HSG nimmt Favoritenrolle im Pokal an

01.08.2011

Zweitligist spielt heute in Ahlen

Beim Drittligisten HSG Ahlen-Hamm II wollen die Nordhorner Handballer in die dritte Runde des DHB-Pokals einziehen. Trainer Bültmann erwartet ein „gefühltes Zweitligaspiel“.

Nach dem Zusammenschluss der beiden langjährigen Handball-Zweitligisten Ahlener SG und ASV Hamm im Sommer spielt die Reserve dieser westfälischen Handball-Spielgemeinschaft in der 3. Liga. Sie firmiert dort unter dem Namen „HSG Ahlen-Hamm Youngsters“ – ein Etikett, bei dem Heiner Bültmann ein bisschen schmunzeln muss. „Wenn das Team ,Youngsters’ heißt, dann müssten wir eigentlich die ,Ultra-Youngsters’ sein“, sagt der Trainer der HSG Nordhorn-Lingen mit Blick auf seine vielen jungen Spieler. Der Zweitligist kämpft heute (19.30 Uhr) in Ahlen um den Einzug in die dritte Runde des DHB-Pokals.

Bei den Gastgebern stehen gleich mehrere erst- und zweitligaerfahrene Handballer im Kader. Und bei Spielern wie Torsten Friedrich (39 Jahre), Jürgen Weber (35), Dainius Skarbalius (34) oder Dirk Hartmann (27) kann man nicht mehr von Talenten sprechen. „Es ist eher so, dass die HSG-Reserve eine gute Mischung im Team hat – genauso wie wir“, weiß Bültmann. Und angesichts der großen Routine der ersten Sieben sagt der Nordhorner: „Es ist gefühlt eher ein Zweitliga-Duell.“

Dennoch lässt er keinen Zweifel aufkommen, wer der Favorit in diesem Pokalspiel ist. „Wir sind der Zweitligist, Ahlen der Drittligist. Wir wollen in die nächste Runde einziehen“, sagt Bültmann. Und dann bei der Auslosung am nächsten Sonntag auf ein Heimspiel gegen einen Erstliga-Topclub hoffen.%break%

Wenn die HSG-Handballer morgen um 16 Uhr in den Bus nach Ahlen steigen, ist das Punktspiel gegen den SC Magdeburg II gerade einmal 45 Stunden vorbei. „Die Belastung ist natürlich groß“, sagt Bültmann, „aber kein Problem: Meine Spieler sind fit.“ In der Vorbereitung kam es öfter vor, dass die Nordhorner zwei Spiele innerhalb von kurzer Zeit absolviert haben. Und gestern hat der Coach nur einmal zum Training gebeten und sich eher auf taktische Dinge konzentriert.

Dabei wird Bültmann die hohe Zahl technischer Fehler in Magdeburg angesprochen haben. „Das war der Knackpunkt und hat zur Niederlage geführt“, sagte er. Während Torwart Björn Buhrmester und die Abwehr ihre gewohnte Leistung ablieferten, führten viele leichte Ballverluste vor allem im zweiten Durchgang dazu, dass die HSG oft gar nicht erst ins Positionsspiel kam. „Das müssen wir künftig besser machen“, fordert Bültmann. Dass die Partie in Ahlen so früh kommt, passt ihm eigentlich ganz gut: „Da können wir gleich zeigen, dass wir es besser können.“ Kapitän Stephan Wilmsen ist angeschlagen; er plagt sich seit dem Wochenende schon mit einem Infekt.

von Holger Wilkens