HSG fühlt sich vor allem Zuhause wohl

01.08.2011

Jetzt wollen die Zweitliga-Handballer aber auch auswärts die ersten Punkte

„Jäger und Sammler“ steht auf den Aufwärmshirts der Füchse Berlin II, angelehnt an den ungewöhnlichen Vereinsnamen des Hauptstadt-Klubs.

In der zweiten Halbzeit des Spiels am Sonntag in Nordhorn jagten die Berliner nach der Pause einem hohen 11:19-Rückstand hinterher, die Punkte aber sammelten die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen ein. Der 40:35-Heimsieg brachte die Zähler sechs und sieben in der laufenden Saison – und alle Punkte holten die Nordhorner im Euregium. „Drei Siege und ein Unentschieden gegen Minden, bei dem wir sogar ganz kurz vor einem Sieg standen – mit unseren Heimauftritten bin ich natürlich zufrieden“, sagte Trainer Heiner Bültmann nach dem Berlin-Spiel.

Auswärts allerdings hatte sein Team noch nichts zu feiern: Zwei Niederlagen in zwei Spielen stehen zu Buche. Hat die HSG etwa eine Auswärtsschwäche? Nein, sagt Coach Bültmann. „Nach zwei Spielen ist es ein bisschen früh, um eine Bilanz zu ziehen“, sagt er. Zumal die Nordhorner am zweiten Spieltag gleich bei der starken Mannschaft von Eintracht Hildesheim antreten mussten (und nur knapp verloren). „Und dass es in Magdeburg sehr schwer ist zu gewinnen, hat die hohe Niederlage der Hildesheimer gezeigt“, betont Bültmann.%break%

Überhaupt: „Es ist in der 2. Liga für keine Mannschaft einfach, auswärts zwei Punkte zu holen“, weiß der HSG-Trainer. Die Statistik gibt ihm recht, denn in der Nord-Staffel des Bundesliga-Unterbaus haben in 48 Punktspielen erst 13 Mal die Gäste gewonnen. In der 1. Liga zum Beispiel gab’s in 48 Spielen schon 22 Auswärtssiege, in der 2. Liga Süd immerhin 19 (in 60 Spielen).

Am kommenden Sonntag treten die HSG-Handballer beim Dessau-Roßlauer HV an, der seine beiden Heimspiele bislang gewann. Vor zehn Monaten gastierten die Nordhorner zum letzten Mal in der Anhalt-Arena – und fuhren beim 30:29 einen ihrer neun Auswärtssiege in der Saison 2009/10 ein. Sie wissen also eigentlich ganz genau, wie es geht.

von Holger Wilkens