Foto: SG Leutershausen
Dienstag, 07.02.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen verliert 28:30 (14:18) in Leutershausen

Verletzungspech bleibt der HSG treu – Starke Schlussphase reicht nicht


In den letzten Trainingseinheiten der Woche hatte sich die HSG Nordhorn-Lingen intensiv und auf den Punkt auf die SG Leutershausen vorbereitet, doch schon am Tag der Abreise braute sich ein Gewitter über dem Team von Trainer Heiner Bültmann zusammen. Patrick Miedema musste krankheitsbedingt absagen und somit musste das Team einmal mehr mit nur 3 Rückraumspielern den Weg in den Süden antreten.
Dennoch war die HSG von Anfang an in der Partie und konnte die Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Es wurde das erwartete von hohem kämpferischen Einsatz geprägte Spiel. 15 Siebenmeterpfiffe und etliche Zwei-Minuten-Strafen sollten im weiteren Verlauf folgen. Alex Terwolbeck (7 Tore) erwischte einen sehr guten Tag und brachte die generische Abwehr durch schnelle Körpertäuschungen immer wieder in Verlegenheit und zusammen mit Jens Wiese (9 Tore) sorgten sie fast im Alleingang für die Tore der HSG. Bis zum 9:8 (14. Min.) war es ein Spiel auf absoluter Augenhöhe. Dann schlug das Verletzungspech auf Seiten des 2-Städte-Teams erneut zu. Nicky Verjans musste nach einer Viertelstunde mit einer Knieverletzung vom Feld. Wie schwer die Verletzung ist, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Somit waren es jetzt nur noch zwei nominelle Rückraumakteure, die auf Seiten der HSG zu Verfügung standen. Bis zur 25. Minute und beim Stand von 15:13 war die HSG Nordhorn-Lingen weiter in Schlagdistanz. Ein Schlussspurt der SG Leutershausen brachte diese jedoch zum Halbzeitpfiff (18:14) mit 4 Toren in Front.
In der Halbzeitpause hatte der Trainer der SG Leutershausen Marc Nagel sein Team besser auf die knappe Personalsituation der HSG eingestellt. Das setzten seine Spieler auf dem Feld dann in den ersten 10 Minuten der 2. Hälfte konsequent um und zogen auf 23:16 (40. Min.) davon. Eine 7-Tore-Führung, die auch im weiteren Verlauf Bestand hatte, unterstützt von der HSG, die einige 7m an diesem Tag nicht im Tor der SG Leutershausen unterbringen konnte. So hieß es folgerichtig in der 51. Minute 27:20. Die Vorentscheidung war zu diesem Zeitpunkt wohl schon gefallen. Dennoch appellierte HSG Coach Heiner Bültmann in einer Auszeit noch einmal an sein Team sich nicht kampflos zu ergeben und zumindest für die Moral eine gute Schlussphase hinzulegen. Das gelang der HSG Nordhorn-Lingen durchaus eindrucksvoll und sie konnten den Rückstand bis zum Schlusspfiff auf 30:28 reduzieren. Eine starke Schlussphase, die aber für eine Wende nicht mehr ausreichte. „Der Sieg für die starke SG Leutershausen geht in Ordnung und angesichts der personellen Umstände muss man das auch so akzeptieren,“ war dann auch die Meinung von HSG Trainer Heiner Bültmann nach dem Spiel.
Mit Sorge blickt man allerdings auf die Verletzung von Nicky Verjans und auf das Ergebnis der MRT Untersuchung, denn schon am nächsten Wochenende beginnt eine Serie von Spielen gegen die Topteams der Liga. Den Auftakt macht am Sonntag das Auswärtsspiel bei der SG Bietigheim-Bissingen.

HSG Nordhorn-Lingen
Kaleun (1 P.), Buhrmester (7 P.); Verjans, Schumann, Mickal (5/1), Fraatz, Poll, Rooba (2), Terwolbeck (7), de Boer (1), Wiese (9/1), Madsen (1), Seidel (3/1)