HSG sichert vierten Platz

01.08.2011

Nordhorner Zweitliga-Handballer siegen 31:24 in Bernburg

Die junge Garde der HSG Nordhorn-Lingen erhielt im letzten Auswärtsspiel der Saison reichlich Einsatzzeit. Trainer Heiner Bültmann freute sich über eine geschlossene Teamleistung.

Die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen haben am Sonnabend das Auswärtsspiel beim SV Anhalt Bernburg mit 31:24 (16:15) gewonnen und damit den vierten Tabellenplatz gesichert. Die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann ließ nach kurzen Anfangsschwierigkeiten und einem 0:3-Rückstand (3.) niemals Zweifel daran aufkommen, dass sie gewillt war, das letzte Auswärtsspiel der Saison zu gewinnen. „Wir haben das Spiel ab der 20. Minute gut in den Griff bekommen“, sagte HSG-Coach Bültmann und attestierte seiner Mannschaft eine „geschlossene Teamsleistung“. Darüber hinaus verbuchte der Coach als Erfolg, dass die junge Garde der HSG reichlich Einsatzzeit sammeln konnte und Rechtsaußen Hannes Hombrink sogar seinen ersten Zweitliga-Treffer erzielte. „Es ist schön, dass sie selbstbewusst und mutig zu Werke gehen“, freute sich Bültmann über das Auftreten seiner Youngster.

Die kampfstarken Bernburger kamen zu Beginn mehrfach über die Kreisposition und Routinier Uwe Mäuer zu Torerfolgen. Dies konnten die Nordhorner mit zunehmender Spielzeit immer besser unterbinden, womit sie auch die Partie im Griff hatten. Nach dem Rückstand zum Auftakt ließen sie fünf Minuten keinen Treffer der Gastgeber zu und erspielten sich mit fünf Toren in folge eine 5:3-Führung (7.).%break%

So richtig absetzen konnten sich die Grafschafter allerdings erst in der Schlussphase der Partie. Vor der Pause kamen die Bernburger noch zwei Mal zum Ausgleich (12:12/24. und 13:13/25.) und sie ließen die HSG auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht entscheidend enteilen. Nachdem Risto Lepp den Abstand in der 44. Minute noch einmal auf drei Treffer verkürzt hatte (21:24), zogen die Gäste allerdings davon. „Ab der 45. Minute war das Thema durch“, blickte Bültmann nach der Partie zurück. Der Nordhorner Trainer verzichtete ab der 40. Minute auf Kreisläufer Einar Ingi Hrafnsson – eine Vorsichtsmaßnahme, da der Isländer im Abschlusstraining umgeknickt war und sich das lädierte Gelenk etwas instabil anfühlte.

Die Nordhorner nutzten clever die Lücken, die sich ergaben, als die Gastgeber Maik Machulla, der mit zehn Toren bester Werfer der HSG war, in Manndeckung nahmen. „Das hat Alex Terwolbeck gut genutzt“, sagte Bültmann. Er ließ den Youngster 20 Minuten die Fäden im HSG-Spiel ziehen. Und weil seine Mannschaft immer besser auf Touren kam, konnte der Nordhorner Trainer im zweiten Durchgang sogar auf eine Auszeit verzichten.

Mit dem Erreichen von Rang vier bewegt sich die HSG im oberen Level des ausgegebenen Ziels, die erste Zweitliga-Saison nach dem Bundesliga-Abstieg im Bereich der Plätze vier bis acht zu beenden. „Dass wir das trotz des Ausfalls von Nicky Verjans geschafft haben, ist eine super Leistung“, sagte Bültmann. Seine Mannschaft beendet die Zweitliga-Spielzeit am Pfingstsonnabend mit einem letzten Highlight, dem Heimderby gegen Vizemeister TV Emsdetten.

von Martin Lüken