle und „Buhrmi-Buhrmi“ Rufe machten die Runde, bevor Jens Wiese mit einem wunderschönen Treffer in den Winkel den 28:25 Endstand markierte. Auf der Pressekonferenz bezeichneten dann auch beide Trainer den Sieg als verdient. Gerald Oberbeck: „der Sieg der HSG ist letztendlich wohl auch verdient, weil wir uns in der 2. Hälfte ein paar kapitale Fehler geleistet haben und die HSG das Torhüterduell in den letzten Minuten gewonnen hat.“
Heiner Bültmann: „Hildesheim war der erwartet starke Gegner, der uns 60 Minuten alles abverlangt hat. Wir haben in den kritischen Phasen erneut die Ruhe bewahrt. Zum Schluss haben uns die Zuschauer förmlich zum Sieg getragen, denn auswärts hätten wir dieses Spiel wahrscheinlich verloren“, zollte er dem Gegner höchsten Respekt.
Nach einem trainingsfreien Tag beginnt die Vorbereitung auf das nächste Spiel beim letztjährigen Fastaufsteiger aus Rimpar.

28:25
2. Handball-Bundesliga   |   5.Spieltag
Kaleun (n.e.), Buhrmester (15/1 Paraden); Verjans (2), Wilmsen (n.e.), Heiny (1), Leenders, Mickal (9/6), Miedema (7), Fraatz, Terwolbeck (5), de Boer (2), Vorlicek, Wiese (1), Smit, Seidel (1/1)