Englische Woche startet mit Spiel gegen Hannover

01.08.2011

Rehabilitation stand nach dem letzten Auftritt der HSG vor heimischer Kulisse an. Am Dienstag nach Ostern hatte die HSG Nordhorn-Lingen in eigener Halle gegen den TSV Altenholz verloren.

Trotz dem verletzungsbedingten Ausfall von Mannschaftskapitän Nicky Verjans ging die Mannschaft als Favorit in Partie. Doch an besagtem Dienstag sollte gar nichts zusammen laufen. Zunächst kamen die Gäste vom TSV Altenholz, aus der Nähe der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel, aufgrund von Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn A1 verspätet nach Nordhorn, so dass das Spiel mit vierzig Minuten Verspätung angepfiffen wurde und dann machten sie es der HSG das Leben so schwer, dass in allen Mannschaftsteilen die Ordnung verloren ging und man am Ende des Abends von einem rabenschwarzen Tag sprechen musste.

Bereits am vergangenen Samstag stand schließlich das schwere Auswärtsspiel beim VfL Bad Schwartau an. Die Mannschaft um Toptorjäger Jan Schult hatte vor der Partie bereits 848 Treffer in der laufenden Saison erzielt und stellt damit das torgefährlichste Team der 2. Handball-Bundesliga (Nord). Unter dem Einfluss der Begegnung der Nordhorn-Lingen´er gegen Altenholz mochte der ein oder andere Schlimmeres befürchten, doch das Gegenteil war der Fall: die Mannschaft hatte unter der Woche die Niederlage analysiert und gut aufbereitet und das Trainergespann Machulla/Bültmann offensichtlich die richtigen Worte gefunden.%break% Die HSG gestaltete das Spiel permanent offen ohne sich selber entscheidend absetzen zu können. Doch gerade dies führte dazu, dass die Zuschauer ein sehr gutes und vor allem spannendes Bundesligaspiel erleben durften, bei dem die HSG – wie bereits oftmals zuvor in dieser Spielzeit – mit einer hervorragenden Abwehrarbeit zu überzeugen wusste. Trainer Heiner Bültmann sprach später gar von der besten Abwehrleistung der Saison. Und gemessen an der Ausbeute der Schwartauer hat er sicherlich nicht Unrecht, denn man konnte den wurfstarken Gegner in eigener Halle unter der Marke von dreißig Toren halten. 28:28 lautete am Samstagabend schließlich das Ergebnis. Ein Ergebnis mit dem man vor dem Spiel sicherlich zufrieden gewesen wäre, doch kam zum Schluss dann doch etwas Wehmut auf, denn man hatte wenigen Minuten vor Abpfiff die Möglichkeit verpasst, eine Zwei-Tore-Führung weiter auszubauen. Und selbst beim letztlichen Stand von 28:28 hätte man der HSG einen weiteren – auch in Augen mancher Schwartauer Spieler – regulären Treffer zusprechen müssen. Dem sollte nicht so sein, dennoch hat sich die Mannschaft rehabilitiert und geht nun weiterhin mit dem Anspruch in die nächsten Spiele, weitere Erfolge einzufahren, um die bis dato erfolgreiche Saison weiter abzurunden.

Nächster Gegner auf diesem Wege ist der HSV Hannover. Die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt belegt derzeit Platz zehn in der Tabelle und bewegt sich somit im gesicherten Mittelfeld. Aus wirtschaftlichen Gründen werden die Hannoveraner sich zur kommenden Spielzeit aus der 2. Handball-Bundesliga (Nord) zurückziehen. Kein Anlass jedoch für das Team um den ehemaligen Nordhorner Bastian Riedel aufzustecken. Zwar gingen die letzten drei Spiele verloren, doch ist es auch erst wenige Wochen her, als man ganz in der Nähe, beim aktuellen Tabellenzweiten in Emsdetten, doppelt punkten konnte. Die Mannschaft wird somit sicherlich auch im Euregium versuchen, sich so teuer als möglich zu verkaufen.

Auf Seiten des Gastgebers sind abgesehen von Nicky Verjans, der seinen operativen Eingriff am lädierten Knie gut überstanden hat, alle Spieler weiterhin fit. Auch Maik Machulla befindet sich nach einigen Problemen in den letzten vierzehn Tagen wieder auf dem Weg der Besserung. Die HSG Nordhorn-Lingen, die das Spiel auf Grund der Nationalmannschaftslehrgänge am vergangenen Wochenende, verlegt hatte, muss beim Trainingsauftakt auf Pavel Mickal verzichten, da er bei der Nationalmannschaft in Tschechien war und wegen der Aschewolke über Europa noch nicht zurück nach Deutschland fliegen konnte. Toon Leenders hingegen konnte wegen des Flugverbots gar nicht erst zu seinem Nationalteam stoßen. Dies soll in Summe jedoch keine weiteren Schwierigkeiten darstellen. Nach der Niederlage gegen Altenholz ist das Team zurück in der Spur und wird dies auch am Mittwochabend unter Beweis stellen wollen. Die Mannschaft und die gesamte HSG freuen sich dabei auf die Unterstützung der Zuschauer am Mittwoch, 21. April 2010 um 19.30 Uhr.