Nur Nils Meyer tut sich bei der HSG positiv hervor

01.08.2011

Rückraumspieler erzielt zehn Tore bei 23:27-Niederlage gegen Wacker Thun beim Schindler-Cup

Die HSG Nordhorn-Lingen wird bei der zweiten Auflage des Schindler-Cups ihren zweiten Platz von der Premiere des Handballturniers in Hamburg vor einem Jahr nicht wiederholen können.

Der Zweitligist unterlag gestern im Viertelfinale dem Schweizer Erstligisten Wacker Thun mit 23:27 (13:16). Damit spielt die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann um die Plätze fünf bis acht und trifft heute, Sonnabend, um 18 Uhr auf den österreichischen Erstligisten HC Linz, der mit 25:33 gegen den Bundesligisten VfL Gummersbach den Kürzeren zog.

Die Nordhorner fanden gegen Thun vor allem in der Abwehr nie auf das erhoffte Niveau und konnten zu keinem Zeitpunkt an die gute Defensivleistung aus dem Testspiel am Mittwoch in Friedeburg gegen den Wilhelmshavener HV (29:24) anknüpfen. „Wir haben nie richtig Kontakt zu den Gegenspielern bekommen und waren zu nachlässig gegen den Kreisläufer“, kritisierte Bültmann. Und weil es in der Defensive kaum Ballgewinnen gab, fehlten auch die Gegenstöße und damit die Chancen, zu einfachen Toren zu kommen. Zudem zogen sich Unkonzentriertheiten im Abschluss wie ein roter Faden durch die Partie gegen die Schweizer.%break%

Allein Nils Meyer tat sich positiv hervor. Der Rückraumspieler, der als gelernter Spielmacher erneut die Lücke auf der linken Seite der Aufbaureihe füllte, war mit zehn Feldtoren der herausragende Werfer seines Teams. „Er hat viel Verantwortung übernommen und hatte eine sehr gute Quote“, lobte Bültmann den Ex-Dormagener, der vergangenes Jahr mit seinem früheren Klub den Schindler-Cup gewonnen hatte.

Heute gegen Linz wird auch Torhüter Dennis Bartels mit von der Partie sein, der gestern aus schulischen Gründen nachreisen musste und daher gegen Thun fehlte. Außer Handball steht in der Hansestadt auch ein kleines touristisches Programm für die HSG an, das einen Dom-Besuch und eine Stadtrundfahrt beinhalten soll.

 

von Frank Hartlef

 

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester; Struck (3), Wilmsen (2), Lammering, Hrafnsson (2), Leenders (2), Mickal (2), Hombrink (1), Schagen (1), Meyer (10), Terwolbeck.