Inzwischen zurück in der Heimat und in Vorfreude auf das Vorbereitungsspiel unserer HSG am Dienstag.
Gestern abend wollten wir nach dem packenden Finale noch in einem Lokal so etwas wie ein Abschiedsessen veranstalten, da wir am Montag zu ganz unter-
schiedlichen Zeiten zurückfliegen mussten. Doch wir hatten nicht an das gedacht was uns unsere erste Stadtführerin Karla über schwedische Sonntage erzählt hatte.
Sonntags schlafen die Schweden bis fast mittags dann gibt es fast garnichts und zwischen 17-18.00 wird zu Hause gekocht, man kommt zusammen und isst zu Hause.
Darum sind die Straßen fast leer, ausser es sind Touristen zur Handball-WM vor Ort, die dann vor geschlossenen Lokalitäten stehen. Zwei Restaurants hatten wir
erspäht, in denen Licht war, die jedoch auch bis zum letzten Platz besetzt waren, und vor denen weitere Gäste warteten. Wir hatten uns schon entschlossen, das
was wir nicht essen konnten, zu trinken, da kamen wir auf dem Weg zu unserem Hotel noch an einem Restaurant vorbei, das geöffnet war. Auch dort alles besetzt,
doch da: jemand zog seinen Mantel an und machte einen Tisch für uns frei. Glück gehabt, so konnten wir noch Salat, Fisch und Hamburger zu uns nehmen und mussten
nicht hungrig ins Bett gehen. Um 22:00 trafen wir noch die anderen aus unserer Gruppe in unserem Hotel und dort haben wir die Einsätze unserer Tiprunden verflüssigt und noch einige Zeit in Rück- und Vorschauen investiert. Unser Reiseleiter erzählte heute morgen, dass in der Lokalität vom Samstag auch am Samstag
ein Abend für Presse, Organisatoren und EHF Oberen stattgefunden hat und dass um 1:30 die französiche Weltmeistermannschaft eingetroffen war, die dort noch
abfeiern wollte. Um 3:00 sei jedoch die Musik abgestellt worden und trotz vielfacher Versuche und Bitten sei damit der Abend beendet gewesen, zur Enttäuschung der Franzosen. Ich denke sie werden es verschmerzt haben. Anders unsere Truppe, die erst nochmal abwarten muss wie es weitergeht. Und die sich hinterfragen
muss ob wirklich alle dasselbe wollen. Wir waren uns nicht sicher, dass es in Schweden der Fall war. Eine verpasste Chance.