Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 21.02.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen muss die 25:30 (13:12) Heimniederlage gegen den ThSV Eisenach verdauen

Schon am Mittwoch folgt um 19 Uhr die Auswärtsaufgabe beim Tabellenführer TuS N-Lübbecke


Sicher muss man berücksichtigen, dass die HSG derzeit vom Verletzungspech heimgesucht wird, denn mit Lutz Heiny, Nicky Verjans und zuletzt Frank Schumann fallen längerfristig Schlüsselspieler aus. Darunter leidet auch das sonstige Prunkstück der HSG Nordhorn-Lingen, das Abwehrsystem.
Am Freitag sprangen die BackUp-Spieler Stephan Wilmsen und Nils Meyer ein. So konnte das 2-Städte-Team am Freitag die erste Hälfte gegen den ThSV Eisenach durchaus positiv gestalten. Nach 20 Minuten stand es 9:9 in einem Spiel auf Augenhöhe. Eine Abwehrumstellung der HSG auf 5:1, mit der die Thüringer zunächst Probleme hatten, brachte dem 2-Städte-Team in der 27. Minute eine 13:10 Führung. Doch die Eisenacher verkürzten dank zweier Paraden ihres Torhüters Gorobtschuk auf den 13:12 Halbzeitstand.

Und Gorobtschuk war es auch, der der HSG den Einstieg in Hälfte zwei vermieste. Anstatt die Führung auszubauen, fischte der Eisenacher Torhüter nacheinander ein paar freie Bälle weg und hielt sein Team in dieser Phase im Spiel. Auch die 5:1 HSG-Abwehr bekam zunehmend Schwierigkeiten mit dem Eisenacher Angriff. Beim 18:19 in der 42. Spielminute waren die Thüringer zum ersten Mal in Führung gegangen. Eine Führung, die sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgeben sollten. Der routinierte Rückraum des Gastes war in der entscheidenden Phase die Spur abgezockter und kam insbesondere über die rechte Seite immer wieder zu leichten Toren. Tor um Tor vergrößerten sie den Vorsprung. 20:23 in der 50. Minute waren Anlass genug für Trainer Heiner Bültmann, es mit einer Manndeckung zu versuchen. Doch auch das brachte an diesem Tag keinen Erfolg. Spätestens beim 23:28 in der 57. Minute war das Spiel im Euregium verloren. Mit Ihrer ganzen Erfahrung spielten die Eisenacher auch die letzten Minuten herunter und feierten mit 25:30 einen verdienten Auswärtssieg. Für die HSG Nordhorn-Lingen blieb nur die Enttäuschung, die sie mit dem Publikum teilten.

HSG Nordhorn-Lingen
Kaleun (n.e.), Buhrmester (8/1 Paraden); Wilmsen (n.e.), Mickal (3/3), Miedema (5), Meyer (1), Fraatz (2), Poll, Rooba (1), Terwolbeck (3), de Boer (2), Wiese (5), Madsen, Seidel (3)

Am Mittwoch Auswärtsspiel um 19 Uhr gegen TuS N-Lübbecke

Es bleibt allerdings nicht lange Zeit über das Freitagsspiel nachzudenken. Die Aufgaben werden sicher nicht leichter und am Mittwoch um 19 Uhr wartet der Tabellenführer TuS N-Lübbecke in der Merkur Arena auf das Team von Heiner Bültmann. Ein Spiel in dem die HSG unter den derzeitigen Voraussetzungen als klarer Außenseiter gilt. Eigentlich eine Rolle die der HSG liegt, denn man konnte ja gerade erst mit einem Sieg beim Tabellendritten Bietigheim überraschen. Allerdings ist der TuS N-Lübbecke im Moment wohl noch ein ganz anderes Kaliber, konnten sich die Ostwestfalen doch mit 8 Punkten aus den letzten 5 Spielen von den Verfolgern absetzen. Nur drei Niederlagen gab es in dieser Saison für das Team von Trainer Aaron Ziercke und ausgerechnet eine davon gab es gegen die HSG Nordhorn-Lingen im Hinspiel. Mit der besten Abwehr der Liga und 35:7 Punkten liegt man derzeit mit vier Punkten Vorsprung auf Platz 1 der Liga. In der heimischen Merkur Arena hat man zudem bisher noch keinen Punkt abgegeben. Wenn es am Mittwoch auch nur eine kleine Chance gibt, so will man diese auf Seiten der HSG Nordhorn-Lingen nutzen, auch wenn es mehr als schwer wird. „Wir sind klarer Außenseiter, aber das waren wir auch in Bietigheim. Wenn es auch nur die kleinste Chance gibt, etwas zu holen, dann wollen wir die auch gegen den TuS nutzen. Wir fahren nicht los um im Voraus die Punkte abzugeben“, so HSG Trainer Heiner Bültmann mit dem Ausblick auf das Mittwochsspiel.

Für alle Fans zu Hause gibt es am Mittwoch ab 19 Uhr wieder den Liveticker zum mitfiebern.