Foto: VfL Bad Schwartau
Dienstag, 25.10.2016

HSG Nordhorn-Lingen kehrt mit einer 28:22 Niederlage aus dem Norden zurück

HSG Rückraum ohne Durchschlagskraft gegen den VfL Bad Schwartau


Über die gesamte Spielzeit gesehen gab es am Freitagabend für die HSG Nordhorn-Lingen nichts zu gewinnen in der „Hansehölle“ Lübeck und so konnten die rund 1800 Zuschauer, darunter eine Hand voll HSG Fans, ihr Team zu Recht feiern, während die HSG enttäuscht den Heimweg antreten musste.

Dabei war das 2-Städte-Team an diesem Freitagabend recht gut in die Partie gekommen, zeigte sich in der Abwehr hellwach und bis zum 5:4 in der 12. Minute konnte sich kein Team einen größeren Vorsprung erarbeiten. Eine Zeitstrafe gegen Asbjorn Madsen, die der VfL Bad Schwartau konsequent nutze, brachte die HSG binnen weniger Minuten mit 4 Toren in Rückstand (8:4; 16. Min.). Trainer Heiner Bültmann versuchte mit einer Auszeit den Spielfluss des VfL zu unterbrechen und von seinem Team eine konsequentere Abschlussquote einzufordern. Bis zur Halbzeit konnte man zwar den Abstand halten, aber um richtig in Schlagdistanz zu kommen reichte es nicht. Dennis Klockmann im Tor der Marmeladenstädter zeigte eine gute Leistung, aber die Chancenverwertung und Wurfwahl, gerade aus dem Rückraum der HSG Nordhorn-Lingen, waren einfach zu schwach, um diesen vor größere Probleme zu stellen. So wurden mit einem 13:10 die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff blieb es bei dem Bild aus der ersten Hälfte. Die HSG Nordhorn-Lingen scheiterte an Dennis Klockmann und der VfL vergrößerte den Vorsprung auf 5 Tore. Es gelang der HSG Nordhorn-Lingen einfach nicht, sich zurück ins Spiel zu bringen. Patrick Miedema (4 Tore) konnte sich zwar mehrfach eins gegen eins durchsetzen und den Ball im gegnerischen Tor unterbringen und auch Lasse Seidel, mit 9 Toren, darunter 6/6 Siebenmeter, erfolgreichster HSG Schütze, versuchte dem Spiel vergebens eine Wende zu geben, denn weiterhin verfehlte der Rückraum zu oft sein Ziel. Beim 21:18 in der48. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf Seiten des 2-Städte-Teams auf, das nun versuchte dem Spiel mit dem 7. Feldspieler noch eine Wende zu geben. Das wurde jedoch vom VfL Schwartau eiskalt ausgenutzt, als Dennis Klockmann den Ball zum 23:18 in der 50. Minute im leeren HSG Tor unterbringen konnte. In den letzten Minuten setzte die HSG Nordhorn-Lingen alles auf eine Karte um vielleicht noch einen Punkt mitnehmen zu können, doch anstatt zu verkürzen traf der VfL Bad Schwartau und das Spiel, in dem Lasse Seidel den Schlusspunkt zum 28:22 setzte, war verloren.

HSG Nordhorn-Lingen

Kaleun (2 P.), Buhrmester (10 P.); Verjans (2), Mickal, Miedema (4), Fraatz (1), Poll, Rooba, Terwolbeck (2), de Boer (2), Wiese (2), Madsen, Seidel (9)