Foto: Melanie Bültmann
Freitag, 23.09.2016

Die HSG Nordhorn-Lingen enttäuscht bei der 29:21 (15:8) Niederlage in Hüttenberg

Der TV Hüttenberg war am Samstagabend in allen Belangen überlegen


Die Enttäuschung auf Seiten der HSG Nordhorn-Lingen war nach dem Schlusspfiff war gleichermaßen groß bei den Spielern, den Verantwortlichen und den Fans, die ihr Team bis zum Schluss angefeuert hatten. Der TV Hüttenberg hatte einen Sahnetag erwischt und siegte verdient.

Dabei konnte die HSG Nordhorn-Lingen zu Beginn sogar in Führung gehen und nach 5 Minuten stand es 2:3. Doch schon in dieser Anfangsphase zeigte sich, dass das 2-Städte-Team irgendwie noch nicht im Spiel angekommen war, während der TV Hüttenberg bedingungslos auf Tempo setzte. Die Hessen nutzen das mangelhafte Rückzugsverhalten bei Tempogegenstössen und über die schnelle Mitte. Nach 4 Toren in 3 Minuten lagen die Hüttenberger 6:3 in Front, auch weil ihre Abwehr beweglich und offensiv der HSG Nordhorn-Lingen kaum Möglichkeiten ließ. Den Rest erledigte ein gut aufgelegter Gästetorhüter Ritschel. HSG Coach Heiner Bültmann musste bereits in der 8. Minute die erste Auszeit nehmen und versuchte den Lauf des Gegners zu unterbrechen. Es änderte aber nicht viel am Spielverlauf, weil die HSG Nordhorn-Lingen in der Abwehr einfach keinen Zugriff auf den TV Hüttenberg bekam. Nach 12 Minuten stand es 7:5 und noch schien alles möglich zu sein für die HSG. Im Angriff hatte das 2-Städte-Team vor allem aus dem Rückraum keine Lösungen parat und konnte das defensiv stärkste Team der Liga nicht genügend unter Druck setzen. Der TV Hüttenberg ließ einen 5:0 Lauf folgen, auch weil der Angriff des 2-Städte-Teams einige Chancen liegen ließ. 12:5 nach 20 Minuten und es war kein Aufbäumen auf Seiten der HSG erkennbar. 15:8 zur Halbzeit war der bittere Zwischenstand aus Sicht der HSG.

Wer nun auf eine Reaktion auf Seiten des 2-Städte-Teams gehofft hatte, musste diese Hoffnung schnell begraben. In der 34. Minute war der Rückstand zum ersten Mal zweistellig (19:9). Beim TV Hüttenberg gelang alles und bei der HSG Nordhorn-Lingen gar nichts. 24:14 nach 45 Minuten und das Spiel war scheinbar entschieden, denn auch die Körpersprache des 2-Städte-Teams machte keine Hoffnung auf ein Wunder. Beim TV Hüttenberg schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges nun einige Fehler ein und man kann die nächsten Minuten auch als „vogelwild“ beschreiben. Jetzt war es die HSG Nordhorn-Lingen, die 5 Tore in Folge erzielte und den Rückstand auf 24:19 in der 50. Minute reduziert hatte, auch weil Fabian Kaleun, der inzwischen im Tor der HSG war, mit guten Paraden für Rückhalt sorgte. Noch waren 10 Minuten zu spielen und ein Fünkchen Hoffnung keimte auf. Der Hüttenberger Coach Eyjólfsson nahm die Auszeit und brachte sein Team aber auf Kurs. Nach 54 Minuten war beim 28:19 wieder alles klar. Mit dem Schlusspfiff beim verdienten 29:21 Sieg der Hessen machte sich bei der HSG Nordhorn-Lingen die Erkenntnis breit, dass die Niederlage durchaus noch deutlicher hätte ausfallen können.

HSG Nordhorn-Lingen

Kaleun, Buhrmester, Verjans (4), Heiny (1), Mickal (2), Miedema (1), Rooba (1), Terwolbeck (1), de Boer (2), Wiese (3), Madsen (3), Seidel (3)