Doppelter Einsatz für Schagen

01.08.2011

HSG heute in Burgsteinfurt gegen Junioren-Nationalteams

Heiner Bültmann verbindet mit der Teilnahme der HSG Nordhorn-Lingen an der 3. Steinfurter Handball-Gala „zwei ganz positive Effekte“.

Der Trainer des Zweitligisten erhofft sich von den Kurzspielen über jeweils 30 Minuten heute, Dienstag, in Burgsteinfurt gegen die Junioren-Nationalmannschaften Deutschlands (Anwurf 20.05 Uhr) und der Niederlande (20.45 Uhr), dass sein Team sich schon mal an den Rhythmus englischer Wochen gewöhnt, von denen im Dezember zwei auf den Tabellenfünften der Nord-Staffel zukommen. Und dass er seinen Spielern, denen am Sonntag beim 31:30-Sieg gegen den 1. VfL VfL Potsdam anzumerken war, dass zwischen den letzten drei Spielen immer jeweils zwei Wochen Pause waren, heute „ganz ohne Druck“ Matchpraxis im Hinblick auf das Weser-Ems-Derby am Sonnabend beim Wilhelmshavener HV (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) verschaffen kann, freut Bültmann besonders. Die Gelegenheit will er nutzen, um gerade auch den jungen Spielern wie Matthias Poll, Hannes Hombrink oder Florian Lammering Einsatzzeiten zu verschaffen.%break%

Einer wird heute bei der Einweihung der neuen Willibrord-Sporthalle besonders gefordert: Bobby Schagen. Der mit 75 Saisontreffern bislang erfolgreichste HSG-Torjäger wird nicht nur in den beiden Spielen für seinen Arbeitgeber zum Einsatz kommen, sondern mischt für den Nachwuchs der Niederlande auch gegen die DHB-Junioren mit (Anwurf 19.15 Uhr). Der Rechtsaußen weilt bereits seit gestern in Burgsteinfurt, um sich mit den Oranjes auf das Blitzturnier vorzubereiten.

Schagen gehört zu jenen Akteuren, mit denen Bültmann ein wenig experimentieren will. Der Rechtsaußen, so der Trainer, soll auch mal im Rückraum getestet werden. „Das macht er gut“, traut er dem 20-Jährigen die Rolle zu. „Er hat nicht so einen harten Wurf, macht das aber clever“, sagt Bültmann. Den Beweis lieferte Schagen gegen Potsdam: Außer vier Siebenmetertreffer trug er auch zwei Feldtore zum Erfolg bei – eines davon aus der zweiten Reihe. Dass die Partie kein spielerisches Glanzlich war, haben die Nordhorner abgehakt. „Wir wissen, dass wir es besser können“, sagt Bültmann.

von Frank Hartlef