Foto: TuS Ferndorf
Dienstag, 11.10.2016

Erster Auswärtssieg gegen TuS Ferndorf ein hartes Stück Arbeit

Wiedergewonnene Defensivstärke und Kampfgeist führen zum 22:21-Erfolg


938 Zuschauer in der Kreuztaler Sporthalle, darunter rund 20 Fans der HSG, erlebten ein bis in die Schlusssekunden hochspannendes Spiel, an dessen Ende die HSG Nordhorn-Lingen mit ihren Fans die erste „Auswärtssieg-Humba“ anstimmen konnte.

Bis es allerdings soweit war, lag ein hartes Stück Arbeit hinter dem 2-Städte Team, denn den besseren Start erwischte der TuS Ferndorf. Nach 9 Minuten lagen die Siegerländer mit 5:2 in Front, denn die HSG Nordhorn-Lingen leistete sich in der nervösen Anfangsphase im Angriff ein paar leichte Fehler, die der TuS Ferndorf nutzte. Doch so langsam gewann die Defensivabteilung des 2-Städte-Teams, in der Stephan Wilmsen mit von der Partie war, an Sicherheit und bekam zunehmend besseren Zugriff auf die Angreifer aus Ferndorf. Gleichzeitig fanden Alex Terwolbeck und Nicky Verjans die spielerischen Lösungen im zunächst offensiven Abwehrverband des TuS Ferndorf. Nach einem 4:0 Lauf konnte die HSG Nordhorn-Lingen beim 5:6 (15. Min.) zum ersten Mal eine Führung für sich verbuchen. Es folgte die spielerisch stärkste Phase des 2-Städte-Teams und in der 27. Minute lagen sie mit 8:11 vorn. Doch so leicht wollte der TuS Ferndorf es der HSG nicht machen und kämpfte sich bis zum Halbzeitpfiff auf ein 11:11 zurück.

 

Nach dem Wechsel setzten die Siegerländer genau dort wieder an und erzielten die ersten zwei Treffer in Durchgang zwei zum 13:11 (34. Min.). Der TuS Ferndorf spielte nun in der Abwehr wesentlich defensiver in einer 6:0 Formation und dahinter hatten sie ihren besten Spieler Kai Rottschäfer im Tor, der sein Team im Spiel hielt. Es entwickelte sich ein Spiel in dem beide Teams für jeden Torerfolg sehr viel investieren mussten. Die HSG Abwehr hatte sich inzwischen gut auf die Angriffsbemühungen der Ferndorfer eingestellt und ließ vor allem den Rückraum nicht zur Entfaltung kommen. In der 42. Minute lag die HSG Nordhorn-Lingen mit 14:15 vorn, aber es blieb der verbissene Kampf um jeden Ball und um jedes Tor bei wechselnden Führungen. Nachdem Asbjörn Madsen in der 56. Minute zum 20:20 ausgeglichen hatte, bahnten sich die letzten Minuten an, die wahrlich nichts für schwache Nerven waren. Zunächst konnte der TuS Ferndorf in Führung gehen, doch der Ausgleich für die HSG durch Lasse Seidel folgte postwendend (21:21; 58. Min.). Einen abgefangenen Ball konnte dann Yannick Fraatz im Tempogegenstoss zum 21:22 im Ferndorfer Tor unterbringen, aber es standen noch lange 60 Sekunden auf der Uhr. Die Abwehr der HSG Nordhorn-Lingen hielt aber dem letzten Ansturm des TuS Ferndorf stand und ließ keinen Wurfversuch mehr zu. Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung dann riesengroß und die Mannschaft ließ sich von den Fans mit einer „Auswärtssieg-Humba“ feiern.

Unter dem Strich ein verdienter, wenn auch knapper 21:22 Sieg des 2-Städte-Teams, das im Defensivbereich zu alter Stärke zurückfand und spielerisch die bessere Mannschaft stellte, aber im Abschluss noch Potential nach oben hat. Der Lohn ist der Sprung auf Platz 12 der Tabelle mit 6:8 Punkten und der Anschluss nach oben ist hergestellt.