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Samstag, 17. April 2004, 10:10

Für alle "Nicht-Nordhorner" ein Interview mit B. R

Ausgabe der GN vom 17.04.2004.

Weiterhin ist ein sehr guter Kommentar von Martin Lüken abgedruckt, den ich leider onmline nicht gefunden habe.

Ich denke, das trifft die Sache auf den Punkt.

Rigterink: "Der Trainer steht nicht in der Diskussion

Die HSG Nordhorn befindet sich auf Talfahrt. GN-Redakteur Martin Lüken sprach mit Manager Bernd Rigterink (Foto) über die Situation.

Frage: Herr Rigterink, die HSG hat in den zurückliegenden Spielen 2:16 Punkte eingefahren, haben Sie eine Erklärung?
Bernd Rigterink: Handball hat sehr viel mit dem Kopf zu tun. Im Moment ist der Kopf der Spieler einfach nicht frei, um ein Spiel gewinnen zu können. Ich hätte gehofft, dass unsere älteren Spieler die Blockade etwas früher überwinden.
Frage: Macht der Trainer etwas falsch?
Rigterink: Der Trainer steht überhaupt nicht in der Diskussion. Nicht nur das Umfeld, sondern auch die Spieler sind sehr zufrieden. Sicher macht jeder irgendwo Fehler – aber: Die Spieler sagen, dass sie ein besseres Training machen als im vergangenen Jahr. Für Ola Lindgren ist die Situation nicht einfach. Im vergangenen Jahr war er ein Kollege, jetzt steht er vor der Mannschaft.
Frage: Ist es ein Problem, dass ein ehemaliger Mitspieler nun der Trainer ist?
Rigterink: Das hat mit der schlechten Leistung nichts zu tun. Man muss sehen, dass in dieser Zeit der ein oder andere Spieler nicht das Potential abruft, das wir uns von ihm erhofft oder erwartet haben.
Frage: Mass muss passieren, damit es wieder läuft?
Rigterink: Es muss schnellstens etwas passieren, dennoch können wir personell in dieser Saison nichts mehr verändern. Aber: Man muss sicher ein Fragezeichen hinter den ein oder anderen Spieler stellen.
Frage: Das klingt nach personellen Veränderungen...
Rigterink: So sieht es aus, wobei ich nicht ins Detail gehen möchte. Man muss den Markt sondieren und schauen, wo es Alternativen gibt, um dann eventuell in 14 Tagen etwas sagen zu können. Eine Veränderung haben wir bereits mit der Verpflichtung von Matthias Franzén. Ich denke, dass die ein oder andere folgen muss.

Beiträge: 1 811

Wohnort: Münster

2

Samstag, 17. April 2004, 12:28

danke, habs auch mal als news reingesetzt...
den anderen artikel von Martin Lüken würd ich auch gern draufsetzen, der is sehr sehr gut, aber abtippen lohnt sich da wohl auch nich
"Manche hängen ihre Fahne nach dem erstbesten Wind,
doch die Liebe beweist sich erst, wenn der Wind zunimmt.
Und Liebe ohne Leiden, das hat noch niemand gesehen.
"


Beiträge: 646

Wohnort: Hameln

3

Samstag, 17. April 2004, 13:55

Hier der andere Artikel!

Hier noch ein interessanter Kommentar des GN-Sportredakteurs Martin Lüken:

"Die Bundesliga - ein Wert an sich"

Nach sportlich fetten Jahren ist die HSG Nordhorn in der Handball-Bundesliga derzeit nur Mittelmaß. Mehr noch: Könnte das Team von Trainer Ola Lindgren nicht vom besten Bundesliga-Start seit Zugehörigkeit zur Eliteklasse zehren, müsste der deutsche Vizemeister des Jahres 2002 wohl um den Verbleib im Oberhaus bangen.

Für die Anhänger ist es eine ungewohnte Situation , davon zeugen die Pfiffe, die nach der Niederlage gegen den WH im Euregium zu hören waren. Zwar muss isch die HSG an den eigenen Ansprüchen messen lassen, die Unmutsäußerungen zeigen aber auch, dass die Fans bislang verwöhnt worden sind. Sie hatten praktisch keine Zeit, sich allein an der Tatsache zu erfreuen, dass in Nordhorn Bundesliga-Handball geboten wird. In der ersten Saison spielten die Grafschafter nicht um den Klassenverbleib, sie wurden Fünfter und verpassten den Europapokal nur um wenige Tore - das war fortan der Maßstab.

Die jetzige Situation zeigt eindrucksvoll: Die Zugehörigkeit und vor allem Spitzenplatzierungen in der vermeintlich besten Handballliga der Welt sind keine Selbstverständlichkeit. Das muss jedem klar sein. Zumal: Der Bundesliga-Standort Nordhorn hing bereits zweimal am seidenen Faden. Die heutige Situation ist die logische Folge daraus, dass die HSG den Gürtel enger schnallen musste. Der Kader hat an Qualität verloren, Ausfälle wie die der mehrmaligen Welt- und Europameister Vranjes und Larsson können - aber das würde auch auf andere Bundesligisten zutreffen - nicht einfach kompensiert werden.

Die Talfahrt allein Chefcoach Ola Lindgren anzulasten, wäre falsch und zu einfach. Sicher muss der Trainer-Novize in einigen Situationen noch dazulernen. Auf der anderen Seite verdeutlichen die Leistungen der Handballer, die sie phasenweise zeigen, dass der Schwede gute Arbeit leistet. Seine Aufgabe wird es sein, das Potenzial dauerhaft und über die gesamte Spielzeit abzurufen. Die Mannschaft muss ihren Teil dazu beitragen, indem sie versucht, die Saison so gut wie möglich zu Ende zu bringen.

Für die Zukunft sind aber auch personelle Veränderungen unabdingbar, wenn wieder erfolgreicher Handball gespielt werden soll im Euregium. Es bedarf einer genauen Analyse, bei der Namen keine Rolle spielen dürfen. Wer HSG-Manager Bernd Rigterink kennt, wird aber wissen: Den Macher des Bundesliga-Handballs in der Grafschaft wurmt die Entwicklung sehr. Er wird im Hintergrund bereits die Fäden ziehen, um wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Wunderdinge und Titel sollten jedoch nicht erwartet werden. Ein neues Team aufzubauen braucht Zeit. Die Mannschaft, die vor zwei Jahren die Vizemeisterschaft geholt hat, spielte im Kern seit einigen Jahren zusammen. Vielleicht hilft manchmal eine ganz einfache Sicht der Dinge: Bundesliga-Handball in Nordhorn ist schon ein Erfolg.

(Quelle: Grafschafter Nachrichten vom 17.04.04)

Beiträge: 1 811

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4

Samstag, 17. April 2004, 15:14

sehr geil, danke!!!
haste extra abgetippt ?
"Manche hängen ihre Fahne nach dem erstbesten Wind,
doch die Liebe beweist sich erst, wenn der Wind zunimmt.
Und Liebe ohne Leiden, das hat noch niemand gesehen.
"


Beiträge: 646

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5

Samstag, 17. April 2004, 19:31

Was heißt extra abgetippt. Hatte ich auch bei Handballecke.de gepostet und dann kopiert. Sonst aber war es abgetippt...geht relativ schnell wenn man tagtäglich 8 Stunden tippen muss *g*