Foto: Melanie Bültmann
Samstag, 01.10.2016

Nordhorn-Lingen ohne Heiny nach Konstanz

Erster Auftritt beim Aufsteiger


Premiere für den Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen: Die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann tritt am Samstag um 20 Uhr erstmals bei Aufsteiger HSG Konstanz an. Dabei muss sie ohne Rückraumspieler Lutz Heinny auskommen, der sich beim Training am Mittwoch das Knie verdreht hat.

„Das macht es schwerer“, erklärt Bültmann, der noch keine Diagnose hat. Schließlich hat sich Heiny in der vergangenen Saison gut entwickelt. Er präsentierte sich zuletzt in Top-Form. Der 21-Jährige ist einer der gefährlichsten HSG-Schützen. Aktuell hat er in fünf Ligaspielen 18 Treffer erzielt. Stephan Wilmsen oder Nils Meyer können an diesem Wochenende nicht aushelfen. „Aber wir wollen nicht jammern“, erklärt Bültmann.

Weiteste Auswärtsfahrt

Zudem steht das Zwei-Städte-Team vor der mit über 700 Kilometern weitesten Auswärtsfahrt. Obwohl es weite Busreisen gewöhnt ist, hat es sich bereits am Freitag auf den Weg Richtung Bodensee gemacht. Es will optimal vorbereitet in die dritte Auswärtspartie gehen und natürlich etwas Zählbares im Gepäck mit zurücknehmen.

Konstanz noch ohne Heimsieg

Bültmann weiß, wie schwer die Aufgabe wird, obwohl der Aufsteiger noch kein Heimspiel gewonnen hat. Gegner waren allerdings auch die Topklubs Bietigheim und Nettelstedt-Lübbecke. Die Euphorie in Konstanz ist riesengroß. Trainer Daniel Eblen, der schon seit dem Zweitligaabstieg der Baden-Württemberger 2004 im Amt ist, verfügt über einen gut besetzten Kader.

Kompakte Kreisläufer

Dazu zählen etwa Torwart Konstantin Poltrum, der gerade bei den beiden Auswärtssiegen auffiel, die Außen Fabian Schlaich (links) und Gregor Thomann (rechts), der lange Rückraumshooter Mathias Riedel, der Rückraumrechte Paul Kaletsch oder Mittelmann Matthias Stocker. Der 28-Jährige setzt die kompakten Kreisläufer auch mal unorthodox ein.

Nur ein Zahlenspiel

Die Konstanzer, die sich frühzeitig den Titel in der Dritten Liga Süd sicherten, trafen auf vier Gegner, die auch schon den Weg der HSG kreuzten. Dass das Zwei-Städte-Team dabei zwei Zähler mehr holte, bleibt für Bültmann bestenfalls ein Zahlenspiel. Denn beide Kontrahenten weisen 4:6 Punkte auf.

Selbstvertrauen nach Derbysieg

Der wichtige Derbysieg gegen Emsdetten dürfte den Niedersachsen Selbstvertrauen gegeben haben. Denn sie müssen gegen die Euphorie, den großen Einsatz und auch die Atmosphäre in der engen Schänzle-Sporthalle bestehen. Gerade in der Abwehr muss Nordhorn-Lingen hellwach sein. So wie in der zweiten Halbzeit gegen Emsdetten.

von Uli Mentrup

Quelle: Lingener Tagespost