Foto: Melanie Bültmann
Donnerstag, 17.11.2016

HSG besiegt TUSEM Essen 29:24 (13:11) und bleibt in der Erfolgsspur

Den „Flow“ genutzt und im 2. Teil der englischen Woche den 5. Sieg in 6 Spielen eingefahren


Manchmal kommt es anders als man denkt oder plant. So erging es HSG Trainer Heiner Bültmann, als er am Mittwochmorgen gleich zwei Absagen aus seinem Kader erhielt. Jürgen Rooba musste mit einer Einblutung in der Wade passen und Kapitän Nicky Verjans meldete sich mit einem Magen-Darm-Infekt ab. Da waren es mit Lutz Heiny schon 3 Ausfälle, die es zu kompensieren galt, noch dazu mit dem tempogeladenen Spiel vom Samstag in Wilhelmshaven in den Beinen.

So verwunderte es zunächst nicht, dass sich die HSG Nordhorn-Lingen vor 1417 Zuschauern im Euregium zunächst etwas schwer tat ins Spiel zu kommen. Es blieb dem TUSEM vorbehalten, die ersten Tore zu werfen und in Führung zu gehen. Bis zur 7. Minute sollte es dauern, bis für das 2-Städte-Team das erste Tor durch Jens Wiese (5 Tore) notiert werden konnte (1:2). Die Abwehr der HSG Nordhorn-Lingen zwang die Ruhrpottler oftmals zu langen Angriffen und dann war da noch Björn Buhrmester, der ihnen an diesem Tag den Zahn ziehen sollte. Drei parierte Siebenmeter und einige gehaltene freie Bälle im Spielverlauf nährten nicht gerade das Selbstbewusstsein der Essener. Und weil Alex Terwolbeck (6 Tore) und Patrick Miedema (5 Tore) an die starke Vorstellung gegen den WHV anknüpfen konnten, war in der 11. Minute der Ausgleich (3:3) geschafft und nach ausgeglichenem Spielverlauf in den nächsten Minuten, war die erste HSG Führung in der 22. Minute zum 8:7 fällig. Von nun an bestimmte die HSG Nordhorn-Lingen mehr und mehr das Spiel, bereitete die Angriffe in Ruhe und konzentriert vor. Alex Terwolbeck konnte durch überraschende Einzelaktionen, schöne Anspiele an den Kreis zu Luca de Boer (6 Tore) und gute Übersicht überzeugen und das 2- Städte-Team zu einem 13:11 Halbzeitstand führen.

29:24
2. Handball-Bundesliga   |   12.Spieltag
Kaleun (n.e.), Buhrmester (15/3 Paraden); Schumann, Mickal (3/1), Miedema (5), Fraatz, Poll, Terwolbeck (6), de Boer (5), Bergmann (n.e.), Wiese (5), Madsen (2), Seidel (3/3)

Nach dem Wechsel setzte die HSG nach, die Essener fanden weiterhin in Buhrmester ihren Meister und nach nur 5 Minuten in Hälfte zwei war der Vorsprung auf 17:12 angewachsen. Der Essener Coach Stephan Krebietke versuchte nach einer Auszeit mit einer offensiveren Abwehr das 2-Städte-Team noch einmal aus dem Konzept zu bringen. Der Erfolg sollte sich aber nicht einstellen, denn auch hier hatte die HSG Nordhorn-Lingen die besseren Antworten. Auf 23:17 konnten sie den Vorsprung nach 49 Minuten ausbauen. Noch wollte sich das Team aus dem Kohlenpott allerdings nicht geschlagen geben und kam mit einer Energieleistung bis auf 3 Tore heran (23:20; 52. Min.). Mehr ließ die HSG Nordhorn-Lingen aber an diesem Tag nicht zu, behielt die Übersicht und konnte den Vorsprung bis zum Endstand von 29:24 wieder ausbauen.

Mit 14:10 Punkten rückt die HSG Nordhorn-Lingen in der Tabelle auf Platz 8 vor und hält Anschluss im oberen Tabellendrittel. Nach diesem deutlichen Sieg gegen TUSEM Essen will man nun den „Flow“ auch beim 3. Teil der englischen Woche im Auswärtsspiel gegen den HC Empor Rostock in der OSPA Arena am kommenden Sonntag um 16.30 Uhr nutzen.