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Dienstag, 14. Oktober 2003, 18:40

HSG - Kiel

Die Kieler haben Respekt vor der HSG Nordhorn!

Hoffentlich zeigen es unsere Nordhorner den Kielern heute auf der Platte.

Hier der Bericht aus den KN vom 14.10.03


Zebra-Lehrlinge wollen ihr Gesellenstück machen

Der schwedische Weltmeister im Tor der Niedersachsen, Peter Gentzel, gilt als Nummer eins in seinem Fachgebiet. Foto Demetrio Lozano freut sich nach der dreitägigen Europa-Cup-Tour auf die Bundesliga-Partie gegen die HSG Nordhorn. "Da müssen wir nicht so weit fahren." Der Spanier in den Reihen des THW Kiel will den Bundesliga-Sechsten heute Abend (ab 19.45 Uhr live im DSF) aber nicht nur besuchen. "Wir nehmen zwei Punkte mit." Damit spricht Lozano, der aus Bosnien wieder mit einem angeschwollenen Knie zurück kehrte, seinem Trainer Noka Serdarusic aus der Seele. "Verlieren wir, haben wir in dieser Saison noch nichts erreicht." Bei der 29:33-Niederlage in Lemgo verpassten die Kieler den Weckruf für die Konkurrenz. Nun soll er in Nordhorn folgen, wo der THW im November letzten Jahres (31:30) erstmals gewinnen konnte.



"Die liegen uns", meint denn auch Mattias Andersson. "Wir spielen gerne gegen Mannschaften, die schönen und fairen Handball spielen." Der THW-Torhüter auch gleich das richtige Erfolgsrezept parat. "Gentzel nicht warm werfen und keine Tempogegenstöße zulassen." Vor seinem schwedischen Landmann Peter Gentzel im HSG-Tor hat nicht nur er großen Respekt. Der 182-fache Nationalspieler gilt schlicht als bester Torhüter der Welt, parierte in der letzten Saison unter anderem 39 Strafwürfe und liegt mit 103 Paraden in sechs Spielen auch in dieser Saison in der Torhüter-Rangliste ganz vorne. Für die Tempogegenstöße ist in der Grafschaft Bentheim der tschechische Rechtsaußen Jan Filip zuständig, der beim letzten Gastspiel des THW im knapp 4000 Zuschauer fassenden Euregium insgesamt zwölf Tore warf.

Fehlen allerdings der 130-fache schwedische Nationalspieler Andreas Larsson, dem mit einem schweren Knorpelschaden im linken Knie sogar das Karriereende droht.

So verbleibt dem HSG-Trainer Ola Lindgren mit dem erst 20-jährigen Holger Glandorf nur noch ein einziger Linkshänder. "Er kann noch keine konstanten Leistungen abliefern und braucht seine Auszeiten." Trifft der Jung-Nationalspieler allerdings, dann ist die HSG auch für Kantersiege wie das 28:19 beim TV Großwallstadt gut. Da warf Glandorf neun Tore. Trifft er nicht, dann könnte es auch eine Kopie des letzten Heimspiels geben, als TuSEM Essen (31:23) die Lindgren-Schützlinge wie Schulbuben aussehen ließ. Die erste Saisonniederlage des Vizemeisters 2002 will Noka Serdarusic aber nicht überbewerten. "Essen hat auch schon in Lemgo gewonnen. Die sind in diesem Jahr einfach unberechenbar."

Das scheinen auch die Fans der Niedersachsen zu glauben. Trotz der höchsten Heimniederlage in der allerdings auch erst vierjährigen Bundesliga-Geschichte, verabschiedeten sie ihr Team mit stehenden Ovationen. wp


Aus den Kieler Nachrichten vom 14.10.2003
CU

kermit

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Dienstag, 14. Oktober 2003, 20:38

Ist ja wohl ganz klar das wir denen das zeigen sieht ja im Mom schon gar nich schlecht aus!

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3

Dienstag, 14. Oktober 2003, 23:52

naja, ich denke ein unentschieden war nach dem spielverlauf nicht unberechtigt, wobei die hsg doch immer die nase etwas vorn hatten. schade dass es nicht zum sieg gereicht hat. aber immerhin können wir uns über einen punkt freuen. auch wenn mich das unentschieden nicht ganz zufrieden stellt. dabei hatten die schiris wohl etwas mehr symopatie für die kieler... naja, schade dass es kaum schiris gibt die auf beiden seiten gleich pfeifen, aber heute war es mal wieder echt extrem. und böse gucken können die 2 herren ja wohl gut, aber gut pfeifen is was anderes. was natürlich keine entschuldigung für das ergebnis ist. die 2 auszeiten von ola waren ja auch mehr als ungünstig. aber was solls. wir haben einen punkt mehr auf dem konto und stehen doch noch garnicht so sehr schlecht da. schönen gruss jens
:schal:Europapokalsieger 2008 :schal:

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Mittwoch, 15. Oktober 2003, 10:31

Bericht aus den Kieler Nachrichten vom 15.10.03

HSG-Trainer Lindgren verhinderte Siegtreffer

Pavlovics letztes Tor zählte nicht – THW erkämpfte 29:29 in Nordhorn

Von Wolf Paarmann

Nordhorn – Fast hätte der THW Kiel beim 29:29 (13:13) bei der HSG Nordhorn das Euregium gestern Abend noch mit leeren Händen verlassen. In einer dramatischen Partie erzielte ausgerechnet der Ex-Kieler Ljubomir Pavlovic in der Schlussminute den Siegtreffer ...
... dachten alle 3600 Zuschauer, doch das Tor zählte nicht, denn HSG-Trainer Ola Lindgren (Noka Serdarusic: „Er konnte nie sicher sein, dass er gewinnt“) hatte Sekunden zuvor eine Auszeit angezeigt. Das Glück hatten sich die Kieler zumindest durch eine gute kämpferische Leistung verdient. Gerade in der ersten Halbzeit lief im Spielaufbau nicht viel zusammen. Martin Boquist bekam den roten Faden nicht zu fassen und musste bis zur 40. Minute auf der Bank brummen. Doch auch Demetrio Lozano, dem das Europapokal-Spiel in Ljubuski noch im Knie steckte und der mit Rückenproblemen gestartete Piotr Przybecki konnten der Partie nicht ihren Stempel aufdrücken. Gerade die sonst so millimetergenauer Anspiele zu Marcus Ahlm blieben aus. Der schwedische Kreisläufer, dem nur ein Tor gelang, war im robusten HSGMittelblock mit Robert Arrhenius und Ian-Marko Fog aber auch gut aufgehoben.
Doch auch die Hausherren blieben im Angriff einiges schuldig. Der gerade von einer Schulterverletzung genesene Ljubomir Vranjes fiel lediglich durch seine krummen Säbelbeine auf. So stand die Partie im Zeichen der beiden Abwehrreihen, die zusammen mehr als 1500 Länderspiele auf die Waage brachten. Sehenswert in Durchgang eins war lediglich ein sensationelles Anspiel von HSG-Keeper Peter Gentzel, der im Sitzen seinen Rechtsaußen Jan Filip auf die Reise schickte. Der Tscheche traf zum 9:6, Serdarusic nahm eine Auszeit. Kiel kämpfte sich mit Einzelleistungen immer wieder heran, glich zur Pause durch Johan Petersson zum 13:13 aus. Der Ex-Nordhorner warf alle fünf Tore in Halbzeit eins.
Nach dem Wechsel drehten beide Teams noch einmal an der Temposchraube und zeigten zudem schöne Kombinationen. Besonders der Kieler Roman Pungartnik (8 Tore) und der Nordhorner Holger Glandorf (10) trumpften nun auf. „Mit deutschen Nationalspielern haben wir unsere Probleme“, flachste Klaus-Dieter Petersen, „die werfen gegen uns immer so viele Tore.“ Bei der 29:33-Niederlage in Lemgo vor neun Tagen warfen Daniel Stephan und Volker Zerbe insgesamt 15.
„Wir wollten im Oktober mindestens vier Punkte machen. Jetzt haben wir nur einen“, rechnete „Pitti“ fehlerfrei. „Das können wir also auch mit einem Sieg gegen Hamburg nicht mehr schaffen.“
Dabei hatte der Abend für die Kieler so gut begonnen. Vor dem Punktspiel gegen die Niedersachsen wurde im Euregium live die dritte Runde im DHBPokal ausgelost. Als nur noch acht Lose in der Trommel war, orakelte THW-Manager Uwe Schwenker schon, dass Kiel und Flensburg wieder aufeinander treffen: „Da kann man die Uhr nach stellen.“ Am Ende erwischte Flensburg aber Tu-SEM Essen und der THW den Regionalligisten HG 85 Köthen. Schwenker: „Das war das Wunschlos unseres Trainer, schließlich kommt einer unserer Busfahrer aus Köthen.“
CU

kermit