Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 13.02.2018

Die HSG Nordhorn-Lingen beginnt das Jahr 2018 mit einem 26:25 (14:13) Sieg gegen den ThSV Eisenach

Das Spiel nach Rückstand noch auf der Zielgeraden umgebogen


Es wurde vor 3013 Zuschauern in der EmslandArena das im Vorfeld erwartete spannende und umkämpfte Spiel zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem ThSV Eisenach, in dem das 2-Städte-Team den besseren Start erwischte.

Es waren nicht einmal 5 Minuten gespielt und die HSG Nordhorn Lingen lag nach Toren von Toon Leenders (1), Philipp Vorlicek (4) und Yannick Fraatz (3) mit 3:0 in Front. Ein früher Zeitpunkt im Spiel, den der Trainer der Eisenacher Arne Kühr nutzen musste, um seinem Team in der Auszeit zu erklären, dass es Zeit wäre aus dem Bus auszusteigen und mit dem Handball spielen zu beginnen. Die Ansage des Thüringer Coaches verfehlte seine Wirkung nicht und der ThSV konnte in der 11. Minute zum 5:5 ausgleichen. Der weitere Verlauf in Hälfte eins war dann auch ausgeglichen.  In der 22. Minute musste die HSG dann einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen, denn nach seinem 4. Tor (11:9) humpelte ausgerechnet der bis dahin beste HSG’ler im Rückraum Philipp Vorlicek mit Oberschenkelproblemen vom Feld und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Nicky Verjans (5 Tore) übernahm und konnte sich gleich mit 2 Treffern in Szene setzen. Aber der ThSV Eisenach ließ sich nicht abschütteln, kam allerdings auch bedingt durch eine nicht optimal stehende HSG Abwehr zu einfachen Toren. So blieb es nur bei einer knappen 14:13 HSG-Führung zur Halbzeit.

26:25
2. Handball-Bundesliga   |   21.Spieltag
Kaleun (0 Paraden, bei einem 7m), Buhrmester (13 Paraden); Verjans (5), Wilmsen (n.e.), Heiny (2), Leenders (1), Mickal (n.e.), Miedema (1), Fraatz (3), Terwolbeck (2), de Boer, Zare (n.e.), Vorlicek (4), Wiese (2), Smit, Seidel (6)

Die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte waren dann geprägt durch eine schwache Abwehrleistung der HSG Nordhorn-Lingen, die dem ThSV Eisenach zu leichten Toren verhalf und gleichzeitig zeigte man Schwächen im Angriff denn etliche gut herausgespielte Chancen wurden nicht genutzt, auch weil der Eisenacher Torhüter Jan Steffen Redwitz jetzt seine stärkste Phase abrufen konnte. So konnten die Thüringer in der 48. Minute eine 20:23 Führung verbuchen.  Dank einer tadellosen kämpferischen Einstellung fand das 2-Städte-Team zurück ins Spiel und konnte sich in der letzten Spielphase auf Torhüter Björn Buhrmester verlassen, der mit seinen Paraden mithalf, dass die HSG in der 54. Minute zum 23:23 ausgleichen konnte. In der 59. Minute hatte Lasse Seidel (6 Tore) auf 26:24 erhöht und die Halle stand hinter ihrer HSG. Aber noch war nicht Schluss in der EmslandArena. Der ThSV verkürzte noch einmal auf 26:25, kam noch einmal in Ballbesitz, konnte aber den Angriff nicht mit einem Torerfolg abschließen.

Ein knapper Sieg für die HSG Nordhorn-Lingen, die es sich gegen einen kämpferisch starken Gegner aus Eisenach aber auch phasenweise selber schwergemacht hatte.

So analysierte es auch HSG Trainer Heiner Bültmann auf der Pressekonferenz: „Über unsere Abwehrleistung zwischen der 5. und 45. Minute decke ich hier mal den Mantel des Schweigens. Erst in der letzten Phase haben wir in der Abwehr unser eigentliches Niveau erreicht und konnten das Spiel glücklicherweise drehen. Zudem hatten wir unseren bis dahin stärksten Rückraumspieler Philipp Vorlicek sehr früh verloren und haben unsere Chancen, obwohl wir gute Lösungen gefunden hatten, nicht konsequent genug genutzt. Das ist aber verständlich, denn etliche Spieler konnten verletzungsbedingt erst 2-3 Trainingseinheiten in der Vorbereitung bestreiten. Daher bin ich über diesen Sieg sehr glücklich.“

Die HSG Nordhorn-Lingen hält in der Tabelle den 7. Platz mit 26:16 Punkten und damit den Anschluss nach oben. Am nächsten Wochenende wartet dann aber wohl eine wesentlich schwerere Aufgabe auf die HSG Nordhorn-Lingen, die auswärts beim VfL Eintracht Hagen antreten muss. Die Hagener konnten immerhin den Bundesligaabsteiger HBW Balingen-Weilstetten auswärts mit 37:33 besiegen.