Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 21.03.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen siegt in einem weiteren Kraftakt 24:27(9:8) gegen TuS Ferndorf

Nils Meyer musste passen, aber die 2.283 Zuschauer im Euregium treiben die HSG zum Erfolg


Es begann wie so oft in den letzten Wochen. Nach dem Abschlusstraining stand fest, dass auch Nils Meyer wegen einer verhärteten Wade am Sonntag nicht auf der Bank sitzen würde. So stellte sich die Mannschaft im Angriff quasi alleine auf, denn neben Nils Meyer ist das Quartett Lutz Heiny, Nicky Verjans, Frank Schumann und Asbjörn Madsen weiterhin zum Zuschauen verurteilt.

Vor einer großen Kulisse von fast 2300 Zuschauern, was zu dem Saisonrekord im Euregium bedeutet, begann das Spiel gegen den TuS Ferndorf recht zäh. Wie in den bisherigen Begegnungen gegen die Nordrhein-Westfalener aus der Nähe von Siegen tat sich das 2-Städte-Team recht schwer im Angriff in den Rhythmus zu kommen. Die aggressiv zupackende Ferndorfer Abwehrformation machte es der HSG Nordhorn-Lingen nicht leicht und besonders die linke Angriffsseite kam nicht in Schwung. Da war es umso besser, dass die Abwehr der HSG, in der Stephan Wilmsen wieder eine starke Partie ablieferte, von Anfang an dagegenhalten konnte und Björn Buhrmester (16 Paraden, darunter sechs 7m) einen sehr guten Tag erwischte. Im Angriff waren es dann Patrick Miedema (8 Tore) und Yannick Fraatz (7 Tore), die über die rechte Seite die Abwehr der Ferndorfer immer öfter aushebelten. So konnte sich die HSG Nordhorn-Lingen zwischen der 12. und 23. Minute von 4:3 auf 9:4 absetzen. Allerdings war diese Phase enorm kräftezehrend und in den letzten Minuten der ersten Hälfte holt das Team von Trainer Michael Lerscht auf und konnte den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 9:8 verringern.

27:24
2. Handball-Bundesliga   |   26.Spieltag
Kaleun (0 Paraden, bei einem 7m), Buhrmester (16/6 Paraden); Wilmsen, Mickal (3), Miedema (8), Fraatz (7), Poll, Rooba (n.e.), Terwolbeck (2), de Boer (4), Bergmann (n.e.), Wiese (1), Seidel (2/1)

Nach dem Wechsel war es dann ein verbissener Kampf um jedes Tor und nach dem 13:13 in der 38. Min. ging der TuS Ferndorf zu ersten Mal im Spiel in Führung. Ein Doppelschlag der Gäste folgte und die HSG Nordhorn-Lingen stand einem 13:15 Rückstand gegenüber. Die Zuschauer hatten gemerkt, dass die HSG nun ihre Hilfe umso mehr brauchen würde und trieben ihr Team nun noch lautstärker an. Es war Yannick Fraatz, der wohl sein bestes Spiel im HSG-Dress ablieferte, der mit 3 Toren in dieser wichtigen Phase mit dafür sorgte, dass die HSG einen 6:0 Lauf hinlegen konnte. 19:15 in der 48. Minute und die HSG Nordhorn-Lingen lag erneut in Front. Doch noch wollte sich der TuS Ferndorf nicht geschlagen geben. Mit 5 Toren in Folge brachte der beste Werfer des Gegners Miroslav Volentics (13/4 Tore) sein Team wieder in Schlagdistanz heran (21:20; 55. Min.). Doch diesmal mobilisierte die HSG Nordhorn-Lingen die letzten Kräfte und hielt nicht nur dagegen, sondern zog auf 24:20 davon. Der TuS Ferndorf versuchte nun mit der offenen Manndeckung dem Spiel noch eine Wende zu geben und es wurde noch einmal richtig gefährlich, als die HSG nach Strafzeiten die Partie in doppelter Unterzahl beenden musste. Mit stehenden Ovationen der Zuschauer überstand das 2-Städte-Team auch diese Phase du brachte letztendlich den verdienten 27:24 Sieg unter Dach und Fach.

Mit 29:23 Punkten rückt die HSG in der Tabelle auf Platz 7 nach vorn und festigt den Platz im oberen Drittel. Die Woche wird nun in erster Linie wieder im Zeichen von Regeneration und Erholung stehen, bevor es am nächsten Wochenende beim EHV Aue auswärts um Punkte geht.