Mittwoch Spitzenspiel gegen Nordhorn
Nachdem der THW am Montag aus Island zurückgekehrt ist, geht es gleich am Mittwoch in der Bundesliga weiter. Zu Gast in der Ostseehalle ist die HSG Nordhorn, die sich mit 9:3 Punkten in der Spitzengruppe fest gesetzt hat. Anwurf ist um 20 Uhr.
In der vergangenen Saison schnitt die HSG mit 27:41 Punkten (siehe Abschlusstabelle und Kurve Nordhorn) mehr als mäßig ab, doch in dieser Spielzeit präsentieren sich die Niedersachsen runderneuert. Die bisher einzige Niederlage der Saison musste das Team von Ola Lindgren am dritten Spieltag zu Hause gegen Lemgo hinnehmen, ansonsten gab es Siege in Schwerin, gegen Essen, in Düsseldorf und in Minden (siehe Kurve). Im letzten Bundesligaspiel trennte sich Nordhorn dann 27:27 (16:14) vom amtierenden Meister Flensburg und hätte da sogar zwei Punkte nach zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung mitnehmen können. 9:2 lag die HSG nach neun Minuten in Front, "das waren die besten zehn Minuten, die wir jemals gespielt haben", sagte HSG-Coach Lindgren nach der Partie. Und Ex-HSG-Trainer Kent-Harry Andersson, nun Übungsleiter in Flensburg, sah sogar "Handball von einem anderen Planeten". Mit momentan 9:3 Punkten liegt Nordhorn auf Platz fünf der Tabelle.
Zu Saisonbeginn veränderte sich das HSG-Team deutlich. Neun Abgängen (darunter Ljubomir Pavlovic) stehen sechs Neuzugänge gegenüber. Dem schwedischen Weltklassekeeper Peter Gentzel wurde Jesper Larsson, der aus Essen nach Nordhorn zurückkehrte, an die Seite gestellt. Piotr Przybecki (vom THW gekommen) verstärkt den linken Rückraum, der schweizer Nationalspieler Iwan Ursic soll den Abgang von Kapitän Ian-Marko Fog (nach Gummersbach) kompensieren und sich mit Robert Arrhenius am Kreis ergänzen. Mit dem Schweden Matthias Franzen (vom FC Barcelona) hat sich Nordhorn zudem auf Linksaußen deutlich verstärkt und besitzt mit Rechtsaußen Jan Filip nun eine starke Flügelzange. Der Rückraum mit Przybecki (RL), den Spielmachern Ljubomir Vranjes und Maik Machulla und dem jungen Nationalspieler Holger Glandorf (RR) ist ebenfalls gut besetzt. Die Torschützenliste führt derzeit Filip (40/11) vor Glandorf (37) und Przybecki (35) an.
In eigener Halle hat der THW bisher nur einmal gegen die HSG Nordhorn verloren. Am 13.04.2000 unterlagen die Zebras Nordhorn mit 29:30 (siehe Bericht), danach konnte der THW jedes weitere Heimspiel gewinnen (siehe Gegnerdaten Nordhorn).
Schiedsrichter der Partie am Mittwoch sind Brauer (Hamburg) / Holm (Hagen).
Quelle :
www.thw-provinzial.de/thw
HSG Nordhorn im Auftrieb Neuzugänge in der Pflicht´
Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports:
Das Jahr 2002 war ein besonderes und zugleich sehr schwieriges für die HSG Nordhorn. Zum einen stellt es zweifellos das sportlich erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte dar (Zweiter hinter dem THW), zum anderen aber wohl auch die Offenbarung einer großen wirtschaftlichen Panne, als man lange um den Erhalt der Erstliga-Lizenz bangen musste. Auf zu großem Fuße hatte man gelebt und am Ende die Rechnung dafür bekommen. Freud und Leid liegen, so zeigt es auch die Handball-Bundesliga, anscheinend näher beieinander, als man denkt.
Diese Tage scheinen glücklicherweise vorbei. Zwar wurde auch diese Saison die Lizenz nur mit Auflagen erteilt, jedoch halten die Grafschafter nun wesentlich vernünftiger mit ihrem Etat von rund 2,2 Mio Euro haus. So kommt es beispielsweise, dass vier eigene Jugendspieler im Team der HSG stehen und der relativ dünnen Personaldecke zu mehr Flexibilität verhelfen sollen. "Unsere Wechselmöglichkeiten sind relativ beschränkt und im Laufe der Saison könnte dies mit ein wenig Pech noch stärker ins Gewicht fallen", bedenkt auch Piotr Przybecki, der zu dieser Saison von Kiel nach Nordhorn wechselte. Dass dies der guten Qualität der Mannschaft bisher noch keinen Abbruch getan hat, macht der gute Saisonstart der HSG deutlich. Die Auswärtsspiele gegen Schwerin und Düsseldorf wurden souverän gewonnen, zu Hause landete man sogar einen Achtungserfolg gegen Essen (28:26), nur gegen Lemgo (24:2

mussten bisher unglücklich die Segel gestrichen werden. "Das war zwar ärgerlich, jedoch lange kein Beinbruch", konstatiert Piotr und gibt sich mit dem Saisonstart allgemein zufrieden: "Es läuft schon ganz gut, aber es steckt noch viel mehr Potential in der Mannschaft."
Große Hoffnungen setzt Trainer Ola Lindgren dabei in seine vier Neuzugänge, wobei auch der polnische Nationalspieler eine wichtige Rolle in dessen Planung einnimmt. Mit seiner Dynamik und Wurfkraft soll Przybecki für die einfachen Tore aus dem linken Rückraum sorgen. Vom schwedischen Welt- und Europameister Mathias Franzen (FC Barcelona) wird erwartet, dem linken Flügel mehr Effektivität zu verleihen und überdies seine Defensiv-Qualitäten einzubringen. Der Schweizer Nationalspieler Iwan Ursic (Pfadi Winterthur) konkurriert im Angriff am Kreis mit Robert Arrhenius und soll die Abwehrmitte gemeinsam mit dem Schweden stabilisieren. 1.025 Gegentore waren vergangene Saison die zweitschlechteste Bilanz der Liga und dem früheren Weltklasse- Abwehrspieler Lindgren schlicht "viel zu viel". Besserung erhofft sich der Schwede in dieser Hinsicht auch von Jesper Larsson (TuSEM Essen), von dem er überzeugt ist, dass er mit Peter Gentzel ein exzellentes Torhüter- Gespann bildet. Die Abwehrleistung zu optimieren war ein wesentlicher Aspekt der Vorbereitungsphase. "Wenn wir hinten gut stehen, kommen wir auch zu unseren Gegenstößen", glaubt der neue Kapitän Jan Filip, der dieses Amt vom zum Liga-Rivalen VfL Gummersbach gewechselten Ian Marko Fog übernommen hat. Die einst schärfste Waffe des skandinavisch geprägten Ensembles war vergangene Saison weitgehend stumpf geblieben. "Wir haben uns gut verstärkt" meint Lindgren optimistisch. Dass es schon reicht, um in die Phalanx der Europacup-Aspiranten vorzustoßen, glaubt er indes nicht: "Damit wir um Platz fünf oder sechs mitspielen können, müsste schon alles optimal laufen". Viel wird davon abhängen, wie Ljubomir Vranjes die Saison übersteht. Dass der nur 1,66 Meter große Spielmacher - einer von fünf schwedischen Nationalspielern im 15-köpfigen Kader der Niedersachsen - vergangene Serie mehr als die Hälfte der Spiele verletzt fehlte, war eine der Ursachen für das letztlich unbefriedigende Abschneiden der letzten Spielzeit.
Als Gegner in der Ostseehalle gibt man sich gewohnt verhalten: "Ich hoffe auf ein gutes Spiel und dass wir uns gut präsentieren können", sagt Piotr, "aber auch ich persönlich möchte meinen alten Mannschaftskameraden und dem Publikum zeigen, dass ich zu guter Leistung bereit bin", fügt er schmunzelnd hinzu.
(Aus dem offiziellen THW-Bundesliga-Magazin "zebra", von living sports)
Es müsste immer Musik da sein,bei allem was du machst.
Und wenn es so richtig Scheisse ist, ist wenigstens noch die Musik da.
Und an der Stelle wo es am allerschönsten ist, müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jenny« (11. Oktober 2004, 22:54)