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Beiträge: 646

Wohnort: Hameln

1

Sonntag, 27. September 2009, 13:17

Wählen gehen - demokratisches Recht ausüben!

Liebe Fans der HSG,

Ausnahmsweise mal kein Aufruf zur Unterstützung der HSG Nordhorn - Lingen. Nein, heute geht es noch um viel mehr:

Heute wählen wir die Richtung, die Politik die nächsten 4 Jahre nehmen soll.
Heute wählen wir, wie wir die nächsten 4 Jahre in Deutschland leben möchten.
Heute wählen wir, wer uns im In- und Ausland als Politiker/in vertreten soll.

Es gibt keine Wahlpflicht in Deutschland, und das ist gut so. Aber nutzt alle Euer demokratisches Recht, die Regierung und die Zusammensetzung des Parlaments in den nächsten 4 Jahren mitzuentscheiden.

Geht wählen! Denn nur wer wählen geht, kann danach auch kritisieren!

Wählen gehen - für Deutschland!

Beiträge: 208

Wohnort: Rheine

2

Montag, 5. Oktober 2009, 03:06

Peking

Hallo Fans!
Ganz herzliche Gruesse aus dem sonnigen Peking. Tja diesmal nicht aus Hildesheim, doch wurden wir erstklassig ueber Spielstand und Endergebnis informiert
und haben dann, noch im Flieger sitzend gejubelt. Sollten eigentlich schon am Sonntagmittag ankommen, doch da unser Flieger einen Triebwerksschaden
hatte, mussten wir noch eine Nacht in Frankfurt verbringen. Er hat zwar vier Triebwerke und wir dachten 3 koennten auch wohl reichen, aber da waren
Lufthansa und China Air wohl, zum Glueck, anderer Meinung. So gab es mehrere Verschiebungen und wenig Informationen, doch alle 270 Passagiere haben diese
Unzulaenglichkeiten erstaunlich gelassen weggesteckt. Am Sonntag, 4. 10. starteten wir dann endlich um 13.30 und erreichten dann nach einem sehr ruhigen
Flug den Pekinger Flughafen nach 8.30 Stdn. Nachdem wir gefruehstueckt haben, uebrigens bisher als einzige aus unserer 13koepfigen Gruppe werden wir gleich
ab 10,00 den Himmelstempel besuchen, und heute Nachmittag nachschauen ob mit dem Kaiserpalast noch alles in Ordnung ist.
Hoffe uebrigens, dass nach Hamm ein Fanbus zustande kommt, denn diese Mannschaft hat wieder mal bewiesen, dass sie die Unterstuetzung verdient hat.
Also fleissig anmelden. Uebrigens sind wir der MEZ 6 Stdn. vorraus.

Beiträge: 208

Wohnort: Rheine

3

Dienstag, 6. Oktober 2009, 14:32

Ni hau, wie es in China zur Begruessung heisst, wobei man darauf achten sollte, dass das h deutlich ausgesprochen wird, sonst heisst es "pinkeln", was dann durchaus
zu verfaenglichen Situationen fuehren kann. Wir haben ausserdem gelernt, dass Zebrastreifen in Peking nur zur Zierde da sind, dass Maenner fruehestens mit 22
Jahren und Frauen mit 20 heiraten duerfen, dann nach 3 Jahren einen Antrag stellen koennen wenn sie ein Kind bekommen wollen. Man will diese Regelung abaendern,
weil es sich zeigt, dass der Anteil der jungen Chinesen rapide abnimmt, da es viele Einzelkinder gibt, die selbst keine Kinder mehr wollen.
Heute haben wir die chinesische Mauer in Angriff genommen, wie beim Skifahren gibt es einen dunkelroten und einen schwarzen Teil. Bei strahlendem Sonnenschein
und ca. 23 Grad haben wir uns ueberwiegend fuer den dunkelroten Teil entschieden, und konnten von dort aus die hohen Felsberge auf unserer und der gegen-
ueberliegenden Seite bewundern. Die Mauer ist sicherlich nicht der eigentliche Schutz, denn die koennen sportlich geuebte Kletterer ohne grosse Muehe ueber-
winden.Da ist das Gebirge rundherum sicher eine groessere Herausforderung. Vom 1. bis zum 8. Oktober wird hier die Volksrepublik gefeiert, und an allen Aus-
sichtspunkten, an denen wir waren, gab es tausende von Besuchern. Morgen statten wir dem " Sommerpalast" einen Besuch ab und abends steht Hochleistungs-
sport auf dem Programm, nicht von uns, sondern bei chinesicher Aktobatik.

Beiträge: 208

Wohnort: Rheine

4

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 02:55

Kommen gerade vom Fruehstueck und fahren gegen 9.30 zum "Beijing Institute of Education", um dort eine Vorlesung ueber das chinesische Bildungswesen auf
Englisch zu verfolgen. Danach fahren wir zum "Vogelnest" und ich hoffe, dort stehen zu koennen wo der chinesische Huerdenstar eigentlich seine Goldmedaille
bei der Olympiade feiern wollte, jedoch aufgrund einer Achillessehnenverletzung aufgeben musste.
Gestern waren wir im Sommerpalast, auch dort wieder Menschenmassen, doch wie bisher immer alles recht enspannt. Wir wunderten uns wohl schon bei der Anfahrt
ueber ein viel groesseres Polizei- und Presseaufgebot und dachten: so wichtig sind wir doch garnicht. Es ging auch nicht um uns, oh Wunder, sondern irgendjemand
hatte wohl erfahren, dass der chinesische Ministerpraesident kommen wollte. Doch solange wir uns dort aufgehalten haben kam er nicht in Sicht. Nachmittags
waren wir noch im Lama- und Confucius Tempel und haben dort einiges ueber die jeweiligen Lehren erfahren und den groessten Buddha gesehen: 18 m hoch mit
einem 8 m langen Sockel in der Erde.Abends waren wir bei einer chinesischen Oper, unsere Reiseleiterin Lisa hatte uns vorher ueber den Inhallt des Stueckes
berichtet sodass wir dann auch mit Hilfe der englischen Anzeigen das Stueck verfolgen konnten, dieses Stueck enthielt schon einige akrobatische Elemente, und
wir bekamen somit schon einen Vorgeschmack auf heute Abend, wo chinesiche Akrobatik auf dem Programm steht.

Beiträge: 208

Wohnort: Rheine

5

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 14:32

Heute erhielten wir, wie schon angedeutet, einen Einblick in den Aufbau des chinesischen Schul- und Universtaetswesens, zumindest was die Theorie betrifft.
Ein etw 40jaehriger Professor brachte uns in sehr gutem Englisch die Anforderungen an Schueler und auch Lehrer in China nahe. Dort wie auch bei uns gibt es
das Problem Randschichten der Bevoelkerung zu erfassen und entsprechend zu foerdern. Anders als bei uns gibt es hier 6 Grundschuljahre, in denen speziell
nach 3 Jahren durchaus schon auf besondere Begabungen der Schueler geachtet wird, sei es Sport, Kunst, Musik o.ae. Diese Schueler koennen auf dafuer
ausgerichtete Schulen weitergehen, waehrend Kinder, die die Anforderungen nicht erfuellen koennen, wie z.B. der Sohn unseres Professors, der bei einer
Groesse von 1.48 m 54 kg wiegt und somit zunaechst Probleme hat, und abnehmen muss. Auch in China versucht man vor allem auch aeltere Lehrer weiter zu
qualifizieren. Wir erfuhren weiter, dass es inzwischen regen Austausch mit zahlreichen Nationen auf dem Gebiet des Studenten- und Lehrerwesens gibt.
Anschliessend besichtigten wir, wie tausende in- und auslaendische Touristen, das Pekinger Olympiastadion genannt"Vogelnest". Eindrucksvoll in jeder
Beziehung, sei es, dass man Platz nahm 1 m von der Ziellinie oder das Ganze vom hoechsten Sitz unterm Dach beobachtete. Auch von dort hatte man einen tollen Blickauf das Geschehen ganz unten. Ganz in der Naehe der Wasserwuerfel in Blau und die Halle fuer Turnen und Gymnastik, haben wir aber nur von aussen gesehen.Auf dem Rueckweg zum Bus wieder jede Menge Militaer und Polizei, ich glaube wir ziehen die wichtigen Leute wohl an, wissen aber nicht um wen es diesmal gehen sollte. Den Abschluss bildete ein besonderes Spektakel: Chinesische Akrobatik mit eindrucksvoller Musik, fliegenden Papageien und Tauben, Menschtrauben auf Fahraedern, Schlangenfrauen, fliegende Stelzenmaenner und atemberaubende Akrobatik auf in der Luft drehenden Rhoenraedern.
Morgen werden wir noch ein Sportgymnasium besuchen, mal sehen ob dort Schueler sind, denn bis zum Wochenende sind noch Ferien wegen der
Staatsfeierlichkeiten zum 60jaehrigen Bestehen.

Beiträge: 679

Wohnort: Neuenhaus

6

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 15:25

Groesse von 1.48 m 54 kg wiegt und somit zunaechst Probleme hat, und abnehmen muss.


Das finde ich nicht schlimm dick. Entspricht einem BMI von 24,6
grad´mal keine Sig ....

Beiträge: 208

Wohnort: Rheine

7

Freitag, 9. Oktober 2009, 16:21

Hallo d.v.d., ich vergass zu sagen, dass der Junge 10 Jahre alt ist. Und wenn in China bei den Schuelern Groesse, Gewicht und Alter nicht im passenden Verhaeltnis
stehen, dann kann er die Eignungspruefung fuer Sport garnicht erst ablegen.
Heute morgen waren wir im Tempel der" Azurblauen Wolken" und haben einen riesengrossen liegenden Buddha gesehen. Die Geschichte sagt: er habe bei einer Mahlzeit so viel gegessen, dass ihm schlecht wurde und er sich hinlegen musste. Er hat seinen Schuelern befohlen, fuer ihn die Schreibarbeit zu uebernehmen. Zum ersten
Mal in diesen Tagen waren wir fast allein, das heisst, mit etwa 20 anderen Touristen bei einer Sehenswuerdigkeit. Ganz im Gegensatz zum gestrigen Besuch auf dem "Platz des himmlischen Friedens".Zehntausende von Chinesen und Touristen draengten sich an geschmueckten Wagen von der Parade am 1. Oktober, am Mao Mausoleum,am Staatsmuseum und am Regierungsgebaeude vorbei.Voellig ungewohnt fuer uns war, dass es ueberhaupt keinen Abfall oder Muell oder leere Flaschen auf dem ganzen Platz gab, es lag vielleicht auch am Fehlen der bei uns ueblichen Versorgungsstaende, auch wenn die Chinesen mit eigenen Picknickkoffern unterwegs waren. Diese Sauberkeit ist uns auch an den anderen Touristenstellen aufgefallen.
Heute nachmittag waren wir am "Shaolin Sportgymnasium" von Peking, das bekannteste(private) Sportinternat in China mit "Filialen" in Japan, Russland und geplant in USA. Schwerpunkt derSchule ist Kampfsport, doch es gibt auch Tischtennis, Basketball und Badminton. Das Alter der 2000 Schueler dieser Schule liegt zwischen 3 und 18 Jahren. Sie werden von den Eltern angemeldet, die fuer ein Schuljahr 3000 Euro bezahlen muessen. Die Klassen haben haben eine Staerke von 40 Schuelern.
Nur 10% der Schueler sind Maedchen, die laut Schulleiterin jedoch sehr gute Leistungen bringen. Der Schultag beginnt um 5.40 mit Wecken, danach 1 Std. Training,
danach 30Min. Fruestueck. Von 8.oo bis 12.00 Unterricht nach einem gymnasialen Lehrplan. Danach Mittagessen und von 14.00- 16.00 Training. Von 18.00 - 21.00
wieder Unterricht einschliesslich Hausaufgaben. Untergebracht sind die Juengeren in 18-Bett Zimmern und die aelteren in 4-8-Bett Zimmern. Kein Handy, kein
Fernsehen und kein Computer. 14 Tage am Stueck ohne WE, danach 2 Tage frei. 4mal im Jahr duerfen sie nach Hause fahren( mit Trainingsplaenen im Gepaeck).
Nachdem wir eine beieindruckende Vorstellung von ca. 16jaehrigen Schuelern im Kampfsport verfolgen konnten, zeigte man uns in einer uralten Halle den Sport
unterricht, in dem Disziplin eine herausragende Rolle spielte.Alle Anlagen und Gebaeude waren allerdings vorsintflutlich, um es vorsichtig auszudruecken.
Mit einem typisch chinesichen Abendessen mit Peking Ente klingt eine Woche aus, die uns so viele Eindruecke bescherte, auch mit Hilfe unserer Reisleleiterin Lisa,
die uns aus ihrem eigenen Leben und Erleben ein noch viel besseres Verstaendnis der Verhaeltnisse im frueheren und heutigen China ermoeglichte.
Es konnte hier nur ein Bruchteil unserer Erlebnisse wiedergegeben werden. Wir hoffen nun auf einen pannenfreien Rueckflug am Samstag und ein gesundes Wiedersehen am Mittwoch in einer hoffentlich vollen Halle gegen Ahlen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »RAWI« (9. Oktober 2009, 16:29)