Freitag, 26.03.2010

Ein Duell mit vielen Facetten


Schwerin gegen Nordhorn: Ein Spitzenspiel in jeder Hinsicht

Wenn die HSG Nordhorn-Lingen heute, Freitag, beim SV Post Schwerin antritt (19 Uhr, Sport- und Kongresshalle), dann ist das ein Duell mit vielen Facetten:

 Es ist das Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga Nord zwischen dem Zweiten und Vierten, die nach Minuspunkten nur drei Zähler auseinander liegen. Es ist der Vergleich zwischen den beiden besten Mannschaften der Rückrunde; Schwerin holte 16:0 Punkte, Nordhorn 11:3. Es ist das Aufeinandertreffen der besten Heim- und der drittstärksten Auswärtsmannschaft; Schwerin hat bis auf das Unentschieden gegen Spitzenreiter Hamm alle Heimspiele gewonnen, die HSG in fremden Hallen immerhin 15:7 Punkte geholt. Und es ist das Wettschießen zwischen zwei Angriffsformationen mit herausragenden Werfern: Mit Ingo Heintze (193 Saisontore) und Danny Anclais (151) auf Seiten der Mecklenburger sowie Maik Machulla (168), Michael Jahns (145) und Nicky Verjans bei den Grafschaftern ballert ein Quintett aus den Top Ten der Torjägerliste um die Wette.

„Das ist eine große Herausforderung für uns“, sagt Heiner Bültmann. Der HSG-Trainer schätzt am Team seines Kollegen Dirk Beuchler nicht nur den wuchtigen Zwei-Meter-Mann Heintze oder den flinken Außen Anclais, sondern vor allem auch Igor Levshin. „Einer der besten Torhüter der Liga“, schwärmt Bültmann vom 35-Jährigen Russen, der nicht nur durch seine Paraden auffällt, sondern mit seinen Pässen viele Gegenstöße einleitet.%break%

Doch die Nordhorner wollen keineswegs in Ehrfurcht erstarren. „Dadurch, dass wir letzlich doch noch deutlich gegen Rostock gewonnen haben“, blickt Bültmann auf den 30:26-Sieg gegen den HC Empor zurück, „haben wir noch mehr Selbstvertrauen getankt.“ Selbst das 33:33 im Hinspiel gegen Schwerin macht bültmann Mut: „Das hätten wir eigentlich gewinnen müssen.“ Doch dazu hätte es außer eines guten Angriffs auch einer starken Abwehr bedurft. „Aber da haben wir uns zuletzt ja gut entwickelt“, sagt Bültmann, der sich auch von einer möglicherweisen großen Kulisse nicht beeindrucken lassen will. Die Schweriner hoffen auf die Unterstützung von 3000 Fans. „Das würde mich freuen, wenn die Halle voll wird“, bleibt Bültmann gelassen.

von Frank Hartlef