Mit starkem Auftritt ins Achtelfinale

01.08.2011

HSG siegt in Springe 34:26

Überragender Rückhalt des Nordhorner Handball-Zweitligisten war Torhüter Björn Buhrmester. Pavel Mickal glänzte gestern Abend mit elf Toren als bester Werfer seines Teams.

Die HSG Nordhorn-Lingen legte gestern Abend bei den Handballfreunden Springe mit einem furiosen Start den Grundstock für das Erreichen des Achtelfinales im DHB-Pokal. Trotz der 8:1-Führung (14.) musste der Zweitligist beim Tabellenführer der 3. Liga Nord zwar noch einmal zittern, als der Vorsprung bei 23:22 (48.) auf ein Tor zusammen geschmolzen war. Doch die Gäste behielten vor 600 Zuschauern in der ausverkauften Halle die Nerven, bauten ihren Vorsprung in der Schlussphase kontinuierlich aus und krönten mit 34:26 (15:12) eine über 60 Minuten konsequente und konzentrierte Leistung.

Wichtiger Garant des Erfolgs war Torhüter Björn Buhrmester. Mit seinen Paraden gleich in der Anfangsphase raubte er den Springer Rückraumschützen den Nerv und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit. Ein ums andere Mal scheiterten die Springer um Kapitän Daniel Deutsch am überragenden HSG-Torhüter, der großen Anteil an der schnellen 8:1-Führung hatte. Bezeichnend: Das Tor der Gastgeber resultierte aus einem Siebenmeter, den Fabian Hinz nach fünf Minuten zum 1:1 verwandelte. In der ersten Viertelstunde brachte der Drittligist nicht ein einziges Feldtor zu Stande.%break%

„Bei uns klappte alles und bei denen nichts“, kommentierte Bültmann die Anfangsphase und wusste: „So wird das nicht weitergehen.“ Doch es passte zur „tollen Mannschaftsleistung“ seines Teams, dass es auch in der einzigen kritischen Phase des Spiels die Nerven behielt. „Da haben wir ruhig weiter gespielt“, lobte Bültmann, dass seine Spieler bei 23:22 trotz der nun hitzigen Pokal-Atmosphäre in der Halle abgeklärt weiter spielten.

Springes Spielertrainer Sven Lakenmacher sah sich indes schon nach neun Minuten beim Stand von 1:5 gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Kurz darauf wechselte sich der Ex-Nationalspieler selbst ein und war am Ende mit elf Toren bester Werfer seines Teams. Dieser Ausbeute stand der treffsicherste Nordhorner Werfer nicht nach: Pavel Mickal krönte mit elf Treffern eine sehr gute Vorstellung.

„Wir waren nicht acht Tore schlechter“, sagte Lakenmacher, dessen Team bei der Aufholjagd zu viel Kraft gelassen hatte und sich in der Schlussphase in die Niederlage fügte. Die HSG hatte von Beginn an keinen Zweifel daran gelassen, dass sie die Aufgabe beim klassentieferen Gegner ernst nahm, der mit GWD Minden bereits den Tabellenführer der 2. Liga Nord aus dem Wettbewerb geworfen hatte und feierte gemeinsam mit 30 mitgeresiten Fans einen absolut verdienten Sieg. Fürs Achtelfinale, das am Sonntag ausgelost wird, wünscht sich Bültmann entweder ein Heimspiel gegen einen der Top-Klubs aus Kiel, Flensburg oder Hamburg. Oder: „Auch mit einem Heimspiel gegen Dessau könnte ich leben“, sagte er augenzwinkernd. Der Liga-Rivale ließ mit einem Sieg gegen Erstlgist HSG Ahlen-Hamm aufhorchen.

von Frank Hartlef