Foto: Melanie Bültmann
Dienstag, 18.10.2016

28:16 Kantersieg der HSG Nordhorn-Lingen gegen EHV Aue


1.818 begeisterte Zuschauer in der EmslandArena feierten die HSG Nordhorn-Lingen schon Minuten vor dem Schusspfiff mit stehenden Ovationen und begleiteten sie zum auch in der Höhe verdienten 28:16 Sieg.

Die Führung für den EHV Aue zum 0:1 durch Marc Pechstein sollte an diesem Sonntagnachmittag der einzige kleine Lichtblick bleiben, den der EHV Aue sich erspielen konnte. 10 Sekunden später übernahm die HSG Nordhorn-Lingen das Kommando und ließ sich nach dem 1:1 Ausgleich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Dabei hatten die Mannschaft des EHV Aue und deren Verantwortlichen sich das ganz anders vorgestellt. Co-Trainer Stephan Swat hatte die Mannschaft vorher in die Pflicht genommen: „Der Verein schafft optimale Bedingungen. Nun ist es an uns, das endlich auch mit Punkten zurückzuzahlen“. Damit hatte er die vortägliche Anreise gemeint. Aber die HSG Nordhorn-Lingen pulverisierte dieses Vorhaben von der ersten Minute an mit einer konzentrierten Abwehrleistung und einem sehr guten Spielaufbau durch Alex Terwolbeck. Das 2-Städte-Team leistete sich zudem kaum technische Fehler und nutze seine Chancen konsequent. In der 14. Minute beim Spielstand von 8:4 nahm der Trainer das EHV Maik Handschke die erste Auszeit, um den Spielfluss der HSG Nordhorn-Lingen zu bremsen. Doch die Mannen um Kapitän Nicky Verjans ließen sich wenig beeindrucken. Spielerisch überzeugend baute das 2-Städte-Team die Führung aus und konnte mit einer 15:9 Führung in die Pause gehen.

28:16
2. Handball-Bundesliga   |   8.Spieltag
Kaleun (2 Paraden, ab 55. und bei einem 7m), Buhrmester (18 Paraden, bis 55.); Verjans (4), Wilmsen, Mickal (n.e.), Miedema (2), Fraatz (2), Rooba (n.e.), Terwolbeck (4), de Boer (1), Bergmann (1), Wiese (7), Madsen (4), Seidel (3/1)

Nach dem Wechsel kam beim EHV Aue Robert Wetzel ins Tor, der den HSG Angreifern zunächst einmal das Leben schwerer machte wie seine Vorgänger Bayerschmidt oder Töpfer in Hälfte eins. Doch gleichzeitig steigerte sich der Abwehrverband der HSG Nordhorn-Lingen, Björn Buhrmester (18 Paraden) ließ die Angreifer des EHV verzweifeln und obwohl die Tore nicht mehr wie am Fließband fielen, zog das 2-Städte-Team unaufhaltsam davon. 20:12 in der 43. Minute, 22:13 (51. Min.) und beim 24:14 in der 55. Minute wurde die Führung zweistellig. Einen Moment hatte die Partie noch, als der Nachwuchsspieler Lars Bergmann aus dem rechten Rückraum sein erstes Bundesligator zum 26:15 für die HSG Nordhorn-Lingen erzielen konnte. Das 28:16 durch Patrick Miedema war dann der Schlusspunkt, in einem einseitigen Spiel gegen einen zugegebenermaßen an diesem Tag überforderten Gegner.

Die HSG Nordhorn-Lingen konnte die klaren Vorteile auf der Torhüterposition, im Abwehrverband und im Spielaufbau an diesem Tag in einen auch in der Höhe völlig verdienten Sieg umwandeln und sich entsprechend im Rund der EmslandArena feiern lassen.

Das 2-Städte-Team rückt in der Tabelle mit 8:8 Punkten auf den 9. Platz nach vorn, während der EHV Aue mit der roten Laterne des Tabellenletzten den Heimweg antreten musste.

Trainer Heiner Bültmann zeigte sich dann auf der Pressekonferenz sehr erfreut über das Gesehene: „Wir hatten uns für dieses Spiel sehr viel vorgenommen. Nur 16 Gegentore sprechen ihre eigene Sprache für eine gute Abwehr hinter der Björn Buhrmester nicht nur seinen Job machte, sondern auch noch ein paar freie Würfe wegnehmen konnte. Im Angriff haben wir in der ersten Hälfte ohne technische Fehler gespielt und Alex Terwolbeck hat mit sehr viel Übersicht, vor allem auch gegen die offensive 5:1 Deckung, immer wieder die richtigen Lösungen parat gehabt“.