Strucks schnelle Rückkehr

01.08.2011

HSG spielt heute in Hildesheim

Der Nordhorner Rückraumspieler trifft schon am zweiten Zweitliga-Spieltag auf seinen Ex-Klub Eintracht Hildesheim. Beim heutigen Gegner der HSG stehen gleich zwei alte Bekannte im Kader: Michael Hoffmann und Michael Jahns.

Matthias Struck, vor der Zweitliga-Saison zur HSG Nordhorn-Lingen gestoßen, kehrt heute zu seinem Ex-Klub zurück. „Viel schneller als erwartet“, wie der 28-jährige Handballer meint. Sein Gastspiel bei Eintracht Hildesheim wird allerdings nur einen Abend dauern – denn nach dem Spiel, das um 20 Uhr in der Sparkassen-Arena angepfiffen wird, setzt auch Struck sich wieder in den Bus und reist mit der HSG zurück in seine neue Heimat Nordhorn. „Man trifft sicher viele Bekannte wieder und nach dem Spiel trinken wir ein Bier zusammen“, sagt der wurfstarke Linkshänder vor der Partie an alter Wirkungsstätte, „aber auch in Hildesheim geht’s für mich eigentlich nur darum, mit der Mannschaft zu gewinnen.“

Natürlich wünscht sich auch HSG-Trainer Heiner Bültmann einen Sieg, um voller Selbstbewusstsein und Freude in das nächste Heimspiel gegen GWD Minden gehen zu können. Dass die Aufgabe in Hildesheim aber alles andere als einfach ist, wissen sowohl Bültmann als auch Struck. „Das Spiel der Eintracht ist vor allem von den individuellen Stärken einzelner Spieler geprägt“, weiß Struck, sein Trainer lobt nach dem Videostudium der ersten beiden Hildesheimer Pflichtspiele besonders den Rückraum: „Da ist Eintracht für die 2. Liga überdurchschnittlich besetzt.“ Beim ersten Saisonsieg in Edewecht (34:31) spielten in der Aufbaureihe zunächst Sebastian Roth, Michael Quist und Georgi Nikolov, ziemlich schnell betrat aber auch ein Ex-Nordhorner das Parkett: Shooter Michael Jahns ging den umgekehrten Weg wie Struck und spielt in dieser Saison in Hildesheim.%break%

Bester Werfer der Hildesheimer war ein Handballer, der ebenfalls schon das HSG-Trikot trug: Der dänische Linksaußen Michael Hoffmann setzte sich mit 13 Treffern in Edewecht gleich mal an die Spitze der Torjägerliste. Das Duell auf der Außenbahn mit Nordhorns Bobby Schagen (12 Tore im ersten Spiel) verspricht beste Handball-Unterhaltung. „Hoffmann hat viele Gegenstöße gehabt“, sagt Bültmann. Auf die Konter über die rechte Abwehrseite sollten sich seine Handballer heute besonders einstellen.

Die HSG startet mit komplettem Kader nach Hildesheim. Alex Terwolbeck hat eine Studienfahrt nach Österreich gestern vorzeitig abgebrochen, um heute dabei sein zu können – sehr zur Freude seines Trainers: „Alex ist ein ganz wichtiger Spieler. Dass wir ihn brauchen, hat man beim Sieg gegen Altenholz gesehen. Er wird auch in Hildesheim seine Spielanteile bekommen.“

von Holger Wilkens