Mittwoch, 05.10.2016

HSG Nordhorn-Lingen verpasst Auswärtspunkt äußerst knapp

24:23 (13:13) Niederlage bei starker HSG Konstanz


Ohne Punkte im Gepäck musste sich die HSG Nordhorn-Lingen am späten Samstagabend auf den 700 km langen Heimweg machen, nachdem es lange Zeit nach einem Punktgewinn ausgesehen hatte.

Für die HSG Nordhorn-Lingen, die ohne Lutz Heiny (Kreuzbandriss) und Frank Schumann (mehrere Frakturen im Gesicht) beim Aufsteiger HSG Konstanz antreten musste, wurde es die erwartet schwere Aufgabe, die Ausfälle über die Spielzeit zu kompensieren. Die Gastgeber vom Bodensee starteten furios in die Partie und lagen nach 4 Minuten bereits 3:0 in Front, bevor Lasse Seidel 6/3 Tore), einem der Besten auf Seiten der HSG Nordhorn-Lingen, der erste Treffer für sein Team gelang. Im weiteren Verlauf von Hälfte eins kamen die Angreifer des 2-Städte-Teams zunehmend besser ins Spiel und fanden die Lücken im Abwehrverband der HSG Konstanz. So konnten Sie in der 17. Minute zum ersten Mal ausgleichen (7:7) und die Partie fortan auf Augenhöhe gestalten. Allerdings fand die HSG Konstanz zu oft Lücken in der Abwehr der Nordhorn-Lingener und nutzte diese zu teils einfachen Toren. Bis zur Halbzeit konnte sich kein Team absetzen und beim Stand von 13:13 wurden die Seiten gewechselt.

24:23
2. Handball-Bundesliga   |   6.Spieltag
Kaleun, Buhrmester (13 P.), Verjans, Mickal (1), Miedema (4), Fraatz, Rooba, Terwolbeck (2), de Boer (1), Wiese (7), Madsen (2), Seidel (6/3)

Nach dem Wechsel erwischte die HSG Nordhorn-Lingen den besseren Start und lag nach einem Treffer von Jens Wiese (7) in der 35. Minute beim 14:17 mit 3 Treffern vorn. Danach hatte das 2-Städte-Team mehrfach die Chance den Vorsprung auszubauen, doch genau jetzt schlichen sich ein paar Fehler in das Angriffsspiel. Kurze Zeit später hatte die HSG Konstanz wieder ausgeglichen (17:17; 39. Min.). Es blieb ein enges Spiel in dem die HSG Nordhorn-Lingen zwar mehrfach in Führung gehen konnte, aber die HSG Konstanz ließ sich nicht abschütteln. 20:22 hieß es in der 52. Minute und man konnte die Spannung in der Schänzle-Halle, die erst jetzt zur Hölle wurde, förmlich greifen. Noch 3 Minuten Spielzeit standen auf der Hallenuhr als Jens Wiese nach einer Führung der Gastgeber zum 23:23 ausgleichen konnte. Per 7m, ging die HSG Konstanz mit 24:23 in Führung. 24 Sekunden blieben der HSG Nordhorn-Lingen nach einer Auszeit noch um ihren gefährlichsten Rückraumakteur Jens Wiese in Wurfposition zu bringen, doch dieser konnte den letzten Wurf nicht mehr im Gehäuse der Konstanzer unterbringen. Ein Unentschieden wäre nach dem Spielverlauf sicher ein gerechtes Ergebnis gewesen, doch es sollte an diesem Abend nicht sein. Entsprechend groß war dann auch die Enttäuschung auf Seiten der HSG Nordhorn-Lingen, die deutlich in den Gesichtern abzulesen war.