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Das Wort „nachlegen“, versucht Heiner Bültmann im Training tunlichst zu vermeiden. Zu oft haben die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen in dieser Saison nach einem glanzvollen Sieg eben nicht nachgelegt, sondern gepatzt. Das wollen Trainer Bültmann und sein Team heute Abend (19.30 Uhr) beim Tabellenletzten VfL Potsdam besser machen.
„Die Mannschaften in der Liga sind alle stark“, warnt Bültmann, das Tabellenschlusslicht nicht zu unterschätzen. „Gegen Bad Schwartau haben wir auch verloren, als die Letzter waren“, erinnert Bültmann an den November 2011, als die HSG erst furios gegen den DHC Rheinland gewann und dann zu Hause gegen Bad Schwartau patzte. Ähnlich war es, als Nordhorn-Lingen erst gegen Minden gewann, um dann in Schwerin zu stolpern. Das soll nach dem tollen 30:26-Derbysieg über Emsdetten nicht passieren.
Verständlicherweise war die Stimmung beim Training gut, zumal nur Matthias Struck einmal beim Training fehlte, weil sein zweiter Sohn Kjell das Licht der Welt erblickte. Dementsprechend selbstbewusst reisen die Grafschafter heute nach Potsdam, wo sie bei der Premiere der neuen Sporthalle am Luftschiffhafen keine Gastgeschenke verteilen wollen. „Das ist natürlich nicht gerade ein idealer Zeitpunkt“, weiß Bültmann um die besondere Motivation der Potsdamer bei der Halleneinweihung. Wenn die überhaupt nötig ist bei der prekären Lage in der Tabelle. „Die stehen mit dem Rücken zur Wand und werden um ihr Leben spielen.“
Warum es derzeit bei den Potsdamern nicht läuft, ist auch für Bültmann ein Rätsel. „In der vergangenen Saison waren sie noch vor uns in der Tabelle. Und es ist die gleiche Mannschaft“, betont der HSG-Coach. Dazu stießen mit René Drechsler (kam vom Wilhelmshavener HV) und Marc Pechstein (von den Füchsen Berlin) zwei Junioren-Nationalspieler zum Team von Trainer Rüdiger Bones.
von Mirko Nordmann
Quelle: Lingener Tagespost