Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 25.04.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen beendet den Doppelspieltag mit einem 36:14 (22:7) Kantersieg gegen den HC Empor Rostock


Zuvor hatte es eine ärgerliche 27:25 (14:13) Niederlage gegen TUSEM Essen gegeben

Begonnen hatte der Doppelspieltag am Freitagabend in der Sporthalle „Am Hallo“ in Essen mit dem Auswärtsspiel beim TUSEM. Auf Matze Polls Einsatz wurde vorsichtshalber verzichtet, da er beim Warmmachen, nachdem er nach einem Sprung falsch aufgekommen war, Schmerzen im Knie verspürte. Da weiterhin Lutz Heiny, Asbjörn Madsen und Frank Schumann nicht dabei sind und auch Jens Wiese nach seiner Schulterverletzung nur in der Abwehr zum Einsatz kommt, stand Improvisation erneut auf der Tagesordnung.

Die HSG Nordhorn-Lingen fand dann auch in der Abwehr verständlicherweise zunächst schwer ins Spiel, kam aber nach gut 5 Minuten zunehmend besser mit den Essenern Angreifern zurecht. TUSEM Essen machte es dem 2-Städte-Team zudem mit einer 5:1 Abwehr nicht gerade leichter. Aber auch hier fand die HSG Nordhorn-Lingen die passenden Lösungen und konnte den 5:2 Rückstand aus der 6. Minute mit dem 7:7 (13. Min.) nicht nur egalisieren, sondern erzielte kurz darauf die erste HSG Führung (7:8) im Spiel. Nach ausgeglichenem weiteren Verlauf wurden die Seiten beim 14:13 gewechselt.

Auch in Hälfte 2 blieb die HSG Nordhorn-Lingen zunächst auf Tuchfühlung (15:15; 35. Min.), aber dann kam die Phase des Spiels, die dem 2-Städte-Team etwas Zählbares kosten sollte. Wie weggeblasen schien plötzlich die Konzentration im Angriff, bei Abschlüssen und auch in der Abwehr zu sein. TUSEM Essen nutzte die Fehler auf Seiten der HSG zu mehreren Tempogegenstößen und einfachen Gegentoren. Ein 6:0 Lauf des TUSEM war die Folge und nach 43. Minuten und dem Spielstand von 21:15 schien die HSG Nordhorn-Lingen auf eine klare Niederlage zu zusteuern. Doch das 2-Städte-Team wollte sich nicht so einfach ergeben und das Spiel so einfach aus den Händen geben. In den letzten 10 Minuten setzte die HSG alles auf eine Karte, stellte die Abwehr auf 5:1 um und kam zu einigen Ballgewinnen. Tor um Tor verkürzte man den Rückstand, ließ jedoch auch jetzt klare Chancen aus, so dass die sichtlich verunsicherten Essener den Sieg mit 27:25 nach Hause bringen konnten. Nach den gezeigten Leistungen ein verdienter Sieg für den TUSEM, aber nicht nur aus Sicht der vielen mitgereisten HSG Fans, die ihr Team unermüdlich unterstützt hatten, eine durchaus vermeidbare, ärgerliche Niederlage.

HSG Nordhorn-Lingen

Kaleun, Buhrmester (7 P.), Verjans (4), Mickal, Miedema (6), Meyer, Fraatz (1), Poll, Rooba (1), Terwolbeck (3), de Boer (3), Wiese, Seidel (7/4)

HSG Nordhorn-Lingen siegt 36:14(22:7) gegen den HC Empor Rostock

Für den Sonntagnachmittag hatte sich die HSG Nordhorn-Lingen vorgenommen, die Niederlage vom Freitag vergessen zu machen. Das war von der ersten Minute an, im mit 2119 Zuschauern gut gefüllten Euregium in Nordhorn, zu spüren. Matze Poll nahm erneut die Zuschauerrolle ein, aber Stephan Wilmsen stand als BackUp für die Abwehr wieder zur Verfügung, ansonsten gab es keine Änderungen. Schnell lag die HSG Nordhorn-Lingen mit 3:0 in Front und ließ den HC Empor Rostock nur kurz an Erfolgserlebnissen bis zum Zwischenstand von 4:3 (7. Min.) teilhaben. Danach zog Spielmacher Alex Terwolbeck das Tempo im Angriffsspiel an und leitete einen 6:0 Lauf ein und 5 Minuten später stand es 10:3. Die HSG Nordhorn-Lingen war von den Hansestädtern nicht zu stoppen. Das 2-Städte-Team beherrschte den Gegner nach Belieben und legte nach dem 13:5 (17. Min.) einen 7:0 Lauf hin und zog vor den begeisterten Zuschauern auf 20:5 (24. Min.) davon. Danach ließ man es etwas langsamer angehen, denn es hätte durchaus noch schlimmer für die Rostocker kommen können. Beim Spielstand von 22:7 ging es in die Kabinen. Ein Lob sei an dieser Stelle an die mitgereisten Rostocker Fans gerichtet, die ihr Team trotz des klaren Rückstands vorbehaltlos lautstark unterstützten und mit für die gute Stimmung in der Halle sorgten.

Nach dem Wechsel schien die HSG Nordhorn-Lingen nicht nur einen, sondern ein paar mehr Gänge heruntergeschaltet zu haben. Wer will es ihnen nach den Anstrengungen durch die personellen Engpässe in den letzten Wochen und die klare Pausenführung auch verdenken. So plätscherte die Begegnung bis zur 47.Minute (26:12) so dahin. Doch der seit Wochen in Hochform spielende Lasse Seidel (10/4 Tore) hatte noch nicht genug. Mit wunderschönen Toren von außen, im Tempogegenstoß und zum Schluss auch aus dem halblinken Rückraum erzielte er allein 7 der letzten 10 Tore zum Endstand von 36:14. Ein Sieg der auch in dieser Höhe völlig in Ordnung geht, denn der als Absteiger feststehende HC Empor Rostock hatte rein gar nichts entgegenzusetzen und war letztendlich sogar noch gut bedient.

Die HSG Nordhorn-Lingen konnte in der Tabelle an diesem Doppelspieltag einen Platz gut machen und belegt mit 34:30 Punkten nun Platz 7.

Ein weiterer Meilenstein war dann noch die Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Patrick Miedema, der der HSG bis 2020 treu bleiben wird. Die Hauptfaktoren beim ihm unter anderem der Wohlfühlfaktor und die „HSG-Familie“ samt Fans.

HSG Nordhorn-Lingen
Kaleun (8 Paraden, ab 30.), Buhrmester (9 Paraden, bis 30.); Verjans (5), Wilmsen, Mickal (7), Miedema (3), Meyer (2), Fraatz (1), Rooba (3), Terwolbeck (2), de Boer (3), Wiese, Seidel (10/4)