Totto Lotto entscheidet über Sponsorengeld für 2004
HAZ 02.04.03:
Vereine hoffen auf Toto-Lotto
Gesellschaft entscheidet über Sponsorengeld für 2004.
Hannover. Bei einem der wichtigsten Geldgeber für den Sport in Niedersachsen werden am Donnerstag die Karten für das Jahr 2004 gemischt. Dann setzt sich die Geschäftsführung der Toto-Lotto-Gesellschaft zusammen, um über die Anträge von Vereinen und Verbänden zu beraten, die ihr Stück vom großen Kuchen abhaben möchten. Rund 1,4 Millionen Euro werden wieder aus dem Toto-Lotto-Werbeetat verteilt. Auch in einem anderen Punkt bleibt alles beim Alten: Die Förderung wird gezielter eingesetzt als noch vor zwei Jahren.
Die aktuelle Liste des Sportsponsorings weist 29 Vereine beziehungsweise Verbände aus, die indirekt von der Glücksspielleidenschaft hier zu Lande profitieren. Vor wenigen Jahren waren es noch weit mehr als 100. Seit Rolf Stypmann Sprecher der Toto-Lotto-Geschäftsführung ist, gilt das Motto, die Unterstützung effektiver zu gestalten. „Wir wollen damit Zeichen setzen und uns auch von anderen Sponsoren abheben“, sagt Asmus Weber, Sponsoringleiter bei Toto-Lotto.
Nicht kleckern, sondern klotzen: Bis auf fünf Ausnahmen belaufen sich die Beihilfen im Jahr 2003 für Vereine und Verbände auf namhafte fünfstellige Beträge. Den mit Abstand größten Batzen bekommen mit 260 000 Euro die Bundesliga-Handballer der HSG Nordhorn. Allerdings, so hat Stypmann anklingen lassen, ist es fraglich, ob Toto-Lotto weiter Hauptsponsor dieses Klubs bleiben wird und stattdessen sein Engagement in dieser Sportart neu ausrichtet.
Geadelt darf sich auch der SV Arminia Hannover fühlen, bei dem Toto-Lotto ebenfalls Hauptsponsor ist. Die Summe liegt deutlich über 50 000 Euro und damit über der Zuwendung, die beispielsweise die Eishockeymannschaft der Hannover Scorpions bekommt.
Nach der Vorauswahl für 2004 liegen rund 100 neue Anträge auf dem Tisch. Vor der endgültigen Vergabe, so Weber, werden auch der Landessportbund und der Niedersächsische Fußball-Verband gehört.
Heute war dazu ja auch ein Bericht in den GN. Wenn es stimmt was da alles steht ist das wirklich zum Kotzen! Langfristige Zusammenarbeit mit mehreren Sponsoren wurde versprochen und was muss man nun hören, es ist noch nicht mal sicher ob Toto-Lotto nächste Saison überhaupt noch Sponsor ist und es stehen auch noch Zahlungen von anderen Sponsoren aus. Und der letzte Satz von Bürgermeister Hüsemann macht einem auch schon wieder Angst: "Wenn das Geld von Toto Lotto nicht mehr kommt, dann sehe ich keine Chance das aufzufangen und wüsste nicht, wie der Spielbetrieb für die nächste Saison finanziert werden sollte."
Also ist nun wieder Zittern angesagt !?! :?
Man kann jetzt nur noch hoffen, dass beim morgigen Treffen bei Toto Lotto für eine Fortführung des Engagements bei der HSG entschieden wird.
Vielleicht sollte man Toto-Lotto entgegenkommen und wirklich 1 oder 2 Heimspiele in Hannover austragen. Ich schätze Toto-Lotto würde das freuen und für 2 Heimspiele könnten auch wir als Fans wohl mal nach Hannover kommen, zu mal es ja auch eine tolle Halle ist.
Ich frage mich bei diesen Meldungen immer wieder: Woran liegt das. Hat das Managment uns zu große Hoffnungen gemacht und wußte, dass Lotto-Toto nur für kurze Zeit wirbt, oder haben die Herren der Lottogesellschaft sich kurzfristig anders entschieden. Und was dem so ist, bleibt die Frage: Warum????
Ich weiß nur eines; wenn es jede Saison solch ein Zittern gibt, ist irgendwann der Bundesligahandball in NOH am Ende. Denn ohne eine gesicherte langfristige Planung, kann man keine vernünftige Arbeit leisten. Und da ist das Managment gefragt, mal eine klare Aussage zu machen, wie es genau weitergehen soll. Und nicht immer nur Durchhalteparolen und Lippenbekenntnisse von sich geben.
Denn wenn das so weitergeht mit negativen Meldungen, bleiben die Fans weg und die Spieler haben auch keine Lust zu bleiben, oder gar neu zum Verein zu kommen.
Dann bleibt doch wohl nur der Weg nach Hannover.
Wenn man sich mal die ganzen Geschichten der letzten Jahre, angefangen mit dem ach so großen Hauptsponsor Mercedes-Benz (war ja wohl der Witz des Jahres) - und nicht zu vergessen das es vor der Präsentation auch schon ein halbes Jahr praktisch immer kurz vor Ende war - über den Beinahe-Lizenzentzug im letzten Jahr bis jetzt zur Toto-Lotto-Geschichte mal vor Augen führt, war es im Prinzip immer das gleiche:
Alles ist O.K., Probleme gibt es nicht, die nächsten Jahre sind gesichert und dann...BAMM. Meldung: HSG ist kurz vor Pleite. War jetzt schon drei Mal so.
Wie oft soll das eigentlich noch so gehen? Irgendwann platzt sogar mir als langjährigen Dauerkarteninhaber und eigentlich ruhigen Menschen der Kragen.
Ich für meinen Teil überlege mir bei so einer Öffentlichkeitsarbeit jedenfalls, nächste Saison KEINE Dauerkarte zu kaufen (wäre übrigens das erste mal seit 9 Jahren).
Um das klarzustellen: Mir geht es nicht darum, dass keine Kohle da ist. Zahlungsschwierigkeiten haben auch noch ganz andere. Was mich stört, ist das es immer heißt: Alles klar, macht euch keine Sorgen - und 10 Minuten später sind wir alle wieder auf einer Handball-Titanic...
Irgendwann ist mal schluß! (Vielleicht ja schon morgen...obwohl ich das natürlich NICHT hoffe!)
Na dann haben die "Kritiker", die hier nicht so gern gesehen sind doch garnicht so unrecht, wenn sie die ein oder andere Aussage in Frage stellen. Es wird Zeit die "rosarote Brille" abzunehmen und mal Fakten auf den Tisch zu bringen. Aber hier kocht die Suppe immer solange, bis der Topf explodiert!