Samstag, 02.10.2010

Frisch und ausgeruht auf die Fuchs-Jagd


Reserve des Berliner Bundesligisten ist morgen zu Gast bei der HSG Nordhorn-Lingen

HSG-Trainer Heiner Bültmann kann morgen (17 Uhr, Euregium) seinen kompletten Kader aufbieten. Mehr noch: Seine Handballer sollten frisch und ausgeruht in die Partie gegen die Füchse Berlin II gehen. Die jungen Spieler sind nicht einmal mit der Oberliga-Mannschaft im Einsatz.

Das hat es für Alex Terwolbeck und die anderen Nachwuchsspieler des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen lange nicht mehr gegeben: An diesem Wochenende steht für sie nur ein einziges Handballspiel an, denn die Reserve der HSG ist in der Oberliga spielfrei. Und weil die Zweitliga-Truppe morgen (17 Uhr, Euregium) gegen die Füchse Berlin II auch noch Heimrecht genießt, sind diese Tage für die sechs Talente, die Woche für Woche in der 2. Liga und der Oberliga unterwegs ist, fast so etwas wie Luxus. „Nachdem die Jungs zuletzt ein hartes Programm hatten, werden sie jetzt vielleicht einen Tick ausgeruhter sein als sonst“, vermutet Bültmann.

Aber nicht nur Mittelmann Terwolbeck sowie Dennis Bartels, Florian Lammering, Luca de Boer, Matthias Poll und der von einer Studienfahrt zurückgekehrte Hannes Hombrink dürften ausgeruht sein, sondern auch die etablierten Kräfte und Leistungsträger. Trainer Bültmann hatte nach der englischen Woche das Trainingspensum leicht reduziert, zumal einige Spieler mit leichten Verletzungen zu tun hatten. Für das Heimspiel gegen die Berliner „Jungfüchse“ stehen aber alle HSG-Handballer bereit.%break%

Mit einem weiteren Sieg vor heimischem Publikum wollen die Nordhorner ihre Klettertour in der Tabelle fortsetzen. Zu Gast ist der bislang sieglose Tabellenvorletzte aus Berlin. Trainer Bültmann warnt allerdings vor dem Gegner – und das nicht nur, weil die Bundesliga-Truppe der Füchse am Wochenende spielfrei ist und die Reserve deshalb im Euregium in Bestbesetzung antreten kann. „Die Berliner spielen mit großer Begeisterung und Leidenschaft“, weiß Bültmann, „gegen Essen und Rostock haben sie zwar verloren, die Partien aber lange offen gehalten.“ Für die HSG bedeutet dies, die Konzentration über 60 Minuten hoch zu halten.

Die Stützen im jungen Füchse-Team sind die Akteure, die auch schon in der 1. Liga zu Einsätzen kamen. „Fabian Böhm ist ein richtig Guter, der in Rostock trotz Manndeckung stark gespielt hat. Und Colja Löffler ist etatmäßig der zweite Kreisläufer der ersten Mannschaft“, weiß Bültmann. Rechtsaußen Johannes Sellin machte von sich reden, als er mit seinem Tor zum 25:23 den Füchse-Sieg gegen den THW Kiel besiegelte. „Sie werden gegen uns alle dabei sein“, sagt Bültmann, „aber wir sind trotzdem stark genug, die Füchse zu schlagen.“

von Holger Wilkens