Foto: ThSV Eisenach
Samstag, 10.02.2018

HSG-Auftakt 2018 gegen den ThSV Eisenach am Sonntag um 17.00 Uhr in der EmslandArena

Der Gegner aus Thüringer steckt mitten im Abstiegskampf


Am Sonntag geht es für die HSG Nordhorn-Lingen endlich wieder los im Punktspielbetrieb. Gegner wird der ThSV Eisenach sein, der ab 17.00 Uhr das 2-Städte-Team in der EmslandArena in Lingen fordern wird.

Die Eisenacher stecken wider Erwarten im Abstiegskampf, denn das zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel mindestens Tabellensechster werden zu wollen, ist in wohl unerreichbare Ferne gerückt. Statt sich nach oben orientieren zu können, steht man zu Beginn des Jahres 2018 mit dem Rücken zur Wand auf dem 18. Platz. Eine Situation, die schon Anfang Dezember letzten Jahres zu einem Wechsel auf der Trainerposition führte. Arne Kühr übernahm das Amt von Christoph Jauernik. Die Bilanz des bisherigen Co-Trainers in 2017 war dann auch mit 4:2 Punkten ohne Niederlage positiv. Die Rückkehr von Kreisläufer Nicolai Hansen aus dem „Handballruhestand“ und von Ibai Meoki nach längerer Verletzungspause sollen der Mannschaft mehr Stabilität und Flexibilität für die kommenden Aufgaben verleihen. Bis auf Justin Mürköster, der bis zum Saisonende mit Kreuzbandriss ausfällt, stand Arne Kühr in der Vorbereitung auf die 2. Saisonhälfte der gesamte Kader zu Verfügung. Weitere Veränderungen im Verein gab es durch einen neugewählten Vorstand und durch die Erweiterung des Trainerteams durch den Zwillingsbruder vom Trainer. Nils Kühr übernimmt das Amt als Co-Trainer und Marko Rösicke, ein ehemaliger Auswahltorhüter, wird Torwarttrainer. Zudem hat Athletiktrainer Alexander Nöthe beim Kraft- und Ausdauertraining das Sagen. Maßnahmen, die helfen sollen den Klassenerhalt als neue Zielsetzung umzusetzen. In der Vorbereitung gab es allerdings zum Schluss mit einer deutlichen 22:38 Testspielniederlage beim HC Erlangen einen Rückschlag für die Thüringer.

Im Gegensatz zum Coach des ThSV konnte HSG Trainer Heiner Bültmann in der Vorbereitung nur mit einem stark dezimierten Kader arbeiten. Auskurieren und Regeneration nach Verletzungen (Alex Terwolbeck, Patrick Miedema, Jens Wiese), Regeneration nach Operation (Pavel Mickal) und Schonung der Schulter (Luca de Boer) bestimmten die letzten Wochen. Zudem musste Toon Leenders mit der niederländischen Nationalmannschaft 4 Spiele bestreiten und mit einer Rückkehr des seit Saisonbeginn verletzten Frank Schumann ist auch noch nicht zu rechnen. Coach Heiner Bültmann bezeichnete die Vorbereitung somit als „eher subopitimal“. So beschränkten sich die Trainingssitzungen mit den verbleibenden Akteuren zumeist auf Athletik, Theorie und individuelle Einheiten. Umso überraschender kam dann die äußerst knappe 29:30 Niederlage im Testspiel gegen den Erstligisten TuS N.Lübbecke, wo die HSG in Bezug auf Beweglichkeit und Schnelligkeit durchaus Vorteile hatte, obwohl nur 7 angestammte Feldspieler auflaufen konnten. Einen Lichtblick gab es dann im letzten Spiel der Vorbereitung beim TV Emsdetten, denn mit Patrick Miedema, Alex Terwolbeck, Jens Wiese und Luca de Boer kehrten 4 Spieler zurück auf die Platte und sorgten mit einem 32:35 Sieg für durchweg positive Eindrücke. Dass es im Abwehrbereich noch Abstimmungsprobleme gab, ist verständlich. Wichtiger war da die Rückkehr der Verletzten. Auch bezüglich der zukünftigen Planungen und Zielsetzungen gab es positive Nachrichten. Mit Pavel Mickal und Luca de Boer verlängerten zwei weitere Spieler bis 2020 und mit Linkshänder Julian Possehl (ASV Hamm-Westfalen) und Rückraumspieler Georg Pöhle (TV Emsdetten) werden die Kaderplanungen vorangetrieben.

Am Sonntag muss sich nun im Punktspielbetrieb zeigen, wo man steht. Messen lassen muss man sich am Saisonauftakt von 10:0 Punkten, der unter anderem mit dem Sieg in Eisenach zustande kam. Auch will man die zweitbeste Heimserie der Liga mit 15:3 Punkten ausbauen. Setzen kann die HSG Nordhorn-Lingen schon jetzt wieder auf die zahlreiche Unterstützung der Zuschauer, denn es sind nur noch wenige Sitzplätze in der EmslandArena für das Spiel am Sonntag um 17 Uhr verfügbar. Wer also den Auftakt 2018 nicht verpassen will, kann noch Tickets in allen Vorverkaufsstellen, Online, in der Geschäftsstelle und an der Abendkasse (+2€) ordern.