HSG ist nur zehn Minuten unachtsam

01.08.2011

Nordhorn zeigt gegen Ahlen-Hamm trotz 20:23-Niederlage eine starke Leistung

Für die Handballer der HSG Nordhorn kann die Saison beginnen: Zum Abschluss der Vorbereitung verlor der Zweitligist gestern Abend ein Testspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm zwar mit 20:23 (11:9), zeigte über weite Strecken aber eine richtig gute Leistung. Vor 700 Zuschauern in Unna verhinderte nur eine zehnminütige Schwächephase direkt nach der Pause einen durchaus möglichen Sieg.

Vor allem die Vorstellung in der Abwehr gefiel Nordhorns Trainer Heiner Bültmann. „Wir haben hinten sehr gut gestanden, und Torwart Buhrmester hatte einige Paraden“, lobte der Coach. Neun Gegentore in Durchgang eins dokumentierten die starke Defensivleistung. Erst verteidigte die HSG in einer 6:0-Formation, nach 20 Minuten deckte Alex Terwolbeck vorgezogen. „Beides hat gut funktioniert“, freute sich der Trainer. Dass sich die Nordhorner nur eine Zwei-Tore-Führung erarbeiteten, lag an der mangelnden Chancenverwertung. Bültmann kritisierte einige „freie Verworfene vor allem in der ersten Halbzeit“.

Nach der Pause startete die HSG Ahlen-Hamm, bei der Maik Machulla (Bauchmuskelzerrung) fehlte, furios: Nordhorn verlor die ersten zehn Minuten mit 1:6 – und lag plötzlich zurück. Dass sein Team sich aber noch einmal auf 18:19 (50.) herankämpfte, war für Bültmann ein weiterer positiver Aspekt des gestrigen Abends.

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (bis 45.), Bartels (ab 45.); Struck (3), Wilmsen (3), Lammering, Hrafsson (3/1), Leenders (4), Mickal (1), Hombrink, Meyer (2), Schagen (4/3), Poll, Terwolbeck, de Boer.

von Holger Wilkens