Mittwoch, 21.04.2010

Das HSG-Rezept: Hinten gut, vorne mit Geduld


Grafschafter Zweitliga-Handballer empfangen heute Abend HSV Hannover

Die Handballer der HSG Nordhorn-Lingen greifen nach der Pause am Wochenende heute Abend wieder in das Spielgeschehen der Zweiten Liga Nord ein.

Zu Gast im Nordhorner Euregium ist um 19.30 Uhr der Tabellenzehnte HSV Hannover. „Ich hoffe, es geht so weiter wie in Schwartau“, sagt HSG-Trainer Heiner Bültmann, dem beim 28:28 gegen den ehemaligen Bundesligisten vor allem die Abwehrarbeit gefallen hat. Eine ähnliche Vorstellung wünscht sich der Coach auch heute Abend – Bültmann: „Das Wichtigste ist, gut in der Abwehr zu stehen – beweglich und aggressiv.“ Und für das Angriffsspiel verordnet der Trainer seiner Mannschaft Disziplin und Geduld.

Die personellen Voraussetzungen haben sich kaum geändert gegenüber dem letzten Auftritt im Bundesliga-Unterhaus. Spielertrainer Maik Machulla hat immer noch mit Bauchmuskelproblemen zu kämpfen, vor allem beim Werfen zwickt es den Spielmacher. Kreisläufer Einar Ingi Hrafnsson hat sich zwar in der vergangenen Woche eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zugezogen, Bültmann rechnet jedoch fest mit dem Isländer.%break%

Nach dem Spiel beim VfL Bad Schwartau (28:28), in dem den Nordhornern ihrer Ansicht nach durch einen zu frühen Abpfiff ein Tor und damit ein Zähler geraubt wurde, überwog nach Aussage von Trainer Bültmann nicht der Frust über eine Fehlentscheidung, sondern das Gefühl, ein gutes Spiel abgeliefert zu haben. Wie schon vor zehn Tagen wird auch heute wieder Stephan Wilmsen zunächst den am Knie operierten HSG-Kapitän Nicky Verjans vertreten. Weitere Kandidaten für die rechte Rückraumposition sind Eike Rigterink und Maik Machulla, wenn dieser von Alex Terwolbeck als Spielmacher abgelöst wird. Terwolbeck war bereits im Spiel gegen Altenholz phasenweise für Machulla eingesprungen und hatte seine Sache in der Rückraummitte trotz der Niederlage sehr ordentlich gemacht.

Eine gute Abwehrleistung wird auch deshalb notwendig sein, weil die Hannoveraner im Angriff laut Bültmann mit viel Tempo und Überkreuzbewegungen spielen. Der HSG-Coach erinnert daran, dass die heutigen Gäste der Nordhorner im Saisonverlauf mit einigen guten und überraschenden Ergebnissen aufwarten konnten, zum Beispiel zwei Siegen gegen den Tabellenzweiten aus Emsdetten.

Heiner Bültmann geht davon aus, dass seine Spieler hoch motiviert an die restlichen Aufgaben in der Zweiten Liga heran gehen werden. Zwar haben die Nordhorner sieben Spieltage vor Saisonschluss nichts mehr mit den sportlichen Entscheidungen im Kampf um den Aufstieg und gegen den Abstieg zu tun, an einem Ziel mangelt es deshalb allerdings noch lange nicht. „Wir wollen den vierten Tabellenplatz verteidigen – was nicht einfach wird“, sagt Bültmann. Er geht aber ohnehin davon aus, dass die Spieler immer gewinnen wollen – unabhängig davon, wie die Tabellenkostellation gerade ist.

 

von Martin Lüken