Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 05.12.2017

Die HSG Nordhorn-Lingen bleibt nach dem 23:15 (11:7) Erfolg gegen die Rhein Vikings zu Hause weiter ungeschlagen

2807 Zuschauer sehen einen ungefährdeten Sieg


Vor der erneut großen Kulisse von 2807 Zuschauer verabschiedete sich die HSG Nordhorn-Lingen mit einem klaren Heimsieg für dieses Jahr aus der EmslandArena in Lingen und bleibt somit neben HBW Balingen Weilstetten das einzige zu Hause ungeschlagene Team in der 2.Liga.

Das Team von Trainer Heiner Bültmann hatte sich an diesem Samstagabend viel vorgenommen. Daran konnte auch der Ausfall von Jens Wiese, der bis zum Jahresende mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel ausfällt, nichts ändern. Das konnte man von der ersten Minute an merken. Die Abwehr stand an diesem Abend sehr kompakt. Dahinter war Torhüter Björn Buhrmester, der unter anderem 3 Siebenmeter entschärfte, einmal mehr mit einer Quote von 48% starker Rückhalt.

23:15
2. Handball-Bundesliga   |   16.Spieltag
Kaleun (1 Paraden, ab 53.), Buhrmester (11/3 Paraden, bis 53.); Verjans (1), Wilmsen, Heiny (2), Leenders (1), Mickal, Miedema (2), Fraatz (2), Terwolbeck (3), de Boer (2), Vorlicek (4), Smit, Seidel (6/3), van Lengerich

Von der ersten Minute an bestimmte das 2-Städte-Team das Spiel und sollte dem Gegner aus dem Rheinland nicht eine einzige Führung oder einen Ausgleich erlauben. Bis zur 15. Minute zog die HSG auf 7:3 davon, ein Zwischenergebnis mit dem der HC Rhein Vikings noch gut bedient war, denn es wurden noch einige Chancen für eine klarere Führung ausgelassen. In der Abwehr gelang es das sonst so gefährliche Kreisläuferspiel des Gegners fast völlig zu unterbinden und den Gegner zu unvorbereiteten Abschlüssen zu zwingen. Gästetrainer Ceven Klatt versuchte zwar mit einer Auszeit sein Team noch einmal in die Spur zu bringen, aber die von ihm erhoffte Steigerung blieb aus. Die HSG Nordhorn-Lingen agierte in der Abwehr weiter höchst konzentriert und hatte im Angriff mit Phillip Vorlicek (4 Tore) an diesem Tag im rechten Rückraum einen gewitzten Spieler, der ein ums andere Mal mit sehenswerten Schlagwürfen erfolgreich war. Das schönste Tor des Spiels erzielte Yannick Fraatz, der einen langen Pass von Björn Buhrmester akrobatisch aus der Luft fischte und mit dem Halbzeitpfiff zum 11:7 im Tor unterbrachte.

Im zweiten Durchgang setzte die HSG Nordhorn-Lingen sofort nach, spielte im Angriff geduldiger gegen einen etwas besser stehenden Gegner, der aber an diesem Tag keine Chance hatte. Das 2-Städte-Team baute den Vorsprung auf 16:10 (40. Min.) aus. Zeit für die nächste Auszeit der Vikings, aber auch das brachte an diesem Tag keine Wende. Bis zur 52. Minute ließ die HSG nur 2 Treffer des Gegners zu und zog auf 21:12 davon. Egal was der HC Rhein Vikings auch versuchte, die HSG hatte immer die bessere Antwort parat. Als die HSG in den letzten Minuten das Tempo etwas aus dem Spiel nahm, gelang es den Vikings das Ergebnis im Rahmen zu halten. Der Endstand von 23:15 war in dieser Höhe völlig verdient und wurde von den Zuschauern und der Mannschaft ausgiebig gefeiert.

Bezeichnender Weise brauchte HSG Trainer Heiner Bültmann in diesem Spiel keine Auszeit zu nehmen, denn sein Team war über die gesamten 60 Minuten fokussiert und optimal auf den Gegner eingestellt. Einziges Manko eventuell die Torausbeute vornehmlich in der ersten Hälfte. „Gefühlt hätten wir zur Halbzeit schon höher führen müssen, denn wir haben doch noch einige freie Würfe liegenlassen. Dagegen hat es unsere Abwehr geschafft, das gefährliche Kreisläuferspiel des Gegners fast völlig zu unterbinden. Unser Mittelblock hat sehr gut harmoniert“, so der Coach in der Pressekonferenz.

Die HSG Nordhorn-Lingen bleibt nach dem 8. Heimspiel und 15:1 Punkten zu Hause weiter ungeschlagen, belegt nun mit 21:11 Punkten Platz 8 und hat weiter den 2. Platz bei nur 3 Punkten Abstand im Blick. Überraschung des Spieltags war sicher die Heimniederlage von Tabellenführers Bergischer HC gegen den Tabellenzweiten VfL Lübeck-Schwartau.

Der Blick geht aber schon nach vorne, denn am kommenden Wochenende kommt es zum nächsten Spitzenspiel beim Erstligaabsteiger HSC Coburg, der nur einen Platz hinter der HSG liegt.