Dienstag, 24.08.2010

HSG peilt in Ahlen Runde drei an


DHB-Pokal: Drittligisten schlagen und dann auf attraktiven Bundesligisten hoffen

Die Ahlener SG ist die Reserve von Bundesliga-Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm. Prominentester Akteur ist der ehemalige Erstliga-Torhüter Torsten Friedrich.

Aus dem Heimspiel gegen einen attraktiven Bundesligisten wurde nichts: In der 2. Runde des DHB-Pokals muss die HSG Nordhorn-Lingen bei der Ahlener SG antreten. Das ergab gestern die Auslosung in der Zentrale der Handball-Bundesliga in Dortmund. „Das gibt uns die Chance, eine Runde weiter zu kommen“, blickt HSG-Trainer Heiner Bültmann der Partie am 22. September beim Drittligisten zuversichtlich entgegen, „und dann auf ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten zu hoffen.“

Die Ahlener SG ist die Reserve des Bundesliga-Aufsteigers HSG Ahlen-Hamm. Die Westdeutschen haben in der ersten Runde die zweite Mannschaft des THW Kiel, die ebenfalls in der 3. Liga spielt, mit 26:23 besiegt. Trainiert werden die Ahlener vom ehemaligen niederländischen Nationalspieler Rob de Pijper. Prominentester Akteur ist Torhüter Torsten Friedrich, der sich in den Bundesligaspielen mit Nettelstedt, Solingen, Essen oder Magdeburg gegen die HSG meist von seiner besten Seite präsentierte. Aus dem letztjährigen Zweitliga-Kader von Nord-Meister ASV Hamm ist außerdem auch Rückraumspieler Dainius Skarbalius dabei, der beim Sieg gegen den THW II drei Treffer erzielte. Erfolgreichster ASG-Werfer in Kiel war Rückraum-Kollege Jürgen Weber mit sieben Treffern.%break%

Einige Zweitliga-Rivalen der HSG, die in der ersten mit dem SV Beckdorf (25:21) bereits einen Drittligisten aus dem Weg geräumt hat, hatten bei der Auslosung mehr Glück: Der Wilhelmshavener HV freut sich auf das Gastspiel des TBV Lemgo in der Nordfrost-Arena. Eintracht Hildesheim hofft auf eine Überraschung gegen die SG Flensburg-Handewitt. Und der TuSEM Essen, der kampflos eine Runde weiter kam, weil der TSV Altenholz im Stau stecken blieb, schwelgt gegen den SC Magdeburg in Erinnerungen an glorreichere Handballzeiten. Das große Los zog der VfL Fredenbeck: Der Drittligist erwartet den deutschen Meister und Champions-League-Sieger THW Kiel. Das Freilos ging an den TuS N-Lübbecke.

von Frank Hartlef