Foto: Dessau-Roßlauer HV 06
Mittwoch, 07.06.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen verliert in den Schlussminuten 27:26 (12:14) beim Dessau-Roßlauer HV06

Die einzige Führung im Spiel reicht den Sachsen-Anhaltern zum Sieg


In der Nachbetrachtung war es eins dieser vermaledeiten Spiele in denen man vergisst den Lohn für die Leistung mitzunehmen. Den „Bibern“ aus Dessau-Roßlau hatte die einzige Führung im Spiel zum Sieg gereicht.
Dabei war die HSG Nordhorn-Lingen an diesem Samstagnachmittag gut in die Partie gekommen. Schnell lag man 0:2 vorn und baute diese Führung auf 5 Tore aus (2:7; 12. Minute). Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt musste der Trainer der Dessau-Roßlauer Uwe Jungandreas die erste Auszeit nehmen, um sein Team neu auszurichten. Der Gegner der HSG intensivierte die Abwehrarbeit und suchte im Angriff vermehrt den Weg über den Kreis, wo Moritz Schade immer wieder die Lücken fand. Und obwohl die Sachsen-Anhalter den Druck erhöhten und den Rückstand auf 3 Tore verringerten (5:8; 7:10; 9:12) behielt die HSG Nordhorn-Lingen im Angriff die Ruhe und die Nerven. Da waren gerade einmal 21 Minuten gespielt und inzwischen hatte die Intensität im Spiel und auch auf den Tribünen zugenommen. Für kein Team ging es eigentlich um viel, die Dessau-Roßlauer hatten den Klassenerhalt gesichert und für die HSG Nordhorn-Lingen ging es nur noch um Platz 7, aber ab diesem Zeitpunkt dachte daran auf dem Spielfeld niemand mehr. Es war die kämpferische Partie mit einem lautstarken Publikum für die Gastgeber im Rücken geworden, in der die HSG Nordhorn-Lingen im Angriff die besseren spielerischen Möglichkeiten ausspielte und bis zum Wechsel eine 2-Tore-Führung (12:14) verteidigte.
Nach dem Wiederanpfiff setzte sich die umkämpfte Partie fort. Die HSG Nordhorn-Lingen blieb zunächst spielbestimmend und konnte eine 3-Tore-Führung von 19:22 in der 45. Minute für sich beanspruchen. Der Dessau-Roßlauer HV stellte nun die Abwehr um und nahm Nicky Verjans im Rückraum in Manndeckung. Eine Maßnahme mit der die HSG so ihre Schwierigkeiten bekam und einen 3:0 Lauf des Gegners zum 22:22 (50. Min.) nicht verhindern konnte. Es war der erste Ausgleich im Spiel, in dem der Top-Torschütze der Dessau-Roßlauer Vincent Sohmann nun seine Klasse im Spielaufbau und als Torschütze aufblitzen ließ. Aber so leicht wollte die HSG das Spiel nicht aus den Händen geben. In der aufgeheizten Stimmung in der Halle legten sie erneut eine 2-Tore-Führung vor (23:25; 55. Min.), obwohl der Kräfteverschleiß unübersehbar war. Beim 25:26 (58. Min.) und auch kurze Zeit später beim 26:26 lag zumindest ein Punkt für die HSG Nordhorn-Lingen auf dem Tisch. Doch mit einem Tempogegenstoß sicherte sich der Dessau-Roßlauer HV06 mit dem 27:26 und der einzigen Führung im Spiel den Sieg und die 2 Punkte. Ein mehr als glücklicher Sieg auf der Zielgeraden in einer Partie, in der die HSG Nordhorn-Lingen sich in den letzten 10 Minuten ein paar Fehler zu viel leistete, um die eigene gute Leistung in einen Sieg umzumünzen.


HSG Nordhorn-Lingen
Kaleun, Buhrmester (9 P.), Verjans (5), Zare, Mickal (1), Miedema (4), Fraatz (2), van Lengerich, Rooba, Terwolbeck (4), de Boer (4), Wiese, Seidel (6/4)