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Es gab schon einige Verbindungen zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem Evangelischen Gymnasium Nordhorn (EGN): Beim Spatenstich für die Sportanlage der Schule im Sommer griffen Handball-Profi Matthias Struck und Trainer Heiner Bültmann symbolisch zur Schaufel. Und Co-Trainer Ralf Lucas ist dem EGN verbunden, weil seine beiden Kinder dort zur Schule gehen. Doch die Verbindung zwischen Zweitliga-Verein und Gymnasium ist nun auch offiziell: HSG-Marketingleiter Rüdiger Ebert und Schulleiterin Dr. Gabriele Obst unterzeichneten in der Halbzeitpause des Derbys gegen den TV Emsdetten am Sonntag eine Kooperationsvereinbarung.
2542 Zuschauer im Euregium, darunter etwa 300 Schüler und Lehrer des EGN, bekamen so schon mal einen Eindruck, wie die Partnerschaft umgesetzt wird. Einige Schüler präsentierten Plakate, die die Koperation thematisieren und im Kunstunterricht entstanden sind. „Das ist eine perfekte Win-Win-Situation“, ist Dr. Obst überzeugt, dass beide Seiten profitieren.
Die Schulmannschaft soll bei der nächsten Runde des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ beim Training und Coaching von den Handball-Profis unterstützt werden, die regelmäßig auch in der Handball-AG vorbei schauen sollen. Zudem stehe es einem evangelisch-lutherischen Gymnasium gut an, Glaube und Sport miteinander in Einklang zu bringen. „Siegen zu können und verlieren zu können“, erklärt die Schulleiterin, „hat etwas mit einer Grundhaltung zu tun.“ Und daher findet sie die Vereinbarung mit der HSG „ganz großartig“.
Doch auch die Handballer sehen Vorteile für sich. „Für uns ist es interessant, junge Talente frühzeitig zu sichten“, hofft Ebert die Schule als Talente-Reservoir nutzen zu können. Und wenn schulische und sportliche Ausbildung in Einklang miteinander gebracht werden kann, wird die Entwicklung eigener Zweitligaspieler zumindest stark begünstigt.
von Frank Hartlef
Quelle: Grafschafter Nachrichten