Montag, 10.10.2016

Fraatz sichert Nordhorn-Lingen ersten Auswärtssieg

22:21 beim TuS Ferndorf


Endlich! Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat sich im vierten Anlauf die ersten Auswärtspunkte gesichert. Die Niedersachsen setzten sich in einer spannenden Partie knapp mit 22:21 (11:11) beim Vorjahresaufsteiger TuS Ferndorf durch. Damit feierten die auch den ersten Sieg im Siegerland.

Die Erleichterung bei den Gästen war riesengroß. „Wir brauchen Punkte“, hatte Trainer Heiner Bültmann schon vor der Abfahrt erklärt. Und die Mannschaft, die ohne Lutz Heiny, Frank Schumann sowie Mattze Poll auskommen musste, machte deutlich, dass sie genau verstanden hatte, worum es ging. Dabei half dieses Mal Abwehrspieler Stephan Wilmsen auch auswärts aus.

Schwacher Start

21:22
2. Handball-Bundesliga   |   7.Spieltag
Kaleun (bei einem 7m, 0/0 P.), Buhrmester (10/1 P.); Verjans (3), Wilmsen, Mickal, Miedema, Fraatz (3), Rooba (2), Terwolbeck (2), de Boer (3), Wiese (5), Madsen (1), Seidel (3/1)

Allerdings erwischte das Zwei-Städte-Team wie schon eine Woche zuvor in Konstanz keinen guten Start. Es lag nach fünf Minuten 0:3 zurück. Doch dann fand es ins Spiel und glich beim 8:8 erstmals aus. Kurz vor dem Seitenwechsel führte Nordhorn-Lingen 11:10, kassierte aber noch den Ausgleich.

„Ein enges Spiel“

Im zweiten Durchgang blieb es spannend bis zum letzten Angriff. „Das war ein ganz enges Spiel“, urteilte Bültmann. Die Führung wechselte mehrfach hin und her. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen.

Fünf Minuten vor dem Ende führte der Gast noch mit einem Tor, zwei Minuten später lag er hinten. Doch Sonntag hatte das Zwei-Städte-Team – anders als eine Woche zuvor in Konstanz – das bessere Ende für sich.

Talent wirft drei Tore

Daran hatte der Youngster wesentlichen Anteil: Yannick Fraatz, der in der ersten Halbzeit nur kurz zum Einsatz kam, als Jürgen Rooba eine Zeitstrafe abbrummen musste, stand die letzten zwölf Minuten auf dem Feld. Er erzielte drei Treffer, darunter auch das Siegtor, und fing den Ball noch bei einem Kempa-Versuch der Gastgeber ab.

Mit Abwehrleistung zufrieden

Bültmann war mit der Abwehrleistung seiner Mannschaft ausgesprochen zufrieden. Immerhin kassierte die HSG nur 21 Gegentreffer. Im Angriff blieb allerdings noch Luft nach oben. Gute und schwächere Phasen wechselten. „Das wollen wir im nächsten Heimspiel gegen Aue in der Emslandarena besser machen“, erklärte der Trainer. Dann hat sein Team, das jetzt auf den zwölften Platz vorgerückt ist, sie Chance, das Punktekonto auszugleichen.

von Uli Mentrup

Quelle: Lingener Tagespost