HSG steigert sich und siegt verdient

01.08.2011

Handball-Zweitligist bezwingt HSG Varel nach starker zweiter Halbzeit mit 36:25

Die Nordhorner legten vor allem in der Abwehr zu. Der zweite Durchgang ging mit 17:9 an die Mannschaft von HSG-Coach Heiner Bültmann, die vor offiziell 950 Zuschauern mit ihrem zweiten Saisonsieg zwei ganz wichtige Punkte einfuhr.

Die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen haben ihr Heimspiel am Sonnabend gegen die HSG Varel mit 36:25 (19:16) gewonnen. Das Team von Trainer Heiner Bültmann sicherte den zweiten Saisonsieg mit einer starken zweiten Spielhälfte, die die Gastgeber mit 17:9 für sich entschieden. Bültmann freute sich über ein „tolles Spiel“ und lobte sein Team für eine gute Offensivleistung. „Im Angriff haben wir 60 Minuten Druck gemacht und ab der 25. Minute haben wir dann auch ordentlich Abwehr gespielt“, sagte der HSG-Trainer.

So bogen die Gastgeber bereits in der Endphase der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße ein: Nach einer Auszeit und einem Wechsel bei den Torhütern von Björn Buhrmester zu Dennis Bartels verwandelten sie einen 15:15-Gleichstand in die 19:16-Pausenführung. Dass sein Team im ersten Durchgang beinahe 20 Gegentore hinnehmen musste, schmeckte Varels Trainer Peter Kalafut überhaupt nicht. „19 Gegentore in der ersten Hälfte waren zu viel“, sagte der Trainer und sprach von einer katastrophalen ersten Halbzeit seiner Mannschaft.

Die Nordhorner setzten sich im zweiten Durchgang kontinuierlich ab, wobei ihnen sicher auch die Rote Karte für Gästespieler Lukas Kalafut (39.) nach einem Foul an Nils Meyer in die Karten spielte. „Damit war die Partie entschieden“, meinte Varels Coach Kalafut. Heiner Bültmann stimmte seinem Trainerkollege da nur bedingt zu. „Wir haben uns auch schon vor dem Platzverweis abgesetzt“, sagte der HSG-Coach, räumte aber gleichzeitig ein: „Natürlich fehlt Varel damit Qualität.“%break%

Die Nordhorner hielten das Tempo und die Intensität in der Abwehr im zweiten Durchgang hoch. Trotzdem konnten die Gäste mit einem kleinen Zwischenspurt von 20:28 (43.) auf 24:28 (46.) verkürzen. Bültmann zückte die grüne Karte und forderte sein Team in einer Auszeit dazu auf, im Angriff wieder in die Tiefe zu gehen und mehr Druck auszuüben. Mit Erfolg: Drei Treffer in Folge bescherten den Nordhornern, bei denen Rechtsaußen Bobby Schagen mit neun Treffern der beste Torschütze war, eine 31:24-Führung.

„Nordhorn hat 60 Minuten hohes Tempo gespielt und alle Fehler ausgenutzt“, analysierte Gäste-Trainer Peter Kalafut nach der Partie. Seine Mannschaft blieb ab der 53. Minute und dem 25:31-Zwischenstand ohne weitere Treffer. Mit der stetig wachsenden Führung im Rücken gab Heiner Bültmann seinen Youngsters Einsatzzeiten, beorderte Florian Lammering, Matthias Poll und Luca de Boer auf die Spielfläche. Alexander Terwolbeck und Dennis Bartels waren schon deutlich früher und länger zum Zug gekommen. Bartels verzeichnete im zweiten Durchgang einige Paraden, wobei er von seinen Vorderleuten aber auch besser unterstützt wurde als Kollege Buhrmester zu Beginn der Partie. „Dennis Bartels ist eine Alternative, das hat er heute wieder gezeigt“, lobte Bültmann seinen Keeper und sprach auch Nils Meyer an, der gerade zum Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Spielhälfte wichtige Tore erzielte. Entscheidenden Anteil am Sieg hatte aber auch Kreisläufer Toon Leenders. Der Niederländer erzielte seine sieben Tore allesamt nach der Pause.

HSG-Trainer Heiner Bültmann konnte nach dem zweiten Saisonsieg so zu einem zufriedenen Fazit kommen. „Mir hat es richtig Spaß gemacht und ich hatte das Gefühl, dass es auch den Zuschauern richtig Spaß gemacht hat.

von Martin Lüken