Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 14.11.2017

Doppelspieltag mit spannenden Spielen, aber nur eine ernüchternde Ausbeute von 1:3 Punkten für die HSG Nordhorn-Lingen

Dem 26:26 (13:15) gegen den VfL Lübeck-Schwartau folgt eine 25:24 (14:12) Niederlage in Essen


Den Auftakt des ungeliebten Doppelspieltages bildete am Freitagabend die Partie gegen den VfL Lübeck-Schwartau, einem weiteren Team aus der Spitzengruppe der Liga.

Die HSG Nordhorn-Lingen kam gut in die Partie und in den ersten 15 Minuten fielen die Tore wie am Fließband. Nahezu abwechselnd versenkten Jens Wiese (4 Tore) und Lasse Seidel (6/3) den Ball im gegnerischen Tor. Allerdings hielt der VfL Lübeck-Schwartau dagegen und lies sich trotz der guten Ausbeute des HSG Angriffs nicht abschütteln, sondern war ebenso erfolgreich im Angriff. Bis zum 9:9 in der 16. Minute hatten die Abwehrreihen beider Teams nicht viel zu melden. Das änderte sich im weiteren Spielverlauf der ersten Hälfte, wobei sich die Nordlichter einen leichten Vorteil erspielen konnten. Es war VfL Rückraumspieler Oliver Milde mit 4 Toren in Folge, der ab der 22. Minute dafür sorgte, dass die HSG Nordhorn-Lingen nach dem 13:13 (26. Min.) noch mit einem 2-Tore-Rückstand (13:15) in die Halbzeitpause gehen musste.

Drei schnelle Tore der HSG Nordhorn-Lingen nach dem Wechsel ließen die Hoffnungen auf einen Sieg auch bei den 2311 Zuschauern wieder größer werden. In der 33. Minute lag die HSG mit 16:15 in Front. Doch nun folgte eine torlose Phase der Gastgeber in der der Gegner einen klaren Vorteil auf der Torhüterposition ausspielten. Dennis Klockmann und Marino Mallwitz brachten die HSG Angreifer zur Verzweiflung und jetzt war es der VfL Lübeck-Schwartau der nach 3 Toren in Folge die Führung wieder übernehmen konnte (16:18; 43. Min.). Eine Führung die der VfL in den nächsten Minuten verteidigte, auch weil die HSG drei Siebenmeter nicht an Mallwitz vorbeibringen konnte. Mit 19:21 ging es in eine nervenaufreibende Schlussphase. Die HSG kämpfte mit den Zuschauern im Rücken um den Anschluss und auf Seiten der Marmeladenstädter war es erneut deren bester Torschütze Oliver Milde (8 Tore), der mit einem weiteren Viererpack in den Schlussminuten dafür sorgte, dass die HSG Nordhorn-Lingen nachdem sie mehrfach ausgeglichen hatte, keine Führung erzielen konnte. So musste man bis in die Schlussminute um den Punkt bangen, den Nicky Verjans mit seinem Treffer zum 26:26 Endstand sicherte.

Nach dem Spiel sah man zwei Trainer, die mit dem Punkt nach dem Spielverlauf zufrieden waren. Die HSG Nordhorn-Lingen bleibt mit dem Remis im 6. Spiel vor heimische Kulisse weiterhin mit 11:1 Punkten ungeschlagen.

25:24 (14:12) Niederlage bei TuSEM Essen

Am Sonntagnachmittag musste die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann in der Sporthalle „Am Hallo“ gegen den TuSEM Essen antreten. Die Essener konnten mit dem Rückenwind des Auswärtssieges beim TV Emsdetten vom Freitag in die Sonntagspartie gehen. Wie in den Vorjahren entwickelte sich auch in diesem Derby eine kämpferische Partie in der man nicht viel von der Doppelbelastung merkte. Nach ausgeglichenem Beginn (3:3; 6. Min.) konnten sich die Essener einen leichten Vorteil herausspielen und bis zur 14. Minute einen 8:5 Vorsprung erkämpfen. Der Rest der ersten Hälfte geriet zu einem Duell zwischen Lutz Heiny und der Essener Abwehr. Der HSG Rückraumshooter erzielte 6 seiner 7 Tore vor dem Seitenwechsel und hielt sein Team im Spiel und sorgte somit dafür, dass bei einem Rückstand von 14:12 zum Seitenwechsel noch alles möglich war.

Nach dem Wechsel steigerte sich die HSG in Abwehr und es gelang den Rückstand Tor für Tor zu verkürzen. Und als Lasse Seidel in der 41. Minute mit einem 7m zum 17:18 die erste HSG-Führung seit dem 1:2 zu Spielbeginn erzielte, kam auch unter den vielen mitgereisten Fans, die ihr Team immer wieder antrieben, Hoffnung auf einen Sieg auf. Inzwischen war es die hitzige, kämpferische Atmosphäre, die man aus so vielen Duellen mit den Essenern kennt, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Rängen. Eine Phase in der die HSG Nordhorn-Lingen leider, wie in den vergangenen Spielen auch, torlose 10 Minuten einstreute. Die Essener nutzen dieses zur 21:18 Führung, bevor die HSG ihren nächsten Treffer erst in der 51 Minute erzielen konnte. Die HSG Nordhorn-Lingen kämpfte sich aber bis zum 23:23 in der 57. Minute wieder heran. Erneut eine Schlussphase in der das Spiel auf des Messers Schneide stand. 24:24 hieß es 90 Sekunden vor Schluss und selbst nach dem 25:24 für den TuSEM waren noch 40 Sekunden zu spielen und die Chance zum Punktgewinn da. HSG Trainer Heiner Bültmann stellte sein Team in einer Auszeit auf den letzten Angriff ein, doch dieser wurde leider nicht optimal gespielt, so dass die Essener den Sieg feiern konnten.

Eine Niederlage, die über das gesamte Spiel gesehen unglücklich war. Im Moment mangelt es der HSG an Konstanz und einer besseren Trefferquote über die gesamte Spielzeit, um die engen Spiele gewinnen zu können.

Trotz 1:3 Punkten aus dem Doppelspieltag hält die HSG Nordhorn-Lingen mit Platz 7 den Anschluss zur Spitzengruppe. Doch schon am nächsten Sonntag um 17 Uhr wartet eine weitere Herkulesaufgabe in der EmslandArena gegen den Erstligaabsteiger und Aufstiegsaspiranten HBW Balingen-Weilstetten. Bis dahin steht zunächst Regeneration und dann intensive Vorbereitung auf das Spitzenspiel im Fokus von Trainer Heiner Bültmann und seinem Team.