Foto: Melanie Bültmann
Montag, 11.09.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen nach dem 30:27 (16:14) Sieg gegen VfL Eintracht Hagen weiter mit weißer Weste

Fünf Mannschaften weiterhin verlustpunktfrei in der 2. Liga


Es war vielleicht kein berauschendes Handballfest an diesem Samstagabend, sondern eher ein verdienter Arbeitssieg der HSG Nordhorn-Lingen vor 1.531 Zuschauern im Nordhorner Euregium.
Der Gegner und Aufsteiger VfL Eintracht Hagen war allerdings auch alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen, denn das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt hat doch einiges an internationaler und Erstliga-Erfahrung auf die Platte zu bringen. Mit einer 5-1 Deckung versuchten sie Sand in das Getriebe des Nordhorn-Lingener Angriffs zu streuen. Zu mehr wie einem einzigen Ausgleich beim 1:1 in der 3. Minute durch Jan-Lars Gaubatz sollte es aber im weiteren Spielverlauf nicht reichen. Die HSG Nordhorn-Lingen zeigte sich von Beginn an konzentriert und hochmotiviert die Saisonpremiere im Euregium erfolgreich gestalten zu wollen. Ob Nicky Verjans (4 Tore), Patrick Miedema (4) oder Alex Terwolbeck (6), immer wieder fanden die Nordhorner Angreifer durch schnelles Spiel die Lücken in der Abwehr des VfL. Und weil Björn Buhrmester im Tor der HSG Nordhorn-Lingen einen guten Tag erwischte und hinter seiner Abwehr auf eine Quote von 40% gehaltener Bälle kam, zog das 2-Städte-Team auf 7:3 in der 11. Minute davon. VfL Coach Niels Pfannenschmidt stellte in einer Auszeit seine Abwehr neu ein. Das führte insoweit zum Erfolg, dass sein Team bis auf ein Tor verkürzen konnte (10:9; 20. Min.). Die HSG konterte den Ansturm der Hagener mit einem 5:1 Lauf und lag in der 28. Min. 15:10 in Front. In dieser Phase drehte Pavel Michal (9/1 Tore) auf Seiten der HSG auf und ließ dem eingewechselten, erfahrenen Jerkovic im Tor der Hagener keine Chance. Es sah kurzzeitig so aus, als könne die HSG schon frühzeitig auf die Siegerstraße abbiegen. Doch da hatten sie die Rechnung ohne den VfL Eintracht Hagen gemacht. Dieser nutze in den letzten 2 Minuten von Hälfte eins einige Unkonzentriertheiten der HSG und kam zum Halbzeitstand von 16:14 heran.
Gleich nach dem Wechsel entwickelte sich ein hochintensives Kampfspiel, bei dem das 2-Städte-Team zwar mehrfach mit 3 Toren davonziehen konnte, aber der Gegner aus Hagen blieb immer dran und lag nach Zwischenständen von 17:16, 19:18 oder 24:23 auch in der 46. Minute beim 25:24 nur mit einem Tor hinten. Nach dem 26:24(47. Min.) durch Alex Terwolbeck begann die wohl vorentscheidende Phase in diesem Spiel, die man auch als „vogelwild“ bezeichnen könnte. Durch eigene Fehler im Angriff lud die HSG Nordhorn-Lingen die Hagener quasi ein, doch diese konnten die sich bietenden Möglichkeiten ebenso wenig nutzen, wie die HSG den Vorsprung vergrößern. Yannick Fraatz beendete die torlose Phase in der 53. Minute mit seinem Treffer zum 27:24. Und da der besten HSG Torschütze Pavel Michal die Nerven behielt und zum 29:25 (58. Min.) erhöht hatte, war das Spiel entschieden. Den Schlusspunkt setzte Nicky Verjans zum 30:27.
Einen Schönheitspreis hätte es für dieses Spiel nicht gegeben, dazu stand der Kampf zu sehr im Mittelpunkt, aber es gab die verdienten 2 Punkte für die HSG Nordhorn-Lingen, die in den entscheidenden Phasen den kühlen Kopf behielt und dem Gegner nicht eine einzige Führung erlaubte. Mit 6:0 Punkten steht die HSG auf Platz 3 und trägt die weiße Weste weiterhin, genauso wie der Bergische HC, HBW Balingen-Weilstetten, TV Emsdetten und der ASV Hamm-Westfalen.
Für die HSG Nordhorn-Lingen gibt es nur eine kurze Erholungspause, denn schon am Mittwoch um 19.00 Uhr steht in der englischen Woche das Auswärtsspiel beim EHV Aue an.

30:27
2. Handball-Bundesliga   |   3.Spieltag
Kaleun (n.e.), Buhrmester (15/1 Paraden); Verjans (4), Wilmsen (n.e.), Heiny, Leenders (2), Mickal (9/1), Miedema (4), Fraatz (2), Terwolbeck (6), de Boer, Vorlicek, Wiese (n.e.), Smit (1), Seidel (2/2)