Freitag, 01.10.2010

Im fünften Spiel der erste Punkt


Füchse Berlin II sind in der 2. Liga angekommen – Sonntag zu Gast im Euregium

Dreh- und Angelpunkt ist der aus Magdeburg zu den „Jungfüchsen“ gestoßene Fabian Böhm. Als Zweitvertretung steht der Abstieg der Berliner, die Sonntag (17 Uhr) bei der HSG Nordhorn-Lingen antreten, nach der Saison bereits fest.

Fünf Spiele hat es gedauert, ehe den Füchsen Berlin II in der 2. Handball-Bundesliga der erste Punktgewinn gelang. Dabei war das 31:31-Unentschieden gegen den VfL Edewecht am Mittwoch eher ein Punktverlust: Zur Pause führten die Berliner mit drei Toren Vorsprung (17:14), und noch bis 69 Sekunden vor Schluss lag die Truppe von Füchse-Trainer Alexander Haase mit zwei Toren vorne. Ein Tor von Maris Versakovs und des Ex-Nordhorners Jörn Wolterink in der Schlusssekunde besiegelten das Remis.

Das Gastspiel bei der HSG Nordhorn-Lingen am kommenden Sonntag (17 Uhr, Euregium) ist für die „Jungfüchse“ das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen. Bereits am vergangenen Sonntag schnupperten die Berliner am ersten Zähler: Beim starken HC Empor Rostock gab es nur eine knappe 29:30-Niederlage.

Der aus Magdeburg zur Berliner Bundesliga-Reserve gestoßene Fabian Böhm ist im Angriff derzeit der Dreh- und Angelpunkt. Mit 40 Treffern liegt der Rückraum-Shooter in der Torjägerliste der 2. Liga auf Rang fünf. In allen vier bisherigen Matches war Böhm bester Werfer seines Teams, und gegen Wilhelmshaven und Rostock schlug er sogar jeweils zehn Mal zu. Zehn seiner 40 Tore erzielte er von der Siebenmetermarke; vier Mal leistete er sich den Luxus, einen Siebenmeter zu verwerfen.%break%

Auch der zweite echte Zugang, Rico Litzinger, der vom französischen Erstligisten OC Cesson nach Berlin wechselte, schlug sofort ein. Der Halbrechte erzielte 17 Treffer und zählte in jedem Match zu den Torschützen. An Böhms Torquote von acht Treffern pro Spiel kommt allerdings nur der aus der eigenen Jugend entsprungene Colja Löffler heran: Der Kreisläufer gehört auch zum Kader der Bundesliga-Truppe und kam in der Reserve erst in den letzten beiden Partien zum Einsatz, erzielte dabei aber insgesamt 14 Treffer.

Doch für Löffler und die anderen „Jungfüchse“ hat der rasante Aufstieg bald ein Ende: Nach dem sensationellen Durchmarsch von der Oberliga bis in die 2. Liga binnen zwei Jahren folgt im Sommer der Zwangsabstieg in die dritte Liga, da Zweitvertretungen in der dann eingleisigen 2. Liga keine Starberechtigung haben.