- Startseite
- Liveticker
- Saison
- Fans
- Archiv
- Tickets
- Sponsoring
- Verein
Es ist der Start in die Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga. Bei einem Sieg würden die Nordhorner die Gäste in der Tabelle überflügeln – und kämen in Sichtweite der Aufstiegsplätze.
Mit einem Zehn-Tore-Sieg ins neue Handball-Jahr gestartet, das Derby vor Augen und die Spitzengruppe der 2. Liga in greifbarer Nähe – die HSG Nordhorn-Lingen hat es in der Hand, zum Auftakt der Rückrunde die Weichen auf Erfolg zu stellen. Die Fans jedenfalls lechzen nach dem 32:22-Sieg des Tabellenachten gegen Empor Rostock nach mehr. Und das Derby morgen gegen den TV Emsdetten (17 Uhr, Euregium) verheißt einen Saisonrekord: 2500 Zuschauer werden erwartet – so viel wie noch nie in dieser Spielzeit. Sitzplatzkarten waren gestern bereits rar. Da gebe es nur noch vereinzelt Tickets, hieß es aus der Geschäftsstelle, die heute zwischen 10 und 12 Uhr geöffnet ist. Stehplatzkarten sind jedoch noch ausreichend vorhanden.
Bei solchen Voraussetzungen wundert es nicht weiter, dass auch Kapitän Nils Meyer und Kollegen auf das Duell mit dem westfälischen Nachbarn brennen: „Die Mannschaft ist heiß“, sagt Trainer Heiner Bültmann, dessen Team derzeit auf 20:18 Punkte kommt und mit einem Sieg gar die mit 22:16 Zählern auf Platz fünf geführten Gäste überflügeln könnte, da es über die bessere Torbilanz verfügt. Dann kämen sogar die Aufstiegsränge in Sicht; TuSEM Essen als Dritter kommt auf 25:13 Punkte und steht heute beim SC DHfK Leipzig vor einer schwierigen Aufgabe. Doch vom Blick nach oben will Bültmann nichts wissen; bei nur acht Punkten Abstand zur Abstiegszoneorientiere man sich eher an der unteren Tabellenhälfte.
Am Auftrag für das Spiel gegen Emsdetten ändert das nichts: „Wir wollen den Sieg aus dem Hinspiel wiederholen“, erinnert er an den 25:21-Erfolg am ersten Spieltag. Denn: „Das ist unser einziges Derby und etwas Besonderes.“
Doch um die Mannschaft von Trainer Patrik Liljestrand niederhalten zu können, müssen sich die Gastgeber gegenüber dem Spiel gegen Rostock schon steigern, als sie sich nach 42 Minuten eine zwölfminütige Schwächephase leisteten, die mit 4:10 verloren ging. „Wir müssen 60 minuten durchziehen und das auf einem höheren Niveau als gegen Rostock“, fordert Bültmann, der den TVE auf Grund seiner individuellen Qualität zu den besten Mannschaften der Liga rechnet. Insbesondere den Rückraum um Torjäger Elvir Selmanovic muss die Nordhorner Abwehr in den Griff bekommen, zumal die Aufbaureihe in der EM-Pause noch mit Linkshänder Ernir Arnarson von der HSG Düsseldorf verstärkt wurde. Allerdings hat sich der Isländer laut Liljestrand unter der Woche am Knöchel verletzt und sein Einsatz sei fraglich.
von Frank Hartlef
Quelle: Grafschafter Nachrichten